Barellia Worldrider

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Der Worldrider von Barellia: Reiserad für lange Touren mit viel Gepäck

Der Worldrider von Barellia: Reiserad für lange Touren mit viel Gepäck

Das sieht man nicht mehr häufig: ein voll ausgestattetes Reiserad mit Rennlenker. Radtouren.de hat den Worldrider von Barellia getestetWorldrider von Barellia: vollausgestattetes Reiserad mit Rennlenker

Viel gefragt, selten im Angebot: ein Reiserad mit Rennlenker. Stellt es doch den Anbieter vor ein besonderes Problem, das Problem der Kombination einer komfortablen Bedienung der Schaltung mit einer robusten, zuverlässigen Bremse. Nicht wenige schwören jedoch nach wie vor auf die Bequemlichkeit eines Rennlenkers mit seinen vielfältigen Griff- und damit Sitzpositionen. Wer ein solches Reiserad sucht, kann beim Worldrider von Barellia, der Hausmarke des Fahrradversandhauses Brügelmann, fündig werden.

Solider Rahmen

Grundlage ist ein gut verarbeiteter Trekking-Rahmen (Aluminium 7005), dessen Oversized -Rohre für Steifigkeit sorgen. Seine Geometrie ist auf Fahrtkomfort auf langen Strecken und guten Geradeauslauf ausgelegt. Auch mit Zuladung verändern sich die guten Fahreigenschaften nicht wesentlich.

Das hoch liegende Tretlagergehäuse sorgt für Bodenfreiheit, die Züge werden am Oberrohr geführt, so dass man sich bei Fahrten in etwas rauherem Gelände oder schlechtem Wetter keine Gedanken über verschmutzte Züge zu machen braucht. Beim 2000er Modell sitzt die Klemmschraube für die Sattelstütze vorne am Sattelrohr, so dass man mit den Beinen dagegen stoßen kann, doch dieses Problem hat man bereits erkannt: Im nächsten Jahr wird sie – wie sonst auch üblich – hinten sein.

Für Freude am Fahren sorgen die hochwertigen Komponenten: Shimano XT, die stabilsten Tubus Gepäckträger vorne und hinten, steife Rigida X-Plorer Felgen mit hoher Flanke, gefederte Sattelstütze von Sitting Bull. Diese fiel durch ihre gleichmäßige Arbeit (kein hakelndes Losbrechmoment) positiv auf. Wem die MTB-Übersetzung der XT-Schaltung zu viele kleine bei zu wenig großen Gängen bietet, hat die Möglichkeit, sich vorne z. B. ein Ultegra-Dreifach -Kettenblatt mit größeren Kettenblättern montieren zu lassen. Die Hände ruhen auf dem vielseitigen Gran Fondo von Modolo, der Hintern ruht – nach einer gewissen Einfahrtszeit bequem – auf dem Brooks Colt. Der mit einem guten Lenkerband umwickelte Lenker bietet dank seiner speziellen Form – im oberen Bereich ist er um 3 cm nach hinten gekröpft – die Möglichkeit einer aufrechten Sitzposition.

Die Schalthebel-Alternative

Bei einem hochwertigen Reiserad wie dem Worldrider ist es heute Usus, die in ihrer Leistung unübertroffenen Hydraulikbremsen (Magura) zu montieren. Womit man sich bei dem eingangs angesprochenen Problem befindet: Mit welchen Schaltgriffen kombiniert man die Rennbremshebel von Magura? Barellia wählt dazu Shimano-Daumenschalter mit Rasterstufen (SIS), die innen oben auf dem Lenker montiert werden. Hier sind sie immerhin besser zu erreichen und weniger anfällig als Lenkerendschalthebel, die üblicherweise gewählte Alternative . Die Hebel bieten mehr als 9 Rasterstufen, d.h. man schaltet nicht mit jedem Rasterschritt vorne auf das nächste Ritzel hinten. Wer noch nicht von Rennbrems-/Schaltgriffen verwöhnt ist, wird diese Lösung u. U. bequemer als Lenkerendschalthebel finden. Schade, dass noch niemand auf die Idee kam, den Command-Shifter von Suntour (wurde so neben den Bremsgriff montiert, dass er sich mit dem Daumen bedienen ließ) für 9-fach Schaltungen wiederzubeleben! Will man auf den Komfort kombinierter Brems-Schalthebel zurückgreifen, lassen sich z.Z. am besten die von Shimano montieren, dazu muss man statt der Hydraulikbremsen auf V-Brakes (mit einer Umlenkrolle zum einwandfreien Arbeiten in Kombination mit Rennbremshebeln) zurückgreifen.

Kleiner Schönheitsfehler: Magura hat Bremsleitungsführungen zur Montage in den Zugführungen, die eine elegantere Verlegung ermöglicht, als das beim Worldrider der  Fall ist. Kleiner Schönheitsfehler Nr. 2: die Schutzbleche sind mit unschönen und vor allem unpraktischen Sechskantschrauben befestigt. Dafür sind die Schutzbleche vorne und hinten weit nach unten gezogen, um bei Regenfahrten so viel Wasser von der Straße wie möglich von Rad und Fahrer fern zu halten.

Fazit

Leider ist der Worldrider nicht mit Lichtanlage ausgestattet, so dass hier noch Kosten anfallen. Immerhin bieten sich so verschiedene Wahlmöglichkeiten. Anders sieht es da mit einem wichtigen Detail aus: Es ist am Oberrohr keine Möglichkeit vorhanden, eine Pumpe zu befestigen. Hierfür muss daher entweder ein Trinkflaschenhalter geopfert werden oder Klettbänder o. ä. zu Hilfe genommen werden. Dafür wird das Rad komplett mit zwei farblich passenden Sigg-Trinkflaschen ausgeliefert.

Das Worldrider ist ein robustes, mit ca. 15 kg (ohne Lichtanlage) nicht besonders leichtes Reiserad mit guten (Lang-)Laufeigenschaften. Und einer sinnvollen, soliden Ausstattung, die es für lange Reisen mit viel Gepäck prädestiniert.

Testergebnisse im Überblick

Einsatzbereich: lange Radreisen, kürzere Touren, hohe Zuladungskapazität
Pluspunkte: gute Grundlage: Rahmen zuverlässige Ausstattung für die Reise  Verbesserungswürdig: Kleinigkeiten: Befestigung für Pumpe am Oberrohr, Verlegung der Bremsleitung, Schutzblechbefestigung

Fazit:

robustes Reiserad, sinnvolle Ausstattung

Spezifikationen des Worldrider

Rahmen/Gabel Aluminium 7005/Stahl Unicrown; RH 52, 55, 58, 61
Steuersatz Shimano XT (Ahead)
Lenker Modolo Gran Fondo
Vorbau Barellia
Naben/Tretlager Shimano XT
Schaltung/Umwerfer Shimano XT
Bremsen/Bremsgriff Magura HS66
Schaltgriff Shimano Daumenschalter SIS
Sattel Brooks Colt
Sattelstütze Sitting Bull
Felgen Rigida X-Plorer silber
Reifen Schwalbe Marathon
Pedale Shimano 323 Kombi
Gepäckträger Tubus Tara vorne (Kapazität 15 kg lt. Hersteller),Cargo hinten (40 kg) Schutzbleche SKS, Flaschenhalter Elite Flaschen Sigg Aluminium
Farbe blau, Pulverbeschichtung,
Gewicht ca. 15 kg Testrad

Informationen/Bezug:
Brügelmann, 65842 Sulzbach/Frankfurt, Tel. 06196/750075 ,Fax 06196/750074

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