Soil Ultra Trekking

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Das Ultra Trekking Lite von Soil

Es geht auch leicht, wie das Ultra Trekking Lite von Soil zeigt

Reiseräder müssen etwas aushalten.
Sie sind robust und daher schwer... stimmt nicht!
Es geht auch leicht, wie das Ultra Trekking Lite von Soil zeigt

Leicht. Schnittig, wendig und agil. Komplette Reise-Ausstattung mit Schutzblechen, Gepäckträger vorne und hinten bis hin zur Beleuchtung: Das Ultra Trekking Lite von Soil, der gehobenen Radmarke der Firma Schauff, ist ein knapp 11,5 kg schweres Schmuckstück, das die Herzen von Reiseradlern höher schlagen lässt.

Komplette Ausstattung

Das Design des leichten Aluminiumrohrsatzes verleiht dem Rahmen eine hohe Steifigkeit. Er ist ausgesprochen sportlich ausgelegt und verlockt dazu, lange Strecken auf der Straße zurückzulegen. Natürlich steht Ausflügen auf unbefestigten Wegen nichts im Wege, insgesamt ist das Ultra Trekking Lite jedoch als Reiserad für die Straße gedacht. Dabei dürfen Berge auf dem Programm stehen, die Übersetzung bietet viele Gänge im kleinen Bereich. Die Shimano Deore XT-Ausstattung arbeitet gewohnt zuverlässig. Die vordere V-Brake ist mit einem gut funktionierenden Shimano-Bremsverzögerer ausgestattet. Und da das Auge bekanntlich mitfährt, zieren Mavics Ksyrium-Laufräder das Rad. Sie zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht und gute Aerodynamik aus. Allerdings müssen für diese Laufräder extra Ersatzteile mitgenommen werden – der Spanner für die Speichennippel wird mitgeliefert.

Wir haben uns besonders gefreut, dass das Rad mit Lichtanlage ausgliefert wird – schließlich lässt sich eine solche beim Gebrauch in Deutschland nicht umgehen und es hilft daher wenig, Preis und Gewicht zu schönen, indem beim Serienmodell auf die Lichtanlage verzichtet wird. Die Rückleuchte ist mit Standlichtfunktion ausgestattet. Schade nur, dass sie am Schutzblech befestigt ist: Die exponierte Lage – noch zudem mit zwei um die Lampe herum an das leitende Schutzblech geführten Kabeln – machen es anfällig für die Widrigkeiten einer Radtour. Der Gepäckträger ist durchaus für die Montage eines hier geschützter aufgehobenen Rücklichts vorgesehen.

Der Union-Rollendynamo wird bequem mit einem Rasterschritt des Schalthebels am Unterrohr eingeschaltet. Beim Testrad machte er allerdings einen ziemlichen Lärm und glänzte nicht gerade durch gute Laufeigenschaften.

Alles Leichtgewichte

Die Schalt- und Bremszüge sind schmutzunanfällig am Oberrohr verlegt und an allen wichtigen Stellen zusätzlich mit Schmutzfängern ausgestattet.

Das vordere Schutzblech ist sehr sorgfältig montiert – sogar die sonst überstehenden Enden der Streben wurden gekappt, statt mit Nippeln versehen. So ragt nichts über, und ein Verhakeln beim Gebrauch von einfachen Pedalen ist ausgeschlossen. Am Testrad fiel unangenehm auf, dass die Streben des hinteren Schutzblechs noch vor den Gepäckträgerstreben an die Anlötaugen des Rahmens montiert wurden. Problematisch, da sie im Gegensatz zu z.B. Unterlegescheiben nicht geschlossen sind und sich durch die Schwingungen “aufbiegen” können. Die Gepäckträgerbefestigung  wird dadurch unnötig geschwächt. Die Anbringung außerhalb des Gepäckträgers würde zwar ein Verbiegen der Schutzblechstreben erforden, aber die Stabilität und Sicherheit des Gepäckträgers erhöhen. Ideal wäre natürlich ein zweites Paar Anlötaugen am Rahmen. Dem kritischen Auge fallen ebenso unschön zwei einfache Schrauben auf, die hinten im Bremssteg den Gepäckträger und vorne die Lampe halten.

Natürlich mussten für das geringe Gewicht manche Konzessionen gemacht werden. Das Rad und vor allem die Gepäckträger sollten nicht mit zu viel Gewicht belastet werden. Für das getestete Modell gibt der Hersteller eine Maximallast von 110 kg an, die Montage von Anhängern ist nicht zulässig. Der nur mit einem Arm am Bremssteg befestigte Heckgepäckträger Tubus Fly ist weniger stabil als seine mit zwei Streben befestigten Brüder: er kann laut Hersteller mit 18 kg belastet werden (im Gegensatz zu 40 kg, die z. B. der Tubus Cargo verkraftet). Zusammen mit dem Lowrider Duo können ca. 33 kg Gepäck transportiert werden. Auch mit Gepäck sind die Fahreigenschaften des Ultra Trekking Lite sehr zu loben.

Der gerade Lenker ist wie der Vorbau aus besonders leichtem Aluminium (“Ergal”) gefertigt. Um bei längerer Fahrt Abwechslung in der Sitzposition zu bieten, sollten unbedingt Hörnchen montiert werden, die optional geliefert werden. Auch die einfachen (natürlich leichten) Pedale wird man sich je nach gewähltem Schuhsystem noch persönlich anpassen.

Soil bietet einen begrüßenswerten Service: jedes Rad wird mit einem Fahrzeugbrief und -schein ausgeliefert, aus dem technische Angaben wie Länge, Gewicht, zulässiges Gesamtgewicht und Achslasten sowie Ausstattungsmerkmale hervorgehen. Die benötigten Servicehefte der Komponenten gehören ebenso dazu wie Werkzeug und Wartungsanweisungen. 

Fazit

Wer auf seinen Radreisen mit nicht zuviel Gepäck vorwiegend auf Asphalt unterwegs ist, kann vom Ultra Trekking Lite in Versuchung geführt werden. Das geringe Gewicht prädestiniert es geradezu für Bergtouren, und auch im Flachen verführt das Rad zu sportlichem Fahren.

Das Ultra Trekking Lite nicht gerade billig, aber der steife Rahmen, die hochwertigen Komponenten und die durchdachte Ausstattung rechtfertigen den Preis dieses Leichtgewichts.

Spezifikationen des Soil Ultra Trekking Lite

Rahmen: Soil Smart Tube Set (7020-TL Aluminium, mehrfach konifiziert), auswechselbares Schaltungsauge RH 48/52/56/60
Gabel: Alu Trekking-Spezial, mit durchgehenden Anlötösen für Tubus Duo-Lowrider
Farbe Aubergine-Anthrazit, pulverbeschichtet
Vorbau/Lenker ITM Outback
Sattel/Stütze Selle Italia Flight, SoiI / ITM Outback
Laufradsatz Mavic Ksyrium
Bereifung Conti Tiop Touring 2000, 28-622
Bremse/Hebel Shimano Deore XT
Schaltungen Shimano Deore XT
Kurbelgarnitur Shimano Deore XT
Lichtanlage Union Walzendynamo, Seculite plus (mit Standlicht), B&M Lumotec vorne
Gepäckträger Tubus Fly (hinten) und Duo (vorne)
Gewicht ca. 11,5 kg (Testrad)

Infos: Schauff, Postfach 1669, 53406 Remagen, Fax 02642/936428,
eMail:
info@soil.de , Internet: www.soil.de

Testergebnisse im Überblick

Einsatzbereich: leichtes Reiserad für kurze und lange Touren, vorwiegend Asphaltstraßen, nicht zu viel Gepäck
Pluspunkte: niedriges Gewicht bei kompletter
Reiseausstattung: steifes, schnelles und agiles Rad,
lobenswerter Service durch den Hersteller (Werkzeug, Infos)
Verbesserungswürdig: unanfälligere Anbringung der Rückleuchte am Gepäckträger statt am Schutzblech

Fazit: für Liebhaber schnellen Fahrens (und der Leichtigkeit des Seins)
gutes Preis-/Leistungsverhältnis

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