Radreisebericht Ruhrtalradweg

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Unterwegs auf dem Ruhrtalradweg

Durch Sauerland und Ruhrgebiet – eine Erlebnistour für jeden Radfahrer

Vom Hochsauerland durch die Kultur- und Industrielandschaft des Ruhrgebiets führt der Ruhrtalradweg, etwa 230 km an der Ruhr entlang. Von der Ruhrquelle bei Winterberg bis zur Mündung des Flusses in den Rhein unweit des Duisburger Hafens erwartet den Radtouristen eine der spannendsten und abwechslungsreichsten Regionen Deutschlands.

Die Erfolgsstory des Ruhrtalradwegs

Mit der Eröffnung des Ruhrtalradwegs im Jahr 2006 begann eine wahre Erfolgsstory. Innerhalb weniger Jahre entwickelte er sich zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands. Bereits in der ersten Saison begeisterte die neu gestaltete und ausgeschilderte Strecke im Tal der Ruhr die Radtouristen, sodass der Ruhrtalradweg nur ein Jahr später zur Radroute des Jahres in NRW gekürt wurde. Von Jahr zu Jahr stieg die Zahl der Tourenfahrer auf dem Ruhrtalradweg. Bisheriger Höhepunkt war das Kulturhauptstadtjahr 2010, in dem über 100 000 Radler entlang der Ruhr unterwegs waren. Kein Wunder, denn der Ruhrtalradweg ist eine Route mit hoher Streckenqualität, speziell auf Radtouristen abgestimmter Infrastruktur und hohem Erlebnispotential. Im Jahr 2009 wurde der Ruhrtalradweg daher vom ADFC als 4-Sterne-Qualitätsroute zertifiziert. Damit ist er einer der ausgewählten Radrouten in Deutschland, die Fahrspaß auf einem anerkannt hohen Qualitätsniveau garantieren.

Ein Radweg – viele Möglichkeiten für jeden Radler

Eine Tour auf dem Ruhrtalradweg kann für jeden Radfahrer so gestaltet werden, dass sie perfekt zu seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen passt. Die Route führt durch ursprüngliche Natur, idyllische Städtchen und lebendige Metropolen, vorbei an einer einzigartigen Vielfalt von Natur- und Kulturdenkmalen. Die Strecke verläuft über 230 km meist abseits vom Straßenverkehr und kommt ohne allzu steile Anstiege aus. Damit ist der Ruhrtalradweg für Familien mit kleineren Kindern ebenso geeignet wie für weniger trainierte oder ältere Radsportler. Die Wege sind in gutem Zustand und mit einem bequemen Tourenbike sogar mit Anhänger problemlos zu bewältigen. Einzelne Streckenabschnitte sind barrierefrei ausgebaut und damit auch für Handbiker befahrbar. Die Städte an der Strecke sind mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Orte im Ruhrtal liegen nahe beieinander, überall werden fahrradfreundliche Unterkünfte angeboten. So ist es einfach, die Etappenplanung auf die Kondition und die Interessen der Mitreisenden abzustimmen. Wer die sportliche Herausforderung sucht, kann den Ruhrtalradweg in ein bis zwei Tagen absolvieren. Reisende mit anderen Zielsetzungen können sich aus sechzehn kürzeren Etappen ihre individuellen Reiseabschnitte zusammenstellen. Serviceleistungen wie Radverleih, Pannendienst und Gepäcktransport machen nicht nur Neulingen den Einstieg in den Radtourismus leicht, sondern garantieren auch alten Hasen eine problemlose Fahrt.

Durch Natur-, Kultur- und Industrielandschaften

Der Ruhrtalradweg beginnt im sauerländischen Ferien- und Wintersportort Winterberg, inmitten der Bike-Arena Sauerland, in der Mountainbiker und Rennradfahrer ideale Bedingungen vorfinden. Nach drei Kilometern trifft der Weg auf die Ruhrquelle. Von diesem Punkt an führt die Strecke an der Ruhr entlang. Größtenteils bergab geht es zunächst in das malerische Städtchen Olsberg. Nach einer längeren Fahrt bergab erreicht man Bestwig. Hier lohnt sich ein Zwischenstopp, um zu einer Grubenfahrt in das Besucherbergwerk einzufahren.

Über Meschede geht es nach Arnsberg, der „Hauptstadt“ des Sauerlandes mit einer Schlossruine und einem mittelalterlichen Stadtkern. Langsam nimmt das Gefälle ab, Bauernhofcafés und Hofläden laden zum Verweilen ein, bevor der Ruhrtalradweg Wickede und kurz darauf die Orte Fröndenberg und Menden erreicht. Ab hier geht das Sauerland langsam ins Ruhrgebiet über. In Fröndenberg wurde schon im 16. Jahrhundert Kohle gefördert. Auch im Bereich der Metallverarbeitung, speziell der Fertigung von Anker- und Schiffsketten, war die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Von der vor- und frühindustriellen Vergangenheit Fröndenbergs zeugt heute das sehenswerte Kettenschmiedemuseum.

Vorbei an Iserlohn und Holzwickede geht es nach Schwerte und weiter nach Hagen. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte unbedingt das Hagener Freilichtmuseum besuchen. Entlang der Route trifft man nun auf die ersten Stauseen an der Ruhr, den Hengstey- und den Harkortsee, später folgen noch der Kemnader See und der Baldeneysee. Auf den Ruhrseen kann man prima eine Teilstrecke mit dem Schiff zurücklegen und sich vom Radfahren erholen.
Auf Hagen folgen die Orte Wetter und Witten, die als Wiege des modernen Bergbaus gelten. Die Zeche Nachtigall im Muttental, 1832 eröffnet, liegt direkt am Weg und steht Besuchern offen. Die nächste Station, Bochum, hat das Flair einer modernen Großstadt. Im Bochumer „Bermuda-Dreieck“ pulsiert das Nachtleben. Zwischen Bochum und Hattingen liegen in der Idylle des Ruhrtals mit dem romantischen Dorf Bochum-Stiepel, der Museumsburg Haus Kemnade und der Burgruine Blankenstein einzigartige Zeugnisse der vorindustriellen Zeit.

Die Ruhrmetropole Essen bietet zahlreiche Attraktionen: vom UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein über die Kruppsche Villa Hügel bis zum Wassersportparadies Baldeneysee. Über Mülheim an der Ruhr mit seinem Wasserbahnhof und dem Wassermuseum Aquarius erreicht man schließlich nach Duisburg. Hier lädt die Gastronomiemeile im modern gestalteten Innenhafen zu einer Pause ein. Gestärkt kann man nun die letzten Kilometer zur Mündung der Ruhr in den Rhein in Angriff nehmen und sich dort vom Ruhrtalradweg verabschieden.

Infos zum Ruhrtalradweg

Die Route
Winterberg – Ruhrquelle (3 km) – Olsberg (20 km) – Bestwig/Meschede (17 km) – Arnsberg (24 km) – Wickede (27 km) – Fröndenberg/Menden (9 km) – Schwerte (20 km) – Hagen (9 km) – Wetter (8 km) – Witten (10 km) – Bochum (10 km) – Hattingen (10 km) – Essen (25 km) - Mülheim an der Ruhr (22 km) – Duisburg/Ruhrmündung (16 km)

Reisezeit
Der Ruhrtalweg ist ganzjährig befahrbar, im Winter muss jedoch teilweise mit Eisglätte gerechnet werden, da nicht alle Treidelpfade an der Ruhr geräumt werden. Empfehlenswert ist die Tour vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Bei Hochwasser an der Ruhr können einzelne Streckenabschnitte überflutet werden. Ausweichrouten sind dann ausgeschildert.

Straßenverhältnisse
Auf dem Ruhrtalradweg sind auch Familien mit jüngeren Radfahrern sicher unterwegs. Etwa die Hälfte der Route führt über Radwege, die abseits der Straßen für den Autoverkehr liegen. Ein Drittel der Strecke machen Forst- und Wirtschaftswege sowie innerörtliche Nebenstraßen aus, nur etwa 15 % der Strecke führt auf Radwegen an Hauptverkehrsstraßen entlang.

Unterkunft
In den zahlreichen Etappenorten findet jeder eine passende Unterkunft. Ein Unterkunftsverzeichnis, das vom Campingplatz bis zum Wellnesshotel fahrradfreundliche Quartiere für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel auflistet, bietet die offizielle Webseite des Ruhrtalradweges www.ruhrtalradweg.de

An-/Abreise
Der Startort Winterberg und der Zielort Duisburg sind mit der Bahn ebenso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Wer einzelne Etappen nicht mit dem Rad zurücklegen möchte, findet im dichten Bahn- und S-Bahn-Netz Nordrhein-Westfalens problemlos schnelle Verbindungen zwischen den Streckenorten.

Kartenmaterial, Toureninfos
Die Webseite des Arbeitskreises RuhrtalRadweg (www.ruhrtalradweg.de) enthält Informationen zu Strecke, Unterkünften, Serviceangeboten, aktuellen Veranstaltungen, eventuellen Streckensperrungen und Umleitungen. Eine Karte im Maßstab 1:50 000 für die Lenkradtasche und ausführliche Toureninfos bietet das Kompakt-Spiralo RuhrtalRadweg aus dem BVA Verlag für 9,95 Euro. Mit zahlreichen Sightseeing-Tipps und einer Karte im Maßstab 1:75 000 wartet der Radführer Ruhrtalradweg aus dem Bruckmann-Verlag auf, der für 14,95 Euro erhältlich ist. Wer noch mehr Hintergrundinformationen und Kulturtipps wünscht, ist mit dem Erlebnis-Radführer Ruhrtalradweg bestens bedient (Bruckmann-Verlag, 19,95 Euro).

Weitere Internetadressen
www.ruhr-tourismus.de
www.radverkehrsnetz.nrw.de

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