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Hightech-Rennen Tour de France

Technisch auf dem neuesten Stand sind Rennräder im Profisport aufgrund strenger Reglements nicht immer (Foto: focus-bikes.com / pd-f)

Auch im Rennradsport wird Hightech immer wichtiger, denn hier sind echte Rennmaschinen unterwegs. Doch noch nicht jede Innovation für schnelles Fahren wird im Peloton eingesetzt.

Renngefährte nach Reglement
Der Internationale Radsportverband UCI hat ein strenges Regelwerk aufgestellt, um unter den Rennfahrern für technische Chancengleichheit zu sorgen. Am bekanntesten ist sicher die Regel, dass ein Rennrad im Profizirkus nicht unter 6,8 kg wiegen darf. Technisch wäre das allerdings möglich, denn Dank modernster Carbonfasertechnologie wiegen manche Rahmen nur noch 960 Gramm. Die Profirenner bilden den Stand der Technik jedoch immer nur im Rahmen des Reglements ab. Mittlerweile ist zwar eine elektronische Schaltung im Rennen erlaubt, doch andere Entwicklungsschritte harren noch immer ihrer Rennfreigabe.

Scheibenbremsen bald auf der Straße?
So erhält zum Beispiel die Scheibenbremse am Rennrad bisher noch keinen Einlass in den Straßenprofizirkus, man bremst weiterhin mit den altbekannten Felgenbremsen. Manche Experten sagen der Scheibe trotzdem eine glänzende Zukunft voraus. Es sei demnach nur eine Frage der Zeit, bis die großen Radhersteller ihre Rahmen auf Scheibenbremsen umstellten.

Schon jetzt nicht mehr wegzudenken aus dem Peloton sind Leistungsmesssysteme, die genauen Aufschluss über die von den Profis aufgewandte Kraft geben. Zum einen kann sich der Fahrer an den auf einem kleinen Computer eingeblendeten Werten orientieren und seine Leistung einschätzen, zum anderen erlaubt die permanente Aufzeichnung der Leistungsdaten im Rennen sowie im Training gute Rückschlüsse auf die individuelle Form. Somit lässt sich eine ganze Saison viel präziser vorbereiten.

Dichtmilch macht den Schlauchlos-Reifen auch am Rennrad pannensicher. Selbst ein Stoß mit dem Schraubendreher führt nicht zum Reifenplatzer (Foto: pd-f.de / Mathias Kutt)

Schlauchlose Reifen vor dem Durchbruch?
Spannende Entwicklungen gibt es auch im Reifenbereich zu beobachten. Hier steht die Tubeless-Technologie vor dem Durchbruch. Bisher sind die Rennfahrer zumeist auf klassischen Schlauchreifen unterwegs, die auf eine spezielle Felge geklebt werden und über einen eingenähten Latex-Schlauch verfügen. Für noch höheren Pannenschutz lässt sich eine spezielle Flüssigkeit einsetzen, die Durchstiche sofort abdichtet. Tubeless-Reifen dürfen im Radrennsport bereits eingesetzt werden.

Liegend ginge es noch schneller
Tatsächlich ließen sich noch höhere Geschwindigkeiten auf dem Fahrrad erreichen, würden die Rennfahrer vom klassischen Rennrad mit Diamant-Rahmenform Abstand nehmen. Doch schon 1934 schob die UCI dem schnellen Treiben der flachen Velos einen Riegel vor: Eine klassische Diamantrahmenform ist verpflichtend.

Demnach sind die schnellen Rennboliden der Tour de France nicht nur ein Abbild des technisch Möglichen: Sie sind optimierte Sportgeräte im Rahmen eines strengen Reglements, das einerseits für Chancengleichheit sorgt, andererseits manch clevere Konstruktion (noch) ausgrenzt. Denn auch das Reglement der UCI ist dem Wandel unterworfen.

Auch, wenn es anders schneller geht, ist eine Diamant-Rahmenform bei der Tour de France verpflichtend (hpvelotechnik.com / pd-f)

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