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Saaleradweg: Von Naturpark zu Naturpark radeln

Auf 403 Kilometern verbindet der Saaleradweg die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Auf neun Etappen – jeweils zwischen 29 und 61 Kilometer lang – führt er durch eine der reizvollsten Landschaften Mitteldeutschlands.

Auf dem Saaleradweg unterwegs

Aussicht vom Bockfelsen auf das „Thüringer Meer“ (Foto: Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland e.V.)

Steil aufragende Felsen, weite Stauseen, idyllische Terrassenweinberge, uralte Streuobstwiesen und artenreiche Auwälder begleiten die Saale auf ihrem Weg von der Quelle im bayerischen Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe. Dabei durchquert sie fünf Naturparks.

 

Naturpark Fichtelgebirge

Im Fichtelgebirge, einem Naturpark mit mächtigen Granitfelsen und über 1000 Meter hohen Bergen, entspringt die Saale. Ausgangspunkt der Radtour ist der Erholungsort Zell. Von hier aus ist die Quelle gut zu erreichen. Noch im 18. Jahrhundert bauten Bergleute an diesem Ort Gelbkreide ab. Ein zusammengefallener Stollen und eine Abraumhalde zeugen von der Vergangenheit. Heute ist das Fichtelgebirge ein geschützter Naturraum für Tiere und Pflanzen wie Luchs, Auerhuhn, Kreuzotter, Arnika, Katzenpfötchen und Moorspike.

 

Naturpark Frankenwald

Auf der zweiten Etappe des Saaleradwegs erreichen Radfahrer den Naturpark Frankenwald. Typisch für die Region sind Hochflächen, bewaldete Hänge und Wiesentäler. Seltene Tiere und Pflanzen haben hier ihr Zuhause gefunden, darunter der Schwarzstorch und die Heidelerche. Der Radweg verläuft durch hügelige Landschaft und schattige Wälder. Während des Kalten Krieges war die Saale in dieser Region Grenzfluss, heute verläuft dort das Grüne Band, ein Verbund von Biotopen entlang des ehemaligen Grenzstreifens.

 

Naturpark Thüringer Schiefergebirge – Obere Saale

An den Frankenwald schließt sich ein weiteres Naturparadies an: der Naturpark Thüringer Schiefergebirge – Obere Saale. Herzstück der Region ist das „Thüringer Meer“, die Verbindung der beiden Stauseen Bleiloch und Hohenwarte. Es ist Europas größtes zusammenhängendes Stauseengebiet. Umgeben von Wäldern und Felsen winden sie sich in einer einmaligen, fjordähnlichen Mittelgebirgslandschaft auf über 80 Kilometern durch den Naturpark. Den Radfahrer erwarten auf der dritten und vierten Etappe starke Steigungen und hügelige Wege, die aber mit einmaligen Panoramablicken belohnt werden. Immer wieder ergeben sich am Saaleradweg Möglichkeiten auf das Boot umzusteigen. Über die Angebote informieren die örtlichen Tourist-Informationen in den einzelnen Etappen.

 

Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland

Auf der sechsten Etappe des Saaleradweges, geht es parallel zu steilen Muschelkalkfelsen, auf denen Burgen und Schlösser thronen, ins Weinanbaugebiet Saale-Unstrut. Es ist Teil des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland. Seit dem Mittelalter wird in der Region Wein angebaut. Schon die Mönche wussten das milde Klima in den Tälern von Saale und Unstrut zu nutzen und legten die ersten Weinberge an. Heute laden Straußwirtschaften und Weingüter am Saaleradweg zur Einkehr ein.

 

Naturpark Unteres Saaletal

Zwischen Naumburg und Weißenfels, auf der siebenten Etappe, verläuft der Radweg meist eben immer am Fluss entlang durch ein weitläufiges Tal. Im Norden von Halle verengt es sich wieder. Hier, wo der Naturpark Unteres Saaletal beginnt, wechseln sich immer wieder unterschiedliche Landschaftsstrukturen ab. Beeindruckend sind auch die Brachwitzer Alpen auf Etappe acht, kleine Porphyrhügel sowie der Saaledurchbruch bei Rothenburg, eine Felsformation mit artenreichem Trockenrasen. Im Norden des Naturparks durchziehen Altwässer der Saale den Auwald bei Plötzkau. Er bietet Eisvogel, Tafelente und Zwergtaucher einen wertvollen Lebensraum.

Bei Barby mündet die Saale in die Elbe. Die Landschaft gehört zum Unesco-Biosphärenreservat Mittelelbe. Radfahrer können ihre Tour auf dem Elberadweg bis nach Schönebeck fortsetzen. Dort besteht Anbindung an den regionalen und überregionalen Bahnverkehr.

 

Links
S
aaleradweg: www.saaleradweg.de

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