News Details

Anzeige

Licht am Rad: Sehen und gesehen werden

Ab Herbst werden die Tage kürzer und Radler sind vermehrt bei Dämmerung und Dunkelheit unterwegs. Sichtbarkeit ist dann besonders wichtig für sicheres Radfahren.

Tipps für die richtige Radbeleuchtung

Aktive und passive Beleuchtung am Rad (Foto: Verkehrswacht Medien & Service)

Notwendig ist eine funktionierende, vollständige Beleuchtung am Fahrrad. Diese ist Pflicht! Neben Licht kann die Sichtbarkeit von Radfahrern etwa durch helle Kleidung und reflektierende Elemente erhöht werden.
Welche Beleuchtung genau am Fahrrad vorhanden sein muss, steht in Paragraf 67 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Es wird zwischen aktiver und passiver Beleuchtung unterschieden.

Aktive Beleuchtung

Nach der StVZO gehört zur aktiven Beleuchtung ein weißer Frontscheinwerfer, der auch mit Tagfahr- und Fernlichtfunktion ausgestattet sein kann, und ein rotes Rücklicht, das Brems- und Standlichtfunktion haben darf. Diese können fest installiert per Dynamo oder als Anstecklichter mit Batterie betrieben werden. Batterielichter müssen im Bedarfsfall angebracht werden, jedoch kann dies bei schlechten Sichtverhältnissen durch Nebel oder Regen auch tagsüber der Fall sein.

Passive Beleuchtung

Die passive Beleuchtung bilden Rückstrahler beziehungsweise Reflektoren. Nach vorn muss ein weißer, nach hinten ein roter Großflächenrückstrahler der Kategorie „Z“ wirken. Beide dürfen in die jeweiligen Lichter integriert sein. An die Pedale gehören nach vorn und hinten wirkende gelbe Reflektoren und auch die Räder brauchen eine zur Seite abstrahlende Beleuchtung. Entweder darf es ein umlaufender weißer Reflexstreifen auf jeder Reifenseite sein oder weiß reflektierende Hülsen an jeder Speiche.

Die klassische Variante sind die „Katzenaugen“. In jedes Rad werden hierbei zwei gelbe Reflektoren in einem Winkel von 180 Grad angeordnet. Sind es mehr, dann müssen sie gleichmäßig in den Speichen verteilt werden.

Für Lastenräder mit einer Breite von mehr als einem Meter muss die nach vorn und hinten wirkende aktive und passive Beleuchtung zweimal angebracht sein.

Tipp: Die Beleuchtung sollte regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden.

Gut zu wissen

  • Wer Anstecklichter nutzt, sollte auf ausreichend elektrische Kapazität und einen guten Halt der Lampen bei der Fahrt achten.
  • Reflektoren und Lichter dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein.
  • Moderne LED-Lampen haben eine hohe Lichtleistung. Die Scheinwerfer müssen richtig eingestellt sein, sodass sie andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden.
  • Blinklichter sind nicht erlaubt.
  • Die Beleuchtungseinrichtung ist nur zulässig, wenn sie ein Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamtes hat. Dann sind die Bauteile mit einer Wellenlinie, gefolgt von einem „K“ und einer vierstelligen Prüfnummer versehen.
  • Wer mit mangelhafter Beleuchtung am Fahrrad unterwegs ist oder die Beleuchtungsvorschriften missachtet, riskiert ein Bußgeld von mindestens 20 Euro.

Radtouren.de-News abonnieren:
Radtouren.de-RSS-Feed abonnieren

Anzeige