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Fahrradhelm-Kampagne sorgt für erhitzte Gemüter

„Looks like shit. But saves my life" - die Kampagne soll vor allem junge Radfahrer dazu zu bewegen einen Helm zu tragen. Aktuell wird die Aktion heiß und kontrovers diskutiert.

Kontroverse Diskussion um Helmkampagne

Gewagte Fahrradhelm-Kampagne (Foto: Rankin/BMVI/DVR)

Klar ist: Ungewöhnlicher wurde in Deutschland für den Fahrradhelm noch nie geworben und mit mehr Resonanz auch nicht. Ob die Kampagne zum Erfolg führt, wird die Zukunft zeigen.

 

Junge Radfahrer - Mit oder ohne Helm?

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage sind jungen Radfahrenden die Gefahren und das persönliche Risiko eines schweren Fahrradunfalls durchaus bewusst. Dennoch tragen die wenigsten einen Helm. Dieser gilt als unpraktisch, unbequem und unästhetisch. Die Befragung erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch eine im Februar 2019 von der forsa Politik- und Sozialforschung durchgeführten repräsentativen Online-Befragung unter 1.006 jungen Fahrradfahrern (17-30 Jahre).

 

Fahrradhelm-Kampage „Looks like shit. But saves my life"

Die Helmtragequote unter jungen Erwachsenen ist niedrig, zumal Radfahrende als ungeschützte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Die neue Verkehrssicherheitsaktion von BMVI und DVR in Kooperation mit Starfotograf Rankin und „Germany’s next Topmodel“ soll das ändern.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Mehr als die Hälfte der jungen Radfahrerinnen und Radfahrer sagen von sich selbst, dass sie nie oder nur selten einen Helm tragen. Und warum nicht? Weil es angeblich nicht cool aussieht. Mit unserer neuen Aktion ‚Looks like shit. But saves my life.‘ richten wir uns daher gezielt an junge Menschen, um sie dazu zu motivieren, zum eigenen Schutz einen Helm aufzusetzen. Der Spruch entspricht vielleicht nicht so ganz dem üblichen Behördendeutsch. Er bringt die Botschaft aber ziemlich genau auf den Punkt: Helme retten Leben!“

Kooperation mit Germany’s next Topmodel

„Germany’s next Topmodel“-Kandidatin Alicija ist ein Gesicht der Kampagne, die das Image von Fahrradhelmen verbessern soll.

„Sicherlich kann diese Kooperation dazu beitragen, dass Fahrradhelme – ähnlich wie Skihelme – ein besseres Image bei jungen Menschen bekommen. Solche Maßnahmen für eine bessere Akzeptanz sind notwendig, denn Fahrradhelme können die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern. Es gibt nichts Wichtigeres, als die Gesundheit und das eigene Leben zu schützen“, sagt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Die Aktionsmotive von Alicija und weiteren Models sind in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und München als City-Light-Poster an Straßen und Fahrradwegen zu sehen.


(Foto: Rankin/BMVI/DVR)

Unter www.runtervomgas.de/Fahrradhelm und in sozialen Netzwerken ruft „Runter vom Gas“ außerdem unter #HelmerettenLeben dazu auf, es Alicija und den anderen Models gleichzutun und ein Foto mit einem Fahrradhelm zu posten. Unter allen TeilnehmerInnen werden zehn von Rankin und Alicija signierte Fahrradhelme sowie Aktionskalender verlost.

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