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Fahrradfrühling 2020: Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben

Ob in Sachen Materialien, Produktion oder Funktionalität: Umweltfreundliche Upgrades erobern gerade die Fahrradwelt.

Fahrradfrühling 2020 mit neuen Fahrradtrends

Gunnar Fehlau vom Pressedienst-Fahrrad präsentiert beim Fahrradfrühling 2020 die neuen Fahrradtrends (Foto: Maike Hartmann / Radtouren.de)

In Zeiten des Klimawandels ist die Nachfrage nach dem grünen Verkehrsmittel groß. Nachhaltige Technologien versprechen mehr Komfort und Sicherheit auf dem Rad – innovative Fortschritte für Mensch und Umwelt.

Der Nutzen steht im Vordergrund

Wo Nachhaltigkeit bei der Auswahl von Materialien und ihrer Verarbeitung beginnt, endet sie noch lange nicht beim fertigen Produkt. Ob eine Ware nachhaltig ist, zeigt sich vor allem in ihrem Gebrauch. Sie müsse handlich und brauchbar sein, damit man sie auch lange nutzte, so Gunnar Fehlau, Geschäftsführer von Pressedienst-Fahrrad.de.

Doch wie kann man die Lebensdauer eines Produkts verlängern und neuen Konsum vermeiden? Ersatzteile ist hier das Stichwort. Rucksäcke der Marke Ortlieb gehen mit gutem Beispiel voran. Trotz ihrer langen Lebensdauer durch hochwertige Materialien und optimale Verarbeitung, bleiben sie nicht vor dem Altern verschont. Durch die lange Garantie lässt sich der beschädigte Rucksack mit seinem verschlissenen Stoff oder kaputten Verschluss jedoch ganz einfach einschicken und reparieren. Wiederherstellen anstatt neu kaufen ist hier die Devise.

Dennoch spielt auch Recycling als Klassiker unter den Methoden der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Sportbekleidung aus wiederverwendeten Materialien ist zurzeit der Modetrend in der Fahrradwelt. Als Hersteller für umweltfreundliche Outdoor-Ausrüstung produziert Vaude nach strengen Green-Shape-Richtlinien und setzt dabei auf elastisches und funktionales Material.  

Im fließenden Verkehr ist das Fahrrad die umweltfreundlichste Methode. Doch auch im parkenden Zustand soll es zur Schonung der Umwelt beitragen: Begrünte Radabstellanlagen sind die Zukunft. Grünflächen auf den Dächern filtern Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft, dienen als Wasserspeicher und regulieren die Temperatur während der heißen und kalten Monate.

Ob analog oder digital: Das Rad vernetzt
 
Praktisch und doch vielseitig. Das Klapprad von Brompton gewinnt zunehmend an Beliebtheit, insbesondere innerstädtisch. So nimmt es im Kofferraum nur wenig Platz ein. Auch lässt es sich leicht in den engen Bus oder die überfüllte Bahn mitnehmen ohne eine zusätzliche Fahrkarte kaufen zu müssen. Schnell und ohne Komplikationen von A nach B kommen steht hier an erster Stelle.

Von analog bis digital: Die neuste Diebstahlsicherung boomt momentan auf dem Markt. Mit einem GPS-Tracker lässt sich das eigene Rad ganz einfach mit einer App auf dem Smartphone orten. Doch wer denkt, den Chip aus dem geklauten Rad einfach ausbauen zu können, hat sich geschnitten: Der Hersteller verrät nicht, wo genau sich der Chip im Rahmen befindet, zum Ärger der Diebe.

Wer trotzdem lieber auf das klassische Fahrradschloss zurückgreifen möchte, erhält auch hier neuste High-Tech-Versionen. Als Alternative zum integrierten GPS-Tracker sorgt das smarte Schloss für den Schutz des Fahrrads. Bewegungssensoren lösen einen Alarm aus, sobald sich Diebe durch Rütteln am Schloss zuschaffen machen. Während der Fahrt filtert das Gerät Bewegungen durch Rempler oder sonstiges aus, um Fehlalarme zu vermeiden.
    
Schnellere Hilfe und weniger Verletzungen

Mit dem Smartphone vernetzt es sich besser: Neuste High-Tech-Helme benachrichtigen Kontaktpersonen nach einem Sturz sofort. In den Helm eingebaute Chips vermessen, wie der Radfahrer sich im Raum bewegt und erkennen einen Fall binnen weniger Momente. Über Bluetooth wird daraufhin ein Signal ans Smartphone der Kontaktperson gesendet.

Die eigentliche Funktion eines Helmes kommt bei den neusten Upgrades aber nicht zu kurz. Der Kopfschutz in Airbag-Form der schwedischen Firma Hövding ist wohl dabei das interessanteste Gadget auf dem Markt. Als eine Art Kragen lässt sich der aufblasbare Helm um den Hals legen. Bei einem Sturz öffnet sich dieser innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde und umhüllt den Kopf wie eine mit Luft gefüllte Kapuze. Dazu kommt, wie auch beim normalen Helm mit Chip, die Vernetzung mit dem Smartphone ins Spiel: Via App wird eine Kontaktperson sofort benachrichtigt.

 

Auch in Sachen Komfort hat sich einiges verändert. Optimierte Formen des Sattels versprechen besseren Halt und sichereren Sitz auf dem Rad, verbesserte Motoren erleichtern die Fahrt mit dem E-Bike. Hochwertigere Materialien und zwei Pannenschutzschichten des „Unplattbar-Reifens“ sorgen für besseren Schutz gegen Einstiche und Schnitte im Gummi. Einfacherer wird es auch in der Handhabung: Die neue Lenkradform „Flare“ bietet mehr Kontrolle über das Fahrrad, indem es für mehr Freiheiten und Platz beim Lenken sorgt. Anders als bei älteren Versionen bleiben hierbei die Handgelenke somit vor blauen Flecken und Prellungen verschont.

Fazit der Redaktion Radtouren.de

Als vermutlich umweltfreundlichstes Transportmittel wird dem Fahrrad schon jetzt große Bedeutung zugemessen. Die neusten Upgrades auf dem Markt steigern dazu seine Attraktivität beim Kunden und machen das Fahren leichter. Sicherer, komfortabler, nachhaltiger – smartes Zubehör rund ums Rad ist heute nicht mehr wegzudenken.

Text / Fotos: Maike Hartmann

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