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Bike-Fitting - das Rad richtig einstellen

Nach der Winterpause schwingen sich Velofans freudig auf ihre Drahtesel und los geht es. Doch zuweilen ist der Fahrspaß schon nach wenigen Minuten vorbei: Der Po kneift, die Schulter schmerzt oder die Finger schlafen ein.

Fahrräder richtig einstellen

(Foto: Famo/Remigius Konietzny)

Ein Großteil von Beschwerden beim Radfahren ist vermeidbar, wenn das Velo richtig eingestellt ist. Vielfach seien Sattel und Lenker schlicht falsch eingestellt oder der Radler fahre mit zu viel Kraftaufwand, so der Bike-Fitting-Experte Dr. Kim Tofaute.

Häufigstes Missverständnis bei Radlern: Der Sattel muss so eingestellt sein, dass die Füße den Boden vollständig berühren können. Der Sattel sitzt in diesem Fall zu tief; Kniebeschwerden ohne Korrektur sind vorprogrammiert. Ein anderes Fehlverhalten, das dauerhaft Beschwerden mit sich bringt: Viele Radfahrer nutzen die Gangschaltung kaum und fahren mit hohem Gang - aber dafür mit niedriger Trittfrequenz. Tofaute rät: Immer in einem niedrigen Gang anfahren und auch bei kleinen Steigungen bereits herunterschalten. Das schont die Kniegelenke und kostet weitaus weniger Kraft. Zudem sollten Radfahrer auf die richtige Kleidung und das richtige Schuhwerk achten. Breite Sportschuhe mit Profil und Hosen, die keine eng anliegenden Nähte hätten, seien hilfreich.

Besonders ungeübte Radfahrer sollten ihr Fahrrad vom biometrisch geschulten Fachhändler einstellen lassen und so Beschwerden vorzubeugen. Die richtige Einstellung hängt nicht nur mit dem Sattel zusammen. Der Sportwissenschaftler Tofaute spricht vom magischen Dreieck aus Sattel, Lenker und Pedalen. Wer beispielsweise den Sattel höher stelle, verändere auch die Entfernung zum Lenker.

Beim Fahrradkauf sollten Hobby-Radler darauf achten, dass das Rad einen winkelverstellbaren Vorbau und ergonomische Griffe hat. Solche Griffe beugen einer weiteren sehr lästigen Beschwerde vor: taube Finger beim Radfahren.

Beim Sattel ist nicht immer der breiteste auch der gemütlichste. Vielmehr kommt es bei jedem Fahrer auf den Abstand der Sitzknochen an. Ein guter Fachhändler misst laut Tofaute daher neben der Körpergröße und der Beinlänge auch diesen Abstand und wählt dann den passenden Sattel aus. Zudem lässt er den Kunden auch eine längere Probefahrt machen.

Links
Initiative Gesundes Radfahren: www.gesundes-radfahren.de

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