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Auf Zeitreise auf dem Hanse-Wendland-Radweg unterwegs

Der neue Fernradweg führt auf einer Länge von 163 Kilometer durch die Altmark, das Wendland und die Lüneburger Heide. Auf meist abgeschiedenen Wegen radelt man etwa auf den Spuren der Hanse.

Auf Zeitreise unterwegs durch Heide, Wendland und Altmark

Feldmark bei Molbath (Foto: Anke Steffen)

Hansespuren im Umland

Auf dem Hanse-Wendland-Radweg durchquert man im einzigartigen Naturraum entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze dichte Wälder und grüne Auen. Die heute so idyllische, verkehrsarme Gegend spielte zur Hansezeit eine wichtige Rolle.

Ohne die Zuarbeit der Landbevölkerung in Heide, Wendland und Altmark hätte manche Hansekogge nicht in See stechen können. Die Region hatte sich aufgrund der großen Nachfrage auf die Textilwirtschaft (Flachsanbau, Leinweberei und Tuchhandel) spezialisiert. Uelzen und Salzwedel als Mitglieder der Hanse und das wendländische Lüchow profitierten durch ihre verkehrsgünstige Lage vom Warenumschlag.


Alte Kirche in Wieren (Foto: Torsten Nowotny)

Feldsteinkirchen – Gotteshäuser aus der Eiszeit

Vor allem die Kirchen und Kapellen entlang des Radwegs erinnern an die Hansezeit. Man findet sie in fast jedem Ort. Für deren Bau nutzte man die aus der Eiszeit reichlich vorhandenen Feldsteine. Heute zählen die Feldsteinkirchen zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Deutschlands und sind zudem, aufgrund ihres Baustoffes, eine regionale Besonderheit.

Zeitreise in Bad Bodenteich

Die teils restaurierte, teils wieder errichtete Wasserburg in Bad Bodenteich bietet mit Burgmuseum, Robin-Hood-Castell, Lehrpfad zur Medizingeschichte und „400 Wasser-Barfußpfad“ vielfältige Möglichkeiten, um in die Vergangenheit einzutauchen. Jeweils am letzten Wochenende im April vermittelt ein mehrtägiger Markt mit Händlern, Gauklern und Ritterspielen Einblick ins mittelalterliche Wirtschaftsleben.


Burg Bodenteich (Foto: Torsten Nowotny)

Wegezoll an der „Landwehr“

Auf dem Fernradweg bewegt man sich problemlos über die ehemalige Landesgrenze. Das war einst undenkbar: an strategisch günstigen Stellen wurden im 14./15. Jahrhundert Landwehre angelegt. Die oft mit Dornen bewachsenen Erdwälle mit vorgelagertem Graben besaßen nur wenige Durchlässe, sodass man den Verkehr kontrollieren und Zoll einnehmen konnte.

Infos & Service

Mit Hilfe einer kostenlos verfügbaren Radkarte oder des GPS-Tracks lässt sich der „Hanse-Wendland-Radweg“ problemlos fahren. Beides ist kostenlos über www.radregion-uelzen.de bzw. www.region-wendland.de zu beziehen.

Ab 2021 ist die Beschilderung des Weges, zunächst in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg, geplant. Perspektivisch soll die Strecke innerhalb der nächsten Jahre zur ADFC zertifizierten Qualitätsroute weiterentwickelt werden.

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