Port d'Alcúdia: Tour 1

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Port d'Alcúdia für Radfahrer: Tour 1 - Nachmittags-Tour ins Naturschutzgebiet von S'Albufera

(ca. 20 Kilometer)

Dichte Schilfwälder, Sümpfe und 200 verschiedene Vogelarten. Wer durch den Nationalpark S’Albufera radelt, erlebt einzigartige Natur

Die Gegend im Alcúdia gehört zu den am längsten besiedelten Mallorcas. Schon Plinius, der römische Geschichtsschreiber, berichtete, dass aus dieser Gegend Nachtreiher und Perlhühner nach Rom geliefert wurden. S’Albufera ist mit rund 2400 ha das größte Feuchtgebiet der Balearen. Ornithologen haben festgestellt, dass die Sümpfe die Heimat von knapp 200 verschiedenen Vogelarten sind. Die Tour führt durch dichte Schilfwälder und durch einen Auwald, der sich entlang des Siruana Kanals zieht. 

Ausgangspunkt ist der Passeig Maritim am Hafen von Port d’Alcúdia, wo es zunächst am Hafen entlang Richtung Ca’n Picafort geht. Hinter dem Lago de Esperanza, der auf der linken Seite liegt, führt rechts eine Straße Richtung Sa Pobla. Dieser folgt man nun etwa 5 Kilometer. Schnell hat man den lebendigen Ort hinter sich gelassen und fährt nun durch hohe Schilfwälder. Hinter der ersten Brücke biegt man links ab auf einen schmaleren, nicht asphaltierten Weg, der mitten hinein in die Sümpfe des S’Albufera Nationalparks führt. Eine Schranke versperrt den Weg, aber an einer Seite führt ein kleiner Pfad daran vorbei. Nach etwa 150-200 Metern teilt sich die Strecke. Hier geht’s zunächst nach links. 

Zahlreiche Vogelarten

Etwa 4 Kilometer folgt man jetzt dem Weg. Binsen- und Seggenarten, die über die Köpfe ragen, herrschen hier vor. Entstanden ist dieses Gebiet in einer ehemaligen Lagune. Der Name Albufera weist noch heute auf den arabischen Ursprung – Albuhayra = See, Lagune – hin. Vor etwa 300 Jahren begannen die Bauern hier Land zu gewinnen und die Lagune trocken zu legen, nicht zuletzt, weil das Brackwasser eine ideale Brutstätte der Malariamücken gewesen war.

Der großangelegte Plan schlug fehl, da salziges Meerwasser von der See her in das Gelände spülte. Nun hat die Natur hier ein einzigartiges Refugium gefunden. Sumpfschildkröten und die bei uns kaum noch bekannte Ringelnatter; Frösche, seltene Insekten und zahllose Vogelarten wie der Drosselrohrsänger, der Sandregenpfeifer, Teichhühner, selbst Flamingos und Seeadler sind hier zu sehen. Man muss allerdings ein wenig Zeit und Geduld mitbringen und das Fahrrad auch einmal stehen lassen. 

Anschauliche Informationen

Nach den 4 Kilometern biegt man erneut nach links und erreicht nach etwa 2 Kilometern auf der linken Seite das Informationszentrum des Parkes, wo sehr anschaulich in der ICONA (staatliche Naturschutzbehörde)-Station das Leben im Naturpark dargestellt ist. Der Getränkeautomat dort ist eine beliebte Anlaufstelle und vielleicht deshalb nicht immer aufgefüllt. Rückwege gibt es nun mehrere; zahlreiche Wege führen durch das Gebiet. Direkt zur Straße, die Port d’Alcúdia mit Ca’n Picafort verbindet, ist es – am Canal de Siruana entlang – noch einmal etwa 1 Kilometer. Am Ende dieses Weges biegt man nach links und erreicht nach etwa 3 bis 4 Kilometern den Ausgangsort.

Praktische Infos zur Strecke

Ausgangsort: Port d’Alcúdia

Streckenverlauf: Port d’Alcúdia – Richtung Ca’n Picafort – an der Kreuzung Richtung Sa Pobla rechts – dann etwa 5 Kilometer ins Landesinnere – hinter der Brücke links – nach 1 Kilometer weitere Brücke und Schranke, die passiert werden darf – 2 Kilometer geradeaus – weitere Schranke, an der ein kleiner Pfad vorbeiführt – nach etwa 200 Metern links – dann wieder links halten 2 Kilometer bis zum Informationszentrum des Parkes – von dort auf die Küstenstraße Ca’n Picafort – Port d’Alcúdia

Streckenlänge: Ca. 20 Kilometer       

Zeitaufwand: Ca. 3 - 4 Stunden

Streckenprofil: Fast eben

Anspruch: Familien mit Kindern können diese Strecke fahren

Pausen: Informationszentrum des Naturparkes, Getränke

Sehenswürdigkeiten: Natur im Nationalpark. Besonderheiten: Beste Radelzeit: Februar bis Mai und Oktober, November

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