Lanzarote: Tour 1

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Lanzarote für Radfahrer: Tour 1- Abstecher vom Badeort Costa Teguise in die Hauptstadt Arrecife

Tahiche – Arrecife – Castillo de San José – Costa Teguise (ca. 20 km)

Einen Besuch ist die Hauptstadt Arrecife durchaus wert. Unterwegs lohnt bei dieser Tour ein Abstecher zum Wohnhaus von César Manrique. Abschließend lockt ein Bad an den Sandstränden von Costa Teguise

Costa Teguise, die immerhin zweitgrößte Ferienburg der Insel, bietet derzeit rund 10.000 Gästebetten. Doch das Gelände ist derart weitläufig, dass sich die Erholungssuchenden nicht unmittelbar auf den Zehen stehen. Viele ziehen sich bereits tagsüber gerne in die Sport- und Grünanlagen vom Strandleben zurück.

Den Surfern ist sowieso immer nach Sport zumute. Unermüdlich toben sie sich am vom Wind verwöhnten Playa de las Cucharas aus, jenseits der Mole, an der die Wellen gebrochen werden. 

Lavablasen als Wohnräume

Aus dem Straßengewirr von Costa Teguise herauszufinden, ist gar nicht so einfach. Am besten wendet man sich von der Bucht ab und fährt auf der Avenida del Jabillo landeinwärts. Etwas versetzt führt die Avenida del Golf in Richtung Tahiche. Erst kommt man am Wasservergnügungspark Acua Lanza vorbei, dann steuert man direkt auf den nahen Golfplatz zu. Unglaublich, wie befremdend das satte Grün in dieser öden Landschaft wirkt. Aber immerhin können dort auch Nichtmitglieder gegen eine Gebühr die Anlage benutzen.

An der nächsten großen Straßenkreuzung fährt man geradeaus weiter. Nächstes Ziel ist nicht das Zentrum von Tahiche, sondern das Haus von César Manrique, das direkt an der Straße nach San Bartholomé liegt. Mit diesem Haus hat sich Manrique 1968 einen Traum erfüllt. Auf einem jungen Lavastrom fand er unter den mitleidigen Blicken seiner Freunde und Bekannten für sich die ideale Mischung von Architektur und Natur. Natürliche Hohlräume und Lavablasen wurden stilvoll für behagliche Wohnkultur genutzt. Ein Rundgang durch seine eigentümliche Villa lohnt sich auf jeden Fall.

Stadtbummel in Arrecife

Von der Villa fährt man wieder ein kleines Stück bis zur Kreuzung zurück. Auf der leider mit reichlich Autoverkehr versehenen Calle Léon y Castillo rollt man immer geradeaus, sich zuletzt an einer Kreuzung links haltend, abwärts in das Zentrum von Arrecife. In der Stadt wohnen immerhin knapp 40000 Menschen, doch besonders attraktiv ist sie nicht. Dennoch lassen sich einige reizvolle Plätze erkunden, und die Fußgängerzone bietet reichlich Spielraum für einen Einkaufsbummel. In der Altstadt sind einige idyllische Gassen und alte Häuser sehenswert. Die Iglesia de San Ginés ist von außen schöner als von innen. Beeindruckend ist auch der indische Lorbeerbaum auf der angrenzenden Plaza de las Palmas, einem Ort der Ruhe inmitten hektischen Großstadtlärms.

Die Calle Léon y Castillo mündet direkt auf die Halbinsel Islote de los Ingleses, auf der sich auch das Castillo de San Gabriel befindet. Es ist mit der Uferstraße durch zwei Dämme verbunden. Die den Fußgängern vorbehaltene Kugelbrücke ist das Wahrzeichen von Arrecife. Nach einer Besichtigung der kleinen Burg, die früher als Schutz vor Piraten diente, lohnt ein Abstecher in die nahe Parkanlage Parque de la Marina. Hier befindet sich das Touristenbüro, und hohe, alte Bäume spenden zudem wohltuenden Schatten. Biegt man die Generalisimo Franco ein Stück um die Ecke, hat man die Qual der Wahl zwischen mehreren einladenden Cafés. Ein idealer Ort zum Beobachten. Auf dem Rückweg sollte man noch ein Stück weit auf die Promenade von Charco San Ginés steuern. Die Lagune ist der malerischste Ort in Arrecife. Bunte Fischerboote und die strahlend weißen Wohnhäuser im Hintergrund geben ein idyllisches Bild ab. In den Abendstunden wird die Promenade vor allem von Jugendlichen gerne heimgesucht.

Erholung am Sandstrand

Auf einem Damm verläßt man den Stadtkern in nördlicher Richtung. Man fährt auf der Juan de Quesada an der alten Hafenanlage vorbei, die Anlaufstation gleichermaßen für Fischer, Handelsschiffe und sogar Weltumsegler ist.

Anschließend entdeckt man auf der rechten Seite ein Bauwerk, das zwischen den tristen Industrieanlagen beinahe aus dem Rahmen fällt. Das Castillo de San José wacht fast 70 Meter über dem Meer und diente ebenfalls zum Schutz gegen Piratenübergriffe. Kurz vor der Meerwasserentsalzungsanlage ist die Zufahrt über eine Zugbrücke beschildert. Im Inneren der von Manrique restaurierten Burg befindet sich eine interessante Ausstellung über zeitgenössische Kunst. Das Restaurant, das über eine abwärts führende Wendeltreppe erreichbar ist, bietet zwar einen schönen Ausblick auf die Hafenanlage, ist jedoch für verschwitzte Radfahrer eine Spur zu edel. Vom Hafen verkehren mehrmals in der Woche Fährschiffe nach Puerto del Rosario (Fuerteventura) und Las Palmas (Gran Canaria). Das als Tip für Radfahrer, die auch auf den Nachbarinseln noch vorhaben, in die Pedale zu treten

Hinter dem Hafen führt die Avenida del Mar zurück in das Feriendomizil Costa Teguise, wo Sandstrände zum Baden und Erholen einladen.

Praktische Infos zur Strecke

Ausgangsort: Playa de la Chucharas, Costa Teguise.

Anfahrt: Von der Hauptstadt Arrecife verkehren zahlreiche Busse.

Streckenverlauf: Playa de la Chucharas - Avenida del Jabillo - Avenida de las Palmeras - Avenida de Golf - Agua Park - Club de Golf - Fundación César Manrique (Tahiche) - Calle León y Castillo - Parque de la Marina - Avenida Coll - Juan de Quesada - Castillo de San José - Las Caletas - Avenida del Mar - Playa de la Cucharas

Streckenlänge: ca. 20 Kilometer

Zeitaufwand: Mit Besichtigungen 3-4 Stunden

Streckenprofil: Nur nach Tahiche leichter Anstieg, sonst ziemlich eben. Zumeist durch Stadtgebiet oder Siedlungen.

Anspruch: Die Strecke ist einfach und kurz. Kinder müssen jedoch schon gewohnt sein, mit Autoverkehr sicher umgehen zu können. Ein normales Stadtrad reicht aus.

Strand: Schöne Badestrände in Costa Teguise an der Playa de las Cucharas und Playa de los Charcos. Weite Sandstrände auch zwischen Arrecife Stadt und Flughafen

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