Guylaine

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Ein Reise- und ein Trekkingrad von Guylaine

Ein Reise- und ein Trekkingrad von Guylaine im Test:
Räder, die die Welt bedeuten

Reiserad oder Trekkingrad? Eines fühlt sich auf befestigten Straßen und langen Strecken zu Hause. Das andere verleitet den Besitzer vielleicht zu Extremtouren. Im Radtouren.de-Test: Reiserad Voyager und Trekkingrad Outback von Guylaine.

Jedes Jahr wird die Schar derjenigen größer, die per Rad ihre Reisen unternehmen, Doch ob man nun mit einem Trekking-, Reise- oder Tourenrad unterwegs ist, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks sondern auch der Definition. Wir halten es so: Das Reiserad entwickelte sich mit seiner Geometrie und Ausstattung ausgehend vom Rennrad. Es hat einen längeren Radstand als das Rennrad und ist trotzdem wendig und dank dünnerer Bereifung auch für schnelleres Fahren ausgelegt. Touren sollten hauptsächlich über Asphaltstraßen oder befestigte Wege führen. Es ist in der Regel mit Rennlenker, Gepäckträgern, Schutzblechen und Lichtanlage ausgestattet. Ein solches Rad ist mit der MTB-Welle Anfang der 90er Jahre etwas aus der Mode gekommen. Damals begann die Zeit der Trekkingräder: 28’’, wuchtigere, den Mountainbikes abgeschaute Optik (Oversized Rahmenrohre), die Geometrie mit abfallendem Oberrohr vom MTB beeinflusst. Mit breiteren Reifen, Schutzblechen, Gepäckträgern, Lichtanlage und ursprünglich geradem Lenker ausgestattet, bietet es sich auch an für Touren auf unbefestigten Wegen.

Radtouren.de hat zwei von ihnen getestet: das Reiserad Voyager und das Trekkingrad Outback. Beide Räder sind sogenannte Basismodelle, die je nach Kundenwunsch auch mit anderen Komponenten aufgebaut werden können. Einschränkungen werden einzig durch mangelnde Kompatibilität der Komponenten verschiedener Hersteller aufgelegt. Die Rahmen sind in 2 cm-Abständen erhältlich, weitere Anpassungen an die Körpergröße werden durch verschiedene Vorbauten und Kurbellängen vorgenommen.

Einfach klassisch gut – das Reiserad Voyagervom Feinsten ausgestattet: Reiserad Voyager von Guylaine

Das Voyager führt zur Zeit die subjektive Testräder-Hitliste der Redaktion an. Der erste Eindruck: klassisches Design, eine tolle Optik – es ist alles dran, was ein Reiseradler begehren könnte. Die erste Testfahrt zeigt: ja, es ist ein schnelles, wendiges Rad. Und vom Feinsten ausgestattet. Der gemuffte, handgelötete Rahmen ist aus Guylaine Oversized-, für hohe Steifigkeit querovalisierten Columbus Nivachrom-Rohren. Zusätzlich für Steifigkeit sorgt die besondere Konstruktion der Sattelstreben: Sie führen am Sattelrohr vorbei zum Oberrohr, mit dem sie über Innenmuffen verbunden sind.

Shimano XT wohin das Auge blickt. Einzig der Umwerfer ist aus der Deore LX-Serie – zwischen Sitzrohr und Kettenstreben entstehen durch das relativ tief liegende Tretlagergehäuse Winkel, für die Umwerfer anderer Serien nicht ausgelegt sind. Das Basismodell des Voyager ist ausgestattet mit Magura Hydraulikbremsen mit Rennhebeln, die Schaltung wird mit Lenkerendschalthebeln bedient. Bei allen Vorzügen, die eine Hydraulikbremse unwidersprochen bietet – wer das komfortable Schalten mit Brems-/Schaltgriffen gewohnt ist, wird sich nur schwer mit Lenkerendschalthebeln anfreunden. Sie arbeiten sehr präzise, doch jedes Mal, wenn die Knie wieder mit ihnen Kontakt aufnehmen, überlegt man sich, dass selbst die guten alten Unterrohr-Schalthebel durchaus auch ihren Zweck erfüllten. Schließlich erfordern Lenkerendschalthebel auch ein Verlassen der Griffposition am Lenker. Doch dieser Punkt ist sicherlich eine Frage der Gewöhnung und des Geschmacks – außerdem bietet Guylaine ja noch andere Ausstattungsmöglichkeiten, z. B. Shimano Brems-/Schaltgriffe,  an.

Der Rollendynamo lässt sich vom Unterrohr her fernbedienen und speist nicht nur die Lampen, sondern auch einen Akku. Das Akku-Pack ist in der Sattelstütze versteckt und die Schaltanlage sitzt in einem kleinen Kasten unter dem Sattel. Unscheinbar bei großer Wirkung: mit einem Kippschalter werden die Lampen ein- und ausgeschaltet. Den Strom liefern entweder die Akkus oder der Dynamo, der zusätzlich die Akkus nachlädt. Richtig aufladen kann man die Akkus dann am Ende der Fahrt über die Steckdose.

Stichwort Steckdose – das Voyager ist vornehmlich für solche Radler konzipiert, die ihre Radreisen durch hotelbestückte Gegenden führen und eher selten mit Zelt und Schlafsack unterwegs sind. So wird das Basismodell auch ohne Lowrider geliefert, natürlich jedoch mit den dafür nötigen Anlötteilen versehen. Denn wie gesagt – es werden ja auch andere Ausstattungsmöglichkeiten angeboten.

Gut gerüstet fürs Grobe – das Trekkingrad Outbackauch zu extremen Touren geeignet: Trekkingrad Outback von Guylaine

Ein Trekkingrad soll den Reisenden sicher auch durch schwieriges Gelände führen. Es soll Lasten tragen können (Stichwort Zelt und Schlafsack) und auch mal zu extremen Touren verleiten. Die Trekkingräder von Guylaine bieten mit ihrem hoch liegenden Tretlager die fürs Gelände fahren benötigte Bodenfreiheit. Für den Rahmen werden die selben Rohrsätze wie fürs Reiserad verarbeitet. Statt des Mikrofusions-Gabelkopfs wird eine hochstabile Unicrown-Gabel (Columbus) eingesetzt.

Auch am Outback finden sich hochwertige Komponenten: eine komplette Shimano XT -Ausstattung mit Rapidfire-Schaltung am geraden Lenker. Aufgesetzte Hörnchen erlauben verschiedene Griffpositionen, um auf längeren Streckenabschnitten für Komfort zu sorgen. Schließlich gestattet die nicht zu grobstollige Bereifung durchaus auch einmal längere Fahrten auf asphaltierten Straßen. Das Testrad mit der Rahmenhöhe 60 cm ist mit 14 kg erfreulich leicht und fährt sich gut mit ruhigem Geradeauslauf bei guter Wendigkeit.

Die Blackburn-Gepäckträger hinten und vorne gestatten viel Zuladung. Die von Blackburn verwendete Aluminiumlegierung ist bekannt für hohe Festigkeit, Probleme sind hier also nicht zu erwarten.

Guylaine liefert die Stahlrahmen für alle Modelle handgelötet und (mit Ausnahme der Unicrowngabel) gemufft. Seit neuestem sind die Räder auch in einer Damenversion lieferbar, wobei die besondere Rohrform (querovalisiert) auch bei dieser Rahmengeometrie eine hohe Steifigkeit garantiert. Hervorzuheben ist die langlebige zweifache Pulverbeschichtung auf einer Zinkgrundierung, die alle Guylaine-Räder ziert. Alle Räder werden mit einem Satz Inbusschlüsseln, Reifenhebern und Flickzeug ausgeliefert. Jegliche Schrauben und Kleinteile sind aus Nirostahl.

Fazit

Wer ein liebevoll aufgebautes und mit viel Sinn für Details handgefertigtes Rad für seine Reise sucht, kann bei Guylaine fündig werden. Die beiden getesteten Basismodelle werden bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis den Ansprüchen, die man an ein Reise- und Trekkingrad stellen kann, voll und ganz gerecht.

Spezifikationen Reiserad Voyager •

Rahmen: Guylaine OS; Columbus Nivachrom mit CSD Hinterbau, RH 56 cm
Gabel: Guylaine Reiserad mit Mircofusions-Gabelkopf; Col. Nivachrom
Farbe: zinkgrundiert; 2-fach Pulverbeschichtet, nachtblau-metallic
Vorbau/Lenker: 3 TTT Record / 3 TTT Competizione
Sattelstütze: Kalloy Sattel: Brooks Team Professional
Felgen: Mavic 519 silber/ 36 Loch
Naben: XT / 36 Loch mit SSP
Bereifung: Michelin HiLite Tour 35-622
Bremse / Hebel: Magura HS 66 mit Rennhebeln
Kurbelgarnitur: XT 170 mm
Pedale: Kombipedal SPD/Shimano
Schaltwerk/Umwerfer: Shimano XT SGS / Deore LX
Schalthebel: Shimano Lenkerend 9 fach
Zahnkranz: XT 2000 / 9 fach 11-32
Kette: Rohloff
Schutzbleche: SKS Olympic mit Kupferbahn
Gepäckträger :Tubus CARGO
Scheinw./Rückl.: BuM Lumotech und Toplight
Akku: Original Guylaine (im Sitzrohr)
Dynamo: Marwi 8601 mit Fernbedienung
Flaschenhalter: 2 Stück TA VTT
Gewicht:12,5 kg 14 kg

Spezifikationen: Trekkingrad Outback

Rahmen:Guylaine OS; Columbus Nivachrom, m erhöhter Bodenfreiheit; FG tauglich, RH 60 cm,
Gabel: Guylaine Unicrown; Col. Nivachrom,
Farbe: zinkgrundiert; 2-fach Pulverbeschichtet, RAL 6005/moosgrün,
Vorbau/Lenker: 3 TTT Chromix, 3 TTT Typ Extreme,
Sattelstütze: Kalloy
Sattel:Brooks Conquest,
Felgen:Mavic 519 silber/ 36 Loch,
Naben: XT / 36 Loch mit SSP,
Bereifung: Panaracer 38 Special,
Bremsen/Hebel: V-Brake XT 2000,
Kurbelgarnitur: XT 2000 Hllowtech 175 mm,
Pedale:Kombipedal SPD / Shimano,
Schaltwerk/Umwerfer: Shimano XT SGS / XT 2000,
Schalthebel: Rapidfire XT 2000,
Zahnkranz: XT 2000 / 9fach 11-32,
Kette: Shimano CN HG 72,
Schutzblech: SKS Olympic mit Kupferbahn / breit,
Gepäckträger: Blackburn CL 1 / SL 1,
Scheinwerfer/Rückl.:BuM Lumotech und Toplight+
Dynamo: Marwi 8601 mit Fernbedienung,
Flaschenhalter: 2 Stück TA VTT
Gewicht: 14 kg

Informationen: Fahrradmanufaktur Schubert & Schefzyk, Dr. Robert-Murjahn-Str. 14, 64372 Ober-Ramstadt, Tel. 06154/575575, Fax 06154/575574, Internet: www.guylaine.de

Die Testergebnisse im Überblick: Reiserad Voyager

Einsatzbereich: Lang- und Kurztouren, schnelles Vorankommen ohne viel Gepäck (Lowrider kann jedoch problemlos nachgerüstet werden)
Pluspunkte: leicht, schnell und wendig bei sehr steifem Rahmen
Extras wie Akku-Pack in Sattelstütze zusätzlich zum Dynamo
Verbesserungswürdig: für einen guten Übersetzungsbereich sollte unbedingt ein Rennrad-Triple-Kettenblattsatz montiert werden

Fazit: die moderne Neuauflage eines schlichten Klassikers, gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Die Testergebnisse im Überblick: Trekkingrad Outback

Einsatzbereich: Lang- und Kurztourer, Radreisen auf Straßen und rauem Gelände, viel Gepäck
Pluspunkte: Bodenfreiheit, langlebige, robuste Ausstattung

Fazit:Robustes Gefährt für extreme Touren, gutes Preis-/Leistungsverhältnis

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