Gran Canaria: Tour 3

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Tour 3: Die Westküste

Agaete – El Risco – Puerto de la Aldea – San Nicolás de Talentino (37 km)

Nicht weniger eindrucksvoll als die Fahrt durchs Landesinnere ist die Route entlang der Westküste. Senkrecht fallen die Felswände oft über 500 Meter ins Meer hinab

Für die heutige Etappe können wir uns mit dem Aufstehen etwas Zeit lassen, denn sie ist mit 37 Kilometern nicht besonders lang. Aufgrund der zwei größeren Anstiege ist es auch besser, ausgeruht an den Start zu gehen. Von Agaete führt die Küstenstraße gleich in einigen Serpentinen den Berg hinauf. Oben vom Aussichtspunkt Risco Partido genießen wir dann die herrliche Aussicht auf Puerto de las Nieves und werfen einen Blick auf den Finger Gottes (dedo de dios), einer Felsformation, die ihren Namen dem Schriftsteller Domingo Doreste verdankt. Zu bestimmten Zeiten kann man von hier oben auch das Ein- bzw. Auslaufen des Fährschiffs nach Santa Cruz de Tenerife beobachten. Und bei sehr guter Fernsicht läßt sich am Horizont sogar die Nachbarinsel Teneriffa erkennen.

600 m über dem Atlantik

Nach einem weiteren mittleren Aufstieg geht es hinunter nach El Risco, wo sich direkt an der Straße eine Einkehrmöglichkeit befindet, in der auch vorzügliche Sandwiches zubereitet werden. Der Ort liegt mitten in einem Naturpark, in dem etliche Pflanzen vorkommen, die nur hier zu finden sind. Hinter El Risco steigt die Straße wieder ordenlich an; es geht zu dem fast 700 Meter hohen Blanca hinauf. Je höher wir kommen, umso besser wird die Fernsicht. Vom Aussichtspunkt Anden Verde liegt schließlich die gesamte Nordwestküste im Blickfeld. Wenige Kilometer weiter ändert sich der Blickwinkel, vom Mirador del Balcon besteht nun freie Sicht in Richtung Südwesten. Von einem Felsvorsprung sehen wir über 600 Meter tiefer die Wellen des Atlantiks gegen den Fels branden. Die extreme Steilheit der Westküste erklärt man sich durch einen riesigen, über 3000 Meter hohen Vulkan, dessen Gipfel sowie die gesamte westliche Hälfte vor Urzeiten durch eine gewaltige Explosion ins Meer gesprengt worden sein soll. Die halbe Caldera, die dabei stehengeblieben ist, bildet jetzt die Westküste von Gran Canaria.

Ausklang bei Sonnenuntergang

Nachdem wir uns an der Felsküste sattgesehen haben, kommt der angenehmste Teil des Tages, die Abfahrt hinunter nach San Nicolás de Talentino, das unten in der Talsenke liegt. Die ganze Gegend hier lebt fast ausschließlich vom Tomatenanbau. Das Ausmaß ist an den unzähligen riesigen Plastikplanen zu erkennen, die die Pflanzen vor dem Wind schützen. In San Nicolás de Talentino können wir zuerst eine Übernachtung reservieren und anschließend die 5 Kilometer hinunter nach Playa de la Aldea radeln, wo es einen kleinen Sandstrand und zwei empfehlenswerte Fischrestaurants gibt. Das Bild der Fischerhäuschen am Strand vermittelt am ehesten eine Vorstellung davon, wie es auf Gran Canaria einmal ausgesehen haben mag, bevor der große Tourismus begonnen hat. Bei Sonnenuntergang läßt man in dieser herrlichen Umgebung den Tag gemütlich ausklingen.

Praktische Infos zur Strecke

Ausgangsort: Agaete

Streckenverlauf: Agaete – El Risco 14 Kilometer – Puerto de la Aldea 18 Kilometer – San Nicolás de Talentino 5 Kilometer

Streckenlänge: 37 km

Zeitaufwand: 4 Stunden

Streckenprofil: Ein mittlerer und ein kräftiger Anstieg sowie zwei entsprechende Abfahrten auf der Küstenstraße.

Anspruch: Für die Anstiege sind eine gute Kondition sowie ein Rad mit bergtauglicher Übersetzung erforderlich.

Tour 1: Playa del Inglés – Fataga

Berganstieg in das verträumte Fataga. Gleich am ersten Tag geht es steil bergan, doch ein reizvoller Rundblick entlohnt für die Mühen

Tour 2: Fataga – Puerto de las Nieves

Steile Anstiege wechseln mit rauschenden Abfahrten. Der zweite Tag bietet 79 grandiose Kilometer

Tour 4: San Nicolás de Talentino – Playa del Inglés

Der letzte Tag führt tief in die Bergwelt Gran Canarias hinein. Auf einer langen Abfahrt gelangt man wieder an die Küste

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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