Tipps zur Fahrradpflege

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Beauty Contest auf zwei Rädern

Kleiner Wegweiser durch die Vielfalt der Fahrrad-Pflege-Produkte

Pflegeöle, Clean-up, Nano-Diamant-Sprays: Will man seinem geliebten Zweirad etwas Gutes tun, können sich in der Garage schnell mehr Pflegemittel ansammeln als im Badezimmerschrank. Ähnlich wie im Beauty-Segment gibt es eine gigantische Auswahl an neuen Produkten und bewährten Marken. Zweiradexperte Bodo Franz von Rema Tip Top erklärt, welches Produkt am besten zum eigenen Bedarf passt.

Ob Mountainbike, Renn-, Klapp- oder Elektrorad – wer sein Fahrrad liebt und auf eine langfristige Beziehung Wert legt, achtet auf eine regelmäßige Pflege und Wartung. Über die Basisprodukte hinaus gibt es eine Fülle von Pflegemitteln, die je nach Bedarf zur Hand genommen werden können. Vor allem hochwertige Öle und Sprays sind effektiv und sorgen für einen langen Schutz der Rad-Komponenten. Für alle Wartungsfelder rund ums Zweirad – von der Pflege über das Reinigen und Schmieren bis hin zum Reparieren – gibt es bewährte Methoden und Tipps.


Pflegen – lang anhaltender Glanz statt rostiger Teint

Ob Neukauf oder Nostalgieschätzchen, ein geschätztes Fahrrad wird regelmäßig gepflegt. Um dem Fahrradrahmen und allen beweglichen Teilen bspw. einen langfristigen Glanz zu verleihen, ist der Kauf eines Schutzwachses oder eines Pflegemittels auf Nano-Technologie-Basis zur Oberflächenversiegelung empfehlenswert. Das trägt dazu bei, Korrosionsschäden vorzubeugen, so dass man sich später nicht über Rostspuren an Schrauben, Lackschäden oder Korrosion an Aluminiumteilen ärgern muss. Auch die kritischen Stellen wie Vorbau, Sattelklemme und Steuerlager, wo Staub und Dreck häufig haften, sollten Pflegemittel zur Versieglung verwendet werden. Auf Felgen und Bremsen haben diese allerdings nichts zu suchen! Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch Siliconspray an, wodurch einem Anhaften starker Verschmutzungen vorgebeugt werden kann. Special Bike Fluids ermöglichen zudem verharzte Öl- und Fettrückstände einfach und effektiv zu entfernen.

Auch für die Fahrradkette ist eine regelmäßige Pflege angeraten. Vor allem bei der Fahrradkette hängen die optimale Kraftübertragung und eine lange Lebensdauer sehr stark von deren korrekter Behandlung ab. Für die Pflege eignet sich Kettenspray, das auf die Kette gesprüht wird, um eine Korrosion zu verhindern.

Reinigen – porentiefe Frische vom Sattel bis zum Mantel

Grundlage einer jeden guten Beauty-Pflege für das Rad ist die richtige Reinigung, bevor Versiegelungen und Wachsmittel zum Einsatz kommen. Zur Grundreinigung des Rades eignet sich am besten ein Zweiradreiniger zum Sprühen, der nach kurzem Einwirken mit Wasser abgespült wird. Hierbei sollte man grundsätzlich  

  • sein Fahrrad direkt nach einer Tour waschen, wenn die Verschmutzungen noch frisch sind;
  • niemals Hochdruckgeräte verwenden! Dabei kann Wasser durch die Dichtungen in die Lager eindringen, was die Lagerlaufflächen zerstört und zu Korrosion führt;
  • nie den Reiniger bei praller Sonne anwenden und ein Antrocknen vermeiden;
  • das Rad vor der anschließenden Weiterbehandlung komplett abtrocknen, damit Schmiermittel oder Politur gut haften.


Schmieren – Spray oder Öl?

Regelmäßiges Reinigen und Schmieren ist besonders bei Schaltwerk, Umwerfer, Kette und Kettenblättern notwendig, um einem Verschleiß vorzubeugen. Doch was ist besser – Spray oder Öl? Generell funktioniert beides gut. Zum Schmieren der Kette eignet sich ein Kettenspray, wobei es bei der Auswahl wichtig ist, auf eine hohe Kriech- und Haftwirkung zu achten. Ein Vorteil des Sprays gegenüber Kettenölen liegt darin, dass sich damit auch Umwerfer und Komponenten der Schaltung gut schmieren lassen. Pflegeöle hingegen sind besser dosierbar, da sie meist in Tropfflaschen angeboten werden.

Reparieren – Flickzeug für beanspruchte Reifen

Egal ob im Großstadtdschungel oder im Wald, Reifenrisiken wie Scherben, Nägel oder spitze Steine lauern überall. Um keine Tour vorzeitig abbrechen zu müssen, empfiehlt es sich, ein Reparaturset und eine Luftpumpe einzupacken. Bei richtiger Anwendung des Reparaturmaterials kann die Schadstelle am Schlauch völlig abgedichtet werden. Wichtig ist hierbei die Auswahl des passenden Sets für den eigenen Radtyp (Mountainbike, Cityrad, Rennrad, …) bevor man die Radtour startet. Gute Reparaturkits zeichnen sich durch eine besonders hochwertige Vulkanisierflüssigkeit aus, mit der ein Flicken auf die beschädigte Stelle im Schlauch festgehaftet wird.

Als schnellere Variante für den Notfall gibt es zudem diverse Fahrradpannensprays, die kleine Undichtigkeiten auf der Lauffläche beheben und in der Regel für Schlauch- und Schlauchlosbereifung geeignet sind. Ideal ist das Pannenspray natürlich auch für Fahrer, die sich nicht die Finger schmutzig machen wollen. Allen anderen sei ein Clean-up für die Hände empfohlen: Dieser Reiniger beseitigt selbst starke Verschmutzungen durch Dreck und Öl auf der Haut restlos und passt als kleine Tube sowohl in die Fahrradtasche als auch in den Badezimmerschrank.

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Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text: Bodo Franz, Fotos: Rema Tip Top GmbH (c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

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