Elberadweg

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Elberadweg – Geschichte und Natur entlang der Elbe

Der Elberadweg führt durch abwechslungsreiche Landschaften und interessante Städte

Mit 15 Abschnitten auf einer Gesamtstrecke von 860 Kilometern lockt der Elberadweg als ideales Reiseziel für Urlauber, die den bekannten Fluss aus dem Fahrradsattel erleben wollen. Bekannte Städte wie Dresden, Magdeburg und Hamburg wechseln sich mit malerischen Landschaften ab, in denen man viele Jahrhunderte deutscher Geschichte hautnah erleben kann.

Mit dem Rad entlang der Elbe – für viele Urlauber bedeutet das, dass sie zu einem ganz besonderen Erlebnis verführt werden. Nicht umsonst zählt der Elberadweg, der sich vom äußersten Südosten der Republik bis in den hohen Norden erstreckt, zu den abwechslungsreichsten und zugleich reizvollsten Routen, die Radwanderer in Europa finden können. Zwischen der tschechischen Grenze und der Nordsee liegen eine ganze Reihe von vielfältigen Landschaften, die neben ihrer natürlichen Schönheit auch von der abwechslungsreichen Geschichte und einem reichen Kulturerbe geprägt wurden.

Nicht weniger als sieben Bundesländer durchquert man, wenn man den gesamten Elberadweg hinter sich bringt. Dabei muss man selbst als nicht sonderlich erfahrener Radtourist keine Bedenken davor haben, dass man sich hier körperlich überfordern könnte: Zu einem großen Teil ist der Elberadweg asphaltiert, zudem ist er überwiegend eben und natürlich autofrei. Damit ist er selbst für Freizeitradler oder für Familien mit Kindern gut geeignet. Radfreundliche Unterkünfte finden sich entlang der gesamten Strecke in großer Zahl, so dass man Touren gemäß der eigenen Leistungsfähigkeit planen kann. Um eine gute Chance auf Rückenwind zu haben, sollte man übrigens flussaufwärts fahren.

Ozeanriesen begleiten die Radler

An der Mündung der Elbe in die Nordsee beginnt der Elberadweg zwischen den Städten Cuxhaven in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. Von der See weht hier häufig eine frische Brise, vor Beginn der Radtour bietet sich hier zudem eine Wanderung im Wattenmeer an, das seit einigen Jahren zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Die Mündung der großen Elbe trennt den niedersächsischen vom schleswig-holsteinischen Teil dieser einzigartigen Region.

Wer sich dann auf den Weg macht, fährt entlang der Unterelbe in Richtung Hamburg, während auf dem Fluss zahlreiche Containerschiffe oder Passagierdampfer den gleichen Weg zurücklegen. An Land liegen nicht nur einige traditionsreiche Fischerdörfer, sondern auch das Alte Land, das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet in Europa. Zwischen Frühjahr und Herbst findet man hier an der Straße zahlreiche Stände, die frische Äpfel, Kirschen oder andere Obstsorten anbieten – um einen gesunden Pausensnack muss man sich also keine Gedanken machen.

Natur pur entlang des Flusses

Nach einem Zwischenstopp in der alten Hansestadt Hamburg mit ihren vielen Attraktionen führt der Weg weiter in Richtung Lauenburg. Dort beginnt das UNESCO-Biosphärenreservat, das sich über Sachsen-Anhalt und Brandenburg bis nach Sachsen hinein zieht. Die Natur ist hier an vielen Stellen noch besonders ursprünglich – einer der wenigen positiven Nebeneffekte der jahrzehntelangen deutschen Teilung. Diese war dafür verantwortlich, dass die Elbe als Grenzfluss weitgehend sich selbst überlassen war, so dass die Natur sich hier fast ungestört entwickeln konnte.

In den ausgedehnten Elbtalauen in der Altmark oder der Prignitz kann man Störche bei der Futtersuche beobachten. Die vielen Storchennester sind charakteristisch für die Region, der Ort Rühstädt an der Prignitz ist sogar als das „Europäische Storchendorf” bekannt.

Reiches romanisches Erbe

Ein wenig weiter flussaufwärts erstreckt sich das Biosphärenreservat Mittelelbe entlang des Flusses im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier hat der Elbebiber sein Zuhause, der in den Auenwaldkomplexen am Fluss und seinen Nebenarmen ausreichend Nahrung findet. Urlauber können dabei ganz leicht beide Seiten des Flusses mit dem Rad erkunden. Dazu lässt man sich einfach von einer der vielen Gierseilfähren ans andere Ufer bringen.

Die lange und abwechslungsreiche Geschichte dieser Region kann man unter anderem in den alten Hansestädten Havelberg, Werben und Tangermünde erleben. Vor allem der Havelberger Dom gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Romanik und zeugt vom früheren Reichtum, den die Elbe der Region beschert hat. Die Landeshauptstadt Magdeburg verfügt ebenfalls über prächtige romanische Architektur und begeistert darüber hinaus mit zahlreichen Museen und Parks sowie dem Wasserstraßenkreuz, an dem der Mittellandkanal auf einer Brücke über die Elbe führt.

Welterbestätten und berühmtes Porzellan

Von Magdeburg aus geht es dann weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Südosten. Die Strecke führt unter anderem durch Schönebeck, das älteste Soleheilbad Deutschlands, anschließend folgen kleinere Orte, bis man in Dessau-Roßlau ankommt. Hier können Urlauber gleich drei UNESCO-Welterbestätten engstem Raum entdecken: das Gartenreich Dessau-Wörlitz, die Bauhaus-Architektur sowie die Lutherstätten in der Lutherstadt Wittenberg.

Wer dann die Grenze nach Sachsen überquert, findet sich in der alten Residenzstadt Torgau wieder, in der die sächsischen Kurfürsten Spuren hinterlassen haben, die bis heute sichtbar sind. Ein wenig weiter flussaufwärts liegt dann das Sächsische Elbland, das unter anderem von Weinbergen geprägt ist. Während die Gegend nicht in erster Linie für ihren Wein bekannt ist – schließlich ist es Deutschlands kleinstes Weinanbaugebiet – kann man hier doch den einen oder anderen guten Tropfen bei einem der kleinen Winzer an der sächsischen Weinstraße finden.

Kultur und Natur zum Abschluss

Viel bekannter als der Wein aus dieser Region ist aber sicher das Porzellan aus Meißen. Dort laden neben der Porzellan-Manufaktur aber auch der Burgberg sowie die wunderschöne Altstadt zu einem Besuch ein. Durch Radebeul, die Heimat des Schriftstellers Karl May, geht es dann weiter in Richtung Elbtal und Dresden.

Berühmte Museen, Schlösser und Theater machen Dresden zu einer Stadt, in der man vor allem kulturell viel erleben kann. Doch der Elberadweg ist hier noch nicht zu Ende, ganz im Gegenteil. Der Nationalpark Sächsische Schweiz fasziniert Einheimische und Touristen gleichermaßen mit seiner majestätischen Felsenwelt und den faszinierenden Ausblicken, die man von hier aus auf die umliegende Landschaft hat.

Kurzinfos Elberadweg

Länge des Elberadwegs von Cuxhaven bis zur Grenze Tschechiens: ca. 860 km, der Radweg führt über ca. 300 km weiter bis zur tschechischen Hauptstadt Prag.

Beschaffenheit
Der deutsche Teil des Elberadwegs ist gut ausgebaut und bis auf wenige Abschnitte asphaltiert und weist eine sehr gute radtouristische Infrastruktur auf. Auf der tschechischen Seite findet man auch Feldwege und Uferpfade von unterschiedlicher, oft anspruchsvoller Beschaffenheit.

Anspruch
Der Radweg ist nahezu frei von Anstiegen, wegen des vorwiegend aus westlichen Richtungen wehenden Windes empfiehlt es sich, die Elbe flussaufwärts zu radeln. Zahlreiche Reiseveranstalter bieten den Elberadweg komplett oder in Teilabschnitten an; die sehr gute Infrastruktur macht es jedoch auch einfach, ihn auf eigene Faust zu befahren.

Anschluss an weitere Fernradwege
Der Elberadweg hat mit mehreren bekannten Fernradwegen Berührungspunkte. So trifft er in Cuxhaven auf den Nordseeküstenradweg und den Weserradweg und kreuzt bei Wittenberg den Europäischen Fernradweg R1.

Weitere Inforamtionen
www.elberadweg.de, www.reiseland-niedersachsen.de/elberadweg, www.blaues-band.de/elbe, www.elbe-cycleroute.cz

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Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text: Peter Hand, Fotos: s. Copyright beim Bild(c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

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