E-Bike/Pedelec/Kauftipps

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Kaufberatung: So finden Sie das richtige E-Bike

E-Bikes sind beliebter denn je. Wer mit Zusatzschub in die Pedale treten möchte, dem bietet der Fachhandel eine riesige Modellauswahl. Inzwischen locken auch immer mehr Discounter mit Angeboten. Für mehr Überblick gibt es hier Tipps, was man von einem modernen E-Bike erwarten darf und worauf beim Kauf zu achten ist.

E-Bike oder Pedelec – was ist eigentlich was?
Wenn es um die „richtige“ Bezeichnung für Elektroräder geht, herrscht vielfach Verwirrung. Pedelec oder E-Bike? „Den Richtlinien der Europäischen Union folgend, sind die Klassen und Bezeichnungen für Fahrräder mit Elektromotor klar definiert. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch und vor allem international wird der Begriff E-Bike inzwischen meist unisono für alle Arten von Elektrorädern verwendet“, so Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf die Marktanteile, denn hier liegen die vom Gesetzgeber als Fahrräder eingestuften Pedelecs – von Pedal Electric Cycle – mit einem geschätzten Anteil von 95 Prozent weit vorn. Wider alle Vorurteile: Pedelecs halten fit und machen Spaß.

„Elektroräder der Pedelec-Klasse, bei denen der Motor nur dann arbeitet, wenn man in die Pedale tritt, sind gesund und sorgen für ein unvergleichbares Fahrgefühl“, erklärt Dr. Achim Schmidt, Sportwissenschaftler und Radsportexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Selbst bei Gegenwind und in hügeligen oder bergigen Gegenden kann man immer im persönlich optimalen Belastungsbereich bleiben.“ Zudem können auch Paare mit unterschiedlicher Leistungsstärke wieder gemeinsam radeln und die Natur genießen.

Gutes Material ist kein Luxus
Leistungsstarke Bremsen, die auch Tester immer wieder als eine Grundvoraussetzung anmahnen, gehören ebenso zu einer guten Grundausstattung, wie ein besonders stabiler Rahmen und qualitativ hochwertige Komponenten. Vor allem Vielfahrer und Outdoorradler haben einen viel höheren Verschleiß zu verzeichnen als der Hobbyradler. An das Material werden also andere Anforderungen gestellt.

Auf welche Ausstattungsmerkmale ist zu achten?
Qualität und Komfort spielen beim E-Bike-Kauf eine Rolle. Schlechte Funktionen mindern den Fahrspaß - egal, ob auf dem Weg zur Arbeit der bei einer Tour. Wichtig ist zum Beispiel auch eine gute Federung, die vor allem durch die höhere Geschwindigkeit, die erreicht wird und die immer schlechteren Zustände von Straßen und Radwegen. Auch eine gute Beleuchtung ist wichtig - hier geht es nicht nur darum, gesehen zu werden, sondern selbst alles zu sehen.

Auch auf die Reifen sollte man beim Kauf achten, denn hier gibt es ebenfalls ganz erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede. Gute Qualität beinhaltet zum Beispiel einen Pannenschutz, eine gute Haftung, Dämpfungsverhalten und Rollwiderstand. Letzterer hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Reichweite des E-Bikes.

Welche Reichweiten kann ich erwarten?
Mit modernen leistungsfähigen Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie können unter optimalen Bedingungen Reichweiten jenseits der 100 Kilometer-Marke erzielt werden. Einen realistischen Anhaltspunkt und gutes Vergleichsmaß für die Reichweite bieten die Wattstunden (Wh) des Akkus. Sind die nicht angegeben, lassen sie sich leicht errechnen, indem man die Voltstärke mit den Amperestunden multipliziert.

Front-, Mittel- oder Heckmotor?
Neben Radtyp – fast jede Radgattung ist heute mit E-Motor erhältlich – und Qualität der Ausstattung entscheidet auch der Sitz des Motors über die Fahreigenschaften des E-Bikes. Fahrdynamisch umstritten ist der Vorderradnabenmotor: Sein Zusatzgewicht am Vorderrad erschwert mitunter das Lenken, während auf rutschigem Untergrund mit einem Durchdrehen des Rades zu rechnen ist. Velos mit Mittelmotor behalten am ehesten das charakteristische Fahrverhalten ihrer motorlosen Pendants, da der Schwerpunkt gewohnt mittig bleibt. Mit hoher Laufruhe und Spurtreue punktet der Motor in der Hinterradnabe. Nicht nur die Fahreigenschaften, auch die Wahl der Schaltung ist Motor-abhängig. Während der Vorderradmotor alle gängigen Schaltungen erlaubt, bietet der Hinterradnabenmotor lediglich der Kettenschaltung Platz. Der Mittelmotor erlaubt zwar Naben- oder Kettenschaltung, jedoch muss ein Kettenblatt an der Kurbel genügen.

Beim E-Bike zählen aber nicht nur die technischen Daten, auch das Gefühl muss stimmen. Eine Probefahrt ist deshalb unumgänglich.

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