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Zwei Räder sind nicht gleich zwei Räder

Welches Rad für welchen Typ

Ein Radkauf will gut vorbereitet sein. Viele Fragen gilt es schon vor dem Gang zum Händler zu klären.

Radtouren.de gibt Entscheidungshilfen und stellt verschiedene tourentaugliche Rad-Typen vor. Gerade Reiseradler benötigen ein Rad, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht: Bequem, sportlich, leicht, wartungsarm, preisgünstig: Die angestrebten Vorteile widersprechen sich häufig – daher besitzen „Velophile” in der Regel auch mehrere Räder.

Allgemein sollte Frau von Damenrädern Abstand nehmen, denn die Diamantform des Herrenrahmens bietet eine mit keiner anderen Rahmenform erreichte Stabilität. Der Käufer hat die Wahl zwischen verschiedenen Räder-Typen.

Bei der Wahl des passenden Rad-Typs wird schnell klar, dass man immer Kompromisse machen muss. Im Folgenden wird zunächst das Augenmerk auf Fragen gelenkt, über die man sich vor dem Fahrradkauf Klarheit verschaffen sollte. Widersprüche erfordern Kompromisse. Die Wahl des Rades stellt den Käufer vor verschiedene Widersprüche:

  • Stabilität – geringes Gewicht
    Das Gewicht des Rahmens wird bestimmt durch das Material, aus dem die Rohre gefertigt sind. Letztlich ist das geringere Gewicht bei gleichbleibender Stabilität ein Kostenfaktor.
  • stabiler Geradeauslauf – Wendigkeit
    Hier müssen Entscheidungen bezüglich der gewünschten Rahmengeometrie getroffen werden.
  • Bequemlichkeit – Sportlichkeit
    Auch die gewünschte Sitzhaltung ist eine Frage der Rahmengeometrie und des Lenkers.
  • Leichtlauf – Komfort
    Die Frage betrifft die Ausstattung der Laufräder, d. h. die Wahl von Reifenbreite, -druck und -profil. Und die Art des Rahmens: Eine Federung erhöht zwar den Komfort, gleichzeitig jedoch auch das Gewicht und unter Umständen die Fehleranfälligkeit und die Probleme bei der stabilen Gepäckunterbringung.
  • geringer Luftwiderstand – angenehme Körperhaltung
    Wer den geringstmöglichen Luftwiderstand erreichen will, kann auf ein Liegerad zurückgreifen. Wer jedoch eine aufrechte Sitzposition bequem findet, muss sich mit höherem Luftwiderstand abfinden.
  • Wartungsarmut – Übersetzungsvielfalt
    Wartungsarm sind Nabenschaltungen. Übersetzungsvielfalt und hohe Bergtüchtigkeit (> 300 %) bei individueller Gangabstufung bieten bisher jedoch nur die wartungsintensiveren Kettenschaltungen. Ausnahme ist die 14-Gang-Nabe von Rohloff sowie die 9-Gang-Nabenschaltung i-motion von SRAM.

Wer möchte wo wie viel fahren...?

Vor dem Radkauf sollte man sich noch folgende Gedanken machen:

• Der Trainingszustand beeinflusst z. B. die Körperhaltung: Je häufiger man fährt, desto „gestreckter“, sprich sportlicher möchte man sitzen.

• Wie steht es mit der Beherrschung des Fahrrades? Ein zu wendiges, agiles Rad erzeugt eventuell Unsicherheit.

• Je mehr Jahreskilometer man auf dem Tacho hat, desto besser sollte die Qualität des Rades und der Komponenten sein.

• Wie werden die Wegstrecken beschaffen sein. Sollen vor allem unbefestigte Wege befahren werden, geht es in die Berge? Das Profil der Laufräder muss stimmen sowie die Übersetzung angemessen sein.

• Wie lang soll die Tagestourenlänge ausfallen? Je länger man am Tag unterwegs ist, desto mehr sollte man darauf achten, verschiedene Griffpositionen am Lenker einnehmen zu können. Welcher Sattel für wen bequem ist, lässt sich nicht vorhersagen. Das Angebot an Leder-, Gel- und gefederten Sätteln ist groß. Ein guter Händler wird einem die Möglichkeit geben, Sättel eine gewisse Zeit Probe zu fahren.

• Nicht zuletzt spielt die Wartungsbereitschaft eines jeden eine Rolle. Wer möglichst nicht selbst Hand anlegen möchte, wird mit einer Kettenschaltung beispielsweise nicht glücklich sein.

Stichwort Rahmengeometrie: Verallgemeinert ergibt langer Radstand (Abstand zwischen Achse Vorderrad und Achse Hinterrad), flacher Winkel von Sitz- und Lenkkopfrohr, großer Nachlauf stabiler Geradeauslauf, geringe Wendigkeit, i. d. R. gemütliche Haltung kurzer Radstand, steiler Winkel von Sitz- und Lenkkopfrohr, kleiner Nachlauf agil, wendig, i. d. R. sportliche Haltung.

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Typenkunde

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