Radtouren.de

werbepartner info
Anzeige

Radrunde Allgäu

Ein blaues Zeichen markiert die Strecke der Radrunde Allgäu (Foto: Allgäu Tourismus)

Die Radrunde Allgäu bildet einen Rundweg, der durch das gesamte Allgäu führt. Dabei kann man die Region mit ihren unterschiedlichen Landschaftsformen auf ganz neue Weise entdecken. Auch kulturelle und ökologische Schwerpunkte werden bei dieser Tour gesetzt, denn das Thema der Strecke ist Nachhaltigkeit. Insgesamt haben sich 13 Städte und Gemeinden der Region in Oberschwaben zusammengeschlossen, um dieses Projekt zu realisieren und für Rad-Fans anspruchsvoll und interessant zu gestalten. Dabei präsentiert jeder Teilnehmer einen speziellen nachhaltigen Bezug zum Allgäu. So lässt sich die Region auch neben der Radstrecke erkunden.

Leihstationen für normale Räder und E-Bikes (inklusive ausreichend verteilter Akkuladestationen) stehen im gesamten Gebiet zur Verfügung. Im folgenden Verlauf werden Streckenhighlights der Tour und einige attraktive Zwischenstopps vorgestellt.

Die gesamte Strecke der Radrunde Allgäu beträgt 450 Kilometer. Vor Beginn der Tour sollte man planen, wie man die Tour fahren möchte. Dabei ist vor allem zu beachten, dass die Strecke nicht vollständig rennradtauglich ist. Unerfahrene Radfahrer sollten sich über die Verrhältnisse vor allem im Oberallgäu bewusst sein und sich auf einige zum Teil sehr anstrengende Höhenmeter einstellen.

Zahlreiche Schilder weisen den Weg entlang der Strecke. Aufgrund der Länge der Strecke ist es aber vor allem für ortsunkundige Radler von Vorteil, sich Kartenmaterial zu besorgen, das in den einzelnen Allgäuer Touristeninformationen oder im Internet zu finden ist.

Teil 1: Bad Wörishofen – Ottobeuren – Bad Grönenbach – Bad Wurzach
Unsere Tour startet im Kneippkurort Bad Wörishofen im Unterallgäu. In der Heimatstadt des bayerischen Priesters und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp ist der Kurpark einen Abstecher wert. Hier kann man unter anderem auf ca. 1,5 Kilometern auf einem Barfußpfad die Idylle und die Aromen des Parks genießen.

Vom sanft hügeligen Nordosten des Allgäus geht es weiter Richtung Westen über Dierlewang und Markt Rettenbach nach Ottobeuren. Hier steht die von 1737 bis 1767 erbaute Basilika, die größte barocke Klosteranlage Europas, die
zum hiesigen Benediktinerkloster gehört. Besonders bekannt ist die Basilika für ihre Riepp-Orgeln, die handwerklich, qualitativ und klanglich als eine Höchstleistung der Orgelbaukunst gelten. Jährlich finden dort heute noch Orgelkonzerte statt, die im Zeitraum Februar bis Oktober veranstaltet werden.

Über Bad Grönenbach und Leutkirch geht es weiter nach Bad Wurzach im westlichen Teil des Allgäus. Hier gibt es das Wurzacher Ried, eines der größten, intakten Hochmoorgebiete in Mitteleuropa. Seine Geschichte geht bis in das Eiszeitalter zurück. Auf einer Wanderung durch die Sumpflandschaft kann man bis zu 700 verschiedene Pflanzen- und 1500 Tierarten entdecken. Auf Wunsch können Führungen gebucht werden.

Streckenfakten: 45 Kilometer, ca. 400 m Aufstieg, 370 m Abstieg

Streckenhighlights: Barfußpfad Bad Wörishofen, Wurzacher Ried

Auf der Strecke von Bad Wörishofen nach Bad Wurzach passiert man viele Heilkurorte (Foto: Allgäu Tourismus)

Teil 2: Bad Wurzach – Wangen
Etappe zwei führt von Bad Wurzach nach Wangen. Besonders reizvoll an dieser Strecke ist die von Gletschern geformte Voralpenlandschaft, in der heute noch viele Moore und Seen zu finden sind. Auch hier wird vor allem in den Frühlingsmonaten die einzigartige Natur der Allgäuregion deutlich. Die Strecke offenbart erste Blicke auf die bevorstehenden bergigen Etappen.

Bei einem Stopp in Wolfegg kann man zum Beispiel das Automobilmuseum des Motorjournalisten Busch besichtigen. Alternativ bietet sich eine Besichtigung des Bauernhausmuseums (Freilichtmuseum) an. Über Waldburg geht es weiter nach Wangen. Frei nach dem Stadtmotto „In Wangen bleibt mer hangen“, lädt das mittelalterliche Städtchen zum Verweilen ein. In Wangen bietet es sich an, an einer kulinarischen Stadtführung teilzunehmen. Nachhaltige, regionale Lebensmittel stehen hier im Vordergrund. Zwischen einem dreigängigen Menü in für die Stadt historisch interessanten Gaststätten lässt sich dabei viel über die Geschichte der Stadt erfahren.

Streckenfakten: 67 km, 613 m Aufstieg, 704 m Abstieg

Streckenhighlights: Bauernhausmusum Wolfegg, kulinarische Stadtführung Wangen

Die Altstadt von Wangen lädt zum Verweilen ein

Teil 3: Scheidegg – Immenstadt – Ofterschwang
Die Tour von Wangen bis nach Ofterschwang ist nicht zu unterschätzen. Unerfahrene Fahrradfahrer und Genussradler sollten sich durchaus überlegen, die Strecke mit einem E-Bike zu fahren. Die anspruchsvolle Höhenstrecke macht deutlich, welchen Stellenwert E-Bikes im Allgäu haben können. Es geht zwar oft bergab (bis zu 15 % Gefälle), vorher allerdings einige Höhenmeter bergauf.

Landschaftlich überzeugt die Etappe allerdings auf ganzer Linie. In vollen Zügen kann man hier in Richtung Oberallgäu die Alpidylle genießen, für die das Allgäu bekannt ist. Ein Meer aus Löwenzahnwiesen und Butterblumen entschädigt für die Anstrengungen der Berg- und Talfahrt. Dieser Teil der Radtour verläuft entlang der Allgäuer Käsestraße, sodass sich ein Besuch in einer der vielen Käsereien durchaus lohnt. Von Oberstaufen bis zum Alpseehaus geht die Tour entlang des Naturparks Nagelfluhkette. Der Naturpark, ein Zusammenschluss aus 15 Gemeinden, fördert die nachhaltige, regionale Entwicklung am Immenstädter Horn.

Das Alpseehaus zeigt in seiner Ausstellung die verschiedenen Lebenswelten des Parks. Neben einem Einführungsvideo laden unterschiedliche Stationen ein, diese selbstständig zu entdecken. Der letzte Teil der Strecke verläuft ohne
viele Steigungen, teilweise über Wald- und Schotterwege, die schlecht mit dem Rennrad zu befahren sind.

Streckenfakten: 69 km, 776 m Aufstieg, 814 m Abstieg

Streckenhighlights: Käsereien, Alpseehaus

Die Strecke nach Ofterschwang hat es in sich. Nur kurzzeitig bieten ebene Strecken oder Gefälle Gelegenheit zum Durchatmen

Teil 4:  Schattwald – Tannheimer Tal – Pfronten – Füssen
Auf diesem Teil der Tour kann man durchatmen und noch einmal in vollen Zügen die Landschaft des Allgäus genießen. Die Strecke führt hauptsächlich bergab und man muss nur an einigen vereinzelten Steigungen ordentlich in die Pedale treten. Kurz hinter Schattwald fährt man einen Teil der Strecke durch das österreichische Tannheimer Tal, bevor man sich Richtung Pfronten wieder auf deutschem Boden befindet. Geschichtsinteressierte Radfahrer können entlang der Strecke das ein oder andere Wegkreuz entdecken. Ein Rad- und Wanderführer informiert über die historische Bedeutung dieser Wegkreuze in der Region. In Pfronten angekommen, trifft man mit ein wenig Glück die Heukönigin. Pfrontens Beitrag zur Nachhaltigkeit ist das qualitativ hochwertige Bergwiesenheu. Dieses wird ausschließlich von kontrollierten Bergwiesen auf mindestens 900 m Höhe gemäht. Neben selbstgebrautem Heuschnaps, Wellnessangeboten und Bastelkreisen mit Heu wird dieses auch kulinarisch eingesetzt und lädt zu Übernachtungen ein. Der letzte Teil der Strecke führt nach Füssen am Forggensee, wo der letzte Teil der Tour beginnt.

Streckenfakten: 40 km, 397 m Aufstieg, 697 m Abstieg

Streckenhighlights: Heu- und Luftkurort Pfronten, Wegkreuze

Bergab durch Österreich. Die Strecke durchs Tannheimer Tal nach Füssen ist entspannend und landschaftlich beeindruckend

Teil 5: Füssen – Marktoberdorf – Kaufbeuren – Bad Wörishofen 
Bevor man sich auf die letzten Meter von Füssen zurück nach Bad Wörishofen macht, sollte man in Erwägung ziehen, Füssen und Umgebung zu erkunden. Nicht nur lädt die Landschaft um den Forggensee, einem 1954 gebauten Stausee, der von der Lech gespeist wird, zum Radeln ein, sondern Füssen liegt auch nur wenige Kilometer von Schloss Neuschwanstein entfernt. Das von Ludwig II. erbaute „Märchenschloss“ – von außen angelehnt an die Wartburg in Eisenach – gilt als ideale mittelalterliche Burg, das Interieur Richard Wagner gewidmet. Szenenerische Wandgemälde aus „Lohengrin“ und dem „Ring des Nibelungen“ zeigen, wie sehr Ludwig den Komponisten verehrt hat. Auch die mittelalterlich geprägte Innenstadt ist einen Besuch wert. Für Musikbegeisterte interessant: Füssen war im Mittelalter das Zentrum des Lautenbaus für Europa.

Die Strecke von Füssen bis nach Bad Wörishofen ist sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene geeignet. Die Fahrt aus dem Oberallgäu heraus führt noch einmal durch kleine Ortschaften und neben einem kurzen Stück an Hauptstraßen entlang hauptsächlich über asphaltierte, ebene Feldwege. Ein kleines Stück Wald- und Schotterweg sollte von Rennradfahrern umfahren werden.

Streckenfakten: 62 km, 201 m Aufstieg, 373 m Abstieg

Streckenhighlights: Schloss Neuschwanstein, Altstadt Füssen

Das Märchenschloss von Ludwig II ist einen Besuch wert

In der Radrunde Allgäu verlaufen zwei Querverbindungen: der Iller-Radweg und der Allgäu-Radweg. Diese ermöglichen es, die Strecke abzukürzen oder kleine Tagesausflüge zu unternehmen. Im Zentrum ihrer Schnittstellen liegt die Stadt Kempten.

 

Text: Louise Fiedel

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar schreiben











Impressionen aus dem Allgäu.

Die schönsten Radreise-Berichte.

Beim Kauf eines E-Bikes sollte man einiges beachten. Hier gibt es Tipps und hilfreiche Informationen.

... zu dem E-Bike-Kauftipps

Hier gibt es noch mal alle Informationen zu den Rechten und Pflichten für Radfahrer.

Jetzt ist die beste Zeit, um den sportlichen Einstieg zu wagen. Natürlich heißt das bei uns: Rauf aufs Rad! Was man dafür braucht, erfahren Sie hier.

Alle Termine 2013 rund ums Rad.

Tipps, um die Ausrüstung bei einer Radtour zu verstauen.

© Hayit Medien Köln | 2005 - 2017 Alle Rechte vorbehalten