Unter Tage
Bochum bietet sich als Etappenort an. Denn am nächsten Morgen sollte man einen Besuch im Deutschen Bergbau-Museum einplanen. Das 1930 gegründete Museum ist das größte dem Thema Bergbau gewidmete Museum der Welt. In 20 m Tiefe werden in einem insgesamt 3 km langen Vorführstollen die wichtigsten Maschinen und die Gewinnung von Kohle vorgeführt.
Ein besonderes Vergnügen bietet auf der weiteren Strecke die Halde Rheinelbe, die höchste Halde im Ruhrgebiet. Markenzeichen ist die auf ihr errichtete Himmelstreppe. So eine Halden-Auffahrt über Schotter und Gestein hat es in sich – die Reifen sollten mit einem guten Profil ausgestattet sein.
Am Ende der kurzen Tagesetappe wartet noch einmal eine Sehenswürdigkeit, die Zeche Zollverein XII in Essen. 1932 im Bauhausstil errichtet, gilt sie als die schönste Zeche der Welt und als das Symbol des Ruhrgebiets. Die Förderanlage brachte in nur 80 Sek. einen mit 10 Tonnen gefüllten Förderkorb aus bis zu 640 m Tiefe zu Tage. Auf dem Rundgang „Weg der Kohle“ erfährt der Besucher alles Wissenswerte.
Wer fürs erste vom Kohleabbau genug hat, kann sich im Design Zentrum NRW des ehemaligen Kesselhauses die weltweit größte Dauerausstellung zeitgenössischen Kommunikations- und Industriedesigns anschauen.
Anspruchsvoller Gipfelsturm
Nach der Übernachtung in Essen geht’s am nächsten Tag wieder mit einer Haldenfahrt los: wer die Halde Schurenbach erklimmen möchte, sollte allerdings gut eine Stunde einplanen. Auch hier wartet Kunst auf den Gipfelstürmer: die „Bramme für das Ruhrgebiet“, eine beeindruckende Walzstahlplatte.
Nach der Überquerung des Rhein-Herne-Kanals bietet sich ein kurzer Abstecher in den Gelsenkirchener Nordsternpark an, auch dies ein ehemaliges Zechengelände. Die Route führt jedoch weiter durch die Gartenstadt Welheim zum „Tetraeder“, eine 90 m hohe Halde mit einer 50 m hohen Pyramide aus Stahlrohren. Von oben bietet sich eine tolle Rundumsicht auf das Gebiet der Emscher.
Vorbei am Wasserschloss Vondern führt die Tour nach Oberhausen, zum Höhepunkt und Finale des heutigen Tags: die „Neue Mitte Oberhausens“. Wo früher ein Stahlwerk stand, ragt heute nur noch der 44 Stockwerke hohe Gasometer als Wahrzeichen der Stadt in die Höhe. Er diente nach seiner Erbauung 1928/29 zur Zwischenlagerung von Kokereigas für die Befeuerung der Hochöfen. Ganz klein kommt sich der Besucher dieses heute als Ausstellungsraum genutzten Turms vor, um sich Raum für 350.000 cbm Luft. Das Dach in 117 m Höhe lässt sich erklimmen oder mit dem Lift erobern.
Direkt nebenan liegt übrigens Europas größtes Einkaufszentrum, das CentrO. Das besucht man am besten, wenn man seine Unterkunft gefunden hat und ohne Fahrrad unterwegs ist. Für Kinder ist das benachbarte Freizeitzentrum interessant.
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Vielleicht wäre es hilfreich, bei der Adresse des Deutschen Bergbau-Museums hinzuzufügen, dass es sich in 44791 Bochum befindet.