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Münster und um Münster herum

Familienspaß und gute Laune

Im Münsterland ist Rad fahren selbstverständlich. Seit vielen Jahren zählt das Münsterland zu den führenden Radwandergebieten. Ob allein, zu zweit oder mit der Familie: für jeden Geschmack findet sich hier die optimale Tour.


„Pättkes!“ „Häh? Balla balla?“ „Nein, Pättkes-Tour“. Als Familienvater Klaus Zupin als Student zum ersten Mal mit dem Rad im Münsterland unterwegs war, glaubte er nicht richtig gehört zu haben. Pättkes ist Platt und bedeutet auf Hochdeutsch Pfade. Es sind die alten Wirtschaftswege jenseits der Hauptstraßen, die häufig durch bewaldete Gebiete führen und meistens asphaltiert sind. Pättkes ist ein Schlagwort, das Radfahrern durch das ganze Münsterland begleitet.

Vorzüglich ausgeschildert

Radwege gibt es im Münsterland unendlich viele. Die meisten sind vorzüglich ausgeschildert. Die Münsterländer sind nicht ungeschickt und vermarkten clever ihre schönen Touren. So gibt es viele Themenrouten wie z.B. die „100-Schlösser-Route“ oder die „Friedensroute“. Das hat zur Folge, das im Sommer einige Strecken wie Radautobahnen wirken. Die Strecken sind überfüllt mit Radfahrern, und Ruhe und Besinnlichkeit kommen hier oft etwas zu kurz. Die im Folgenden vorgestellte Tour beginnt in Münster und führt fast einmal um Münster herum, um dann wieder in der Stadtmitte zu enden. Der Vorteil liegt auf der Hand. Diese Streckenführung kann individuell variiert, verkürzt oder ergänzt werden. Man kann auch nur Teilstrecken von unserem Tourenvorschlag abfahren. Der Ausgangspunkt Münster ist immer wieder schnell erreicht. Dies ist insbesondere beim Radurlaub mit Kindern ein unschätzbarer Vorteil. Wird jemand unterwegs krank, ist man schnell wieder mitten in einer Großstadt. Auch einer plötzlichen schlechten Wetterlage sieht man gelassen entgegen. Wenn das Wetter auf Dauer nicht mitspielt, kann die Reise schnell abgebrochen werden. Auch ist die zentrale Lage der Stadt Münster ein großer Pluspunkt. Sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn ist die Westfalenstadt bequem und problemlos zu erreichen. Das alles sind Gründe, die auf einen stressfreien Radurlaub schließen lassen.

 

Kaum Steigungen

Hinzu kommt natürlich, dass das Münsterland wie für Radfahrer geschaffen scheint. Es gibt hier kaum Steigungen und die Landschaft ist in großen Teilen naturbelassen. Die Radwege sind Tausende Kilometer lang und oftmals bestens ausgeschildert. Die Marketing-Strategen haben sich etwas einfallen lassen und den „Radelpark Münsterland“ ausgerufen. Vorteile hier sind eindeutig gekennzeichnete Fahrradwege mit mehr als 3.000 Pfeilwegweisern und 15.000 Zwischenwegweisern. Die Tourismusindustrie hat sich schon seit langem auf Radwanderer eingestellt. In vielen Gaststätten und Hotels heißt es: „Hier sind Radfahrer willkommen“. In Hotels ist man auch für nur eine Nacht gern gesehener Gast, und viele Häuser haben abschließbare Stellplätze. Auf Kinder ist man im Münsterland fast überall eingestellt. Los geht unsere Tour in Münster am Hauptbahnhof. Hier sollte man sich von dem Bahnhofsambiente nicht abschrecken lassen. Erst einmal führt es uns durch die Stadt und dann hinaus in Richtung Süden. Die Gemeinde Ascheberg ist unser erstes Etappenziel. Man hält sich anfangs kurz in Richtung Hiltrup, um dann noch in Münster Richtung Amelsbüren rechts abzubiegen. Über das Dörflein Davensberg fährt man direkt nach Ascheberg ins Zentrum.

Auf Kinder ist man im Münsterland fast überall eingestellt

Sport- und Pferdestadt Warendorf

In Ascheberg gibt es 4 gemütliche Hotels und viele Privatunterkünfte. Wer seinen ersten Tag in Ruhe angehen will, ist bestens beraten in Ascheberg zu übernachten. Der Verkehrsverein Ascheberg (siehe Kasten) hilft gerne bei der Beschaffung einer Unterkunft (ausprobiert und zu empfehlen: Flair-Hotel Goldener Stern von Petra und Hubert Hattrup, Tel. 02593 / 9576-0). Das Ziel der nächsten Teilstrecke ist Warendorf. Der ca. 35.000 Einwohner zählende Ort ist bundesweit in erster Linie als Sportstadt bekannt. Zu einem ist hier die Sportkompanie der Bundeswehr mit vielen bekannten Leistungssportlern stationiert, zum anderen ist Warendorf, neben dem niedersächsischen Verden, sicherlich die führende Pferdestadt. Der Stammbaum vieler Nationalmannschaftspferde führt nach Warendorf zurück. Doch wer Warendorf nur auf den Sport reduziert, tut der Stadt Unrecht. Denn sie gehört zu den schönsten Orten des Münsterlandes. Eine gemütliche, von gut erhaltener Bausubstanz getragene Atmosphäre macht einen Besuch der Stadt wahrlich zu einem Erlebnis. Die Strecke von Ascheberg nach Warendorf ist ca. 62 km lang und führt über Rinkerode, Sendenhorst und Freckenhorst.

 

„Treffen in Telgte“

Von Warendorf geht es weiter nach Telgte (17.000 Einwohner). Entlang des Weges dorthin (R41 und R1) trifft man auf viele alte westfälische Bauernhöfe. Spätestens seit Günter Grass’ „Treffen in Telgte“ ist dieser Ort in der ganzen Republik bekannt. Und auch, wenn Sie die mittelalterlichen Dichter und Verleger, die Grass hier zusammenfinden ließ, nicht treffen werden, sollten Sie doch auf einen Stop in Telgte nicht verzichten. Nach einem Bummel durch die reizvolle Innenstadt lohnt auch ein Abstecher hinunter zur Ems und ein Blick auf das Christoph-Bernsmeier-Haus. In der einstigen Mühle pflegen heute Franziskanerinnen Kranke. Was Telgte über viele Städte des Münsterlandes aber hinaushebt, sind die Feste. Hier sei besonders die Montgolfiade genannt, die alljährlich am ersten Maiwochenende stattfindet. Es handelt sich hierbei um eine riesige, bunte und internationale Heißluftballon-Wettfahrt. Sie wird durch ein großes Volksfest abgerundet. Ca. 20 km entfernt liegt der nächste Ort unserer Etappe: Ostbevern. Warendorf verlassen Sie über die Dreibrückenallee und Dr.-Rau-Straße. In Ostbevern fahren Sie direkt auf die Kirche zu. Hier befindet sich die Fußgängerzone (Hauptstraße), die zu einem kurzen Bummel zu Fuß einlädt. Mehrere Gaststätten laden dort zu einer Mahlzeit ein. Da es in Ostbevern nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten gibt, empfiehlt sich in der Hauptsaison eine rechtzeitige Reservierung. Eine Liste erhalten Sie beim Verkehrsamt. Ostbevern ist ein kleiner, beschaulicher und sehr ruhiger Ort mit einer eigenwilligen Mischung aus alten und neuen Bauten. Zu empfehlen ist in Ostbevern das Hallen- und Freibad mit großer Liegewiese (Beverbad). Das Waschmuseum in Ostbeverns Ortsteil Brock ist in Deutschland einmalig: Vom Waschbrett bis zu den ersten Waschmaschinen wird hier liebevoll die Geschichte des Waschens dokumentiert.

Gute Beschilderung und wunderschöne Radstrecken machen das Münsterland zu einem besonderen Ort für Fahrradfreunde

Idealer Ausgangspunkt für Radtouren

Von Ostbevern nach Ladbergen, dem nächsten Ort unserer Tour, ist es nicht weit. Nur 27 km ist die flache, aber reichlich besiedelte Strecke lang, wenn man den Weg über das kleine Örtchen Kattenvenne wählt. In diesem Dorf kann eine Rast eingelegt werden: drei Gaststätten und ein Imbiss laden zum Verweilen ein. Schneller und noch schöner geht es auf dem gut ausgeschilderten Weg der „100-Schlösser-Route“ nach Ladbergen. Wäre da nicht die „Autobahnausfahrt Ladbergen“, würde wohl kaum einer Kenntnis von der kleinen Ortschaft (6444 Einwohner) nehmen. Dank dieser verkehrsgünstigen Lage ist der Ort aber mittlerweile zum idealen Ausgangspunkt für Radtouren geworden. Ladbergen besitzt einen recht schönen Ortskern um die Kirche herum. Besonders sehenswert ist die restaurierte Erpenbecker Getreidemühle. Die nächste Strecke führt über den kleinen Ort Saerbeck nach Emsdetten (26 km). Saerbeck hat ca. 5000 Einwohner und nennt sich stolz die „kleinste Gemeinde des Münsterlandes“. Zum ersten Mal 1050 urkundlich erwähnt, erhielt es 1816 das Gemeinderecht. Im Dorfkern gibt es einige alte Fachwerkhäuser zu besichtigen, außerdem gut erhaltene Bauernhäuser in den umliegenden Bauernschaften. Weiter geht es dann nach Emsdetten. Dieses kleine Städtchen mit ca. 33.000 Einwohnern bietet ein Museum (Wannenmacher- und Heimatmuseum), einen schönen Stadtpark, 350 km befestigte Radwege, ein Hallen- und ein Freibad und Möglichkeiten zum Kanu fahren auf der Ems. Ruhesuchende radeln in das wunderschöne Emsdettener Venn, ein Naturschutzgebiet westlich der Stadt. Es handelt sich um ein typisches Hochmoor, das vor ca. 5000 Jahren entstanden ist und wegen seines Tierreichtums die Besucher anlockt.

Gemütliche Gaststätten laden in Münster zum Verweilen ein

Stadt im Grünen

Der nächste Ort auf unserer Etappe ist Greven. Er ist nur wenige Kilometer von Emsdetten entfernt und bequem zu erradeln. Die junge Emsstadt Greven (Stadtrechte erst im Jahre 1950) mit etwa 34.000 Einwohnern liegt nur 14 Kilometer südlich von Emsdetten und 15 Kilometer nördlich von Münster entfernt. Ackerbürgerhäuser, die spätgotische Martinuskirche und Villen aus der Gründerzeit prägen den Kern des westfälischen Marktortes. Vielfältige Kultur-, Gastronomie- und Freizeitangebote und die meist von Familien geführten kleinen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sorgen hier wie fast überall im Münsterland dafür, dass man sich wohl fühlen kann. Von Greven geht es in einem Schlenker westlich nach Coesfeld, der letzten Stadt vor der Rückreise nach Münster. Fahren Sie von der Stadtmitte in westlicher Richtung, bis Sie am Max-Clemens-Kanal auf die ausgeschilderte „100-Schlösser-Route“ stoßen. Auf diesem Routenweg bleiben und durch Nordwalde und Altenberge Richtung Havixbeck fahren. Vor Havixbeck geht rechts der Westfalen-Radweg „R1“ ab, der Sie durch Rosendahl nach Coesfeld führt. „Stadt im Grünen“ nennt sich Coesfeld sicherlich nicht zu Unrecht. Bereits 1197 erhielt Coesfeld die Stadtrechte und ist somit die zweitälteste Stadt des Münsterlandes.

Prädikat: fahrradfreundlich

Unsere Münster-Rund-Radelfahrt endet wieder in Münster. 41 km ist die letzte Etappe lang und führt über Nottuln, Börsensell und Albachten am Münsteraner Zoo vorbei wieder in die Innenstadt. Auf dieser Strecke ist Nottuln auf jeden Fall eine Rast wert. Der vorzügliche Ortskern deutet auf eine interessante, lebhafte Geschichte hin. In der Tat ist von diesem Ort bereits im 9. Jahrhundert die Rede. In Nottuln und Umgebung gibt es mehrere Hotels und Gasthöfe, so dass einer letzten Übernachtung vor Münster hier nichts im Wege steht. Natürlich ist auch ein Aufenthalt direkt in Münster noch zu empfehlen. Denn Münster ist eine schöne, gemütliche und äußerst lebendige Stadt. Für den Radfahrer präsentiert sich Münster sehr positiv, gilt sie doch als eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands. Überall gibt es gut ausgebaute Radwege, Einbahnstraßen dürfen von Radlern oft in umgekehrter Richtung befahren werden, und es existieren Fahrradparkhäuser. Außerdem gibt es die Promenade, einen 4,5 km langen Grünstreifenring auf Münsters einstigem Festigungswall, den Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen nutzen. Gemütliches Fahrrad fahren um den Innenstadtkern wird hier gewährleistet. Und Münster hat als große Universitätsstadt ca. 600 gastronomische Einrichtungen. Es gibt jede Menge interessante, gemütliche, schicke oder traditionelle Kneipen und Restaurants. Für Kultur- und Geschichtsinteressierte hat die wechselreiche Geschichte dieser Stadt auch viel zu bieten. So ist sichergestellt, dass man eine erlebnisreiche Radtour mit vielen interessanten Eindrücken abschließen kann. Vielleicht geht es Ihnen dann auch wie dem Familienvater Klaus Zupin, der selbst zwanzig Jahre nach seinem Studienabschluss in Münster immer wieder ins Münsterland zum Rad fahren zurückkehrt. Mittlerweile mit seiner Frau und seinen beiden Kindern.

Ertay Hayit

Fahrradfreundliches Münster: Radrennen durch die Innenstadt

Die Route

Münster – Ascheberg, ca. 18 km

Ascheberg – Warendorf, ca. 62 km

Warendorf – Telgte, ca. 16 km

Telgte – Ostbevern, ca. 20 km

Ostbevern – Ladbergen, ca. 27 km

Ladbergen – Emsdetten, ca. 26 km

Emsdetten – Greven, ca. 14 km

Greven – Coesfeld, ca. 42 km

Coesfeld – Nottuln – Münster, ca. 41 km

Gesamt: ca. 266 km

Wissenswertes

Karten

Radwanderkarten zum Radelpark Münsterland, Maßstab 1:50.000, Preis 6,80 EUR, BVA

Radverleih

Radverleih/Reparatur gibt es fast in jedem Ort.

Routen

Alle Strecken sind gut ausgeschildert und bequem zu befahren. Besonders für Genussradler und Familien geeignet.

Kostenloses Infomaterial gibt es bei:

Münsterland Touristikzentrale
An der Hohen Schule 13
48565 Steinfurt
Tel. 02551 / 939291
Fax 02551 / 939293
www.muensterland-tourismus.de

Weitere Adressen

Verkehrsverein Ascheberg
Katharinenplatz 1, 59387 Ascheberg
Tel. 02593 / 6324, Fax 02593 / 7525
http://www.verkehrsverein-ascheberg.de

Tourist Information Coesfeld
Markt 8, 58653 Coesfeld
Tel. 02541 / 939-1009, Fax 02541 939-4009
http://www.coesfeld.de
mailto:info@coesfeld.de

Stadtverwaltung Emsdetten
Am Markt 1, 48282 Emsdetten
Tel. 02572 - 922-0, Fax 02572 - 922-199
http://www.emsdetten.de
mailto:info@emsdetten.de

Greven Marketing e.V.
Alte Münsterstr. 23,
58268 Greven
Tel. 02571 / 1300, Fax 02571 / 55234
http://www.greven.net
mailto:verkehrsverein@greven.net

Tourist-Information Ladbergen
Alte Schulstr. 1
49549 Ladbergen
Tel. 05485 / 3635
Fax 05485 / 3568
http://www.ladbergen.de
mailto:info@ladbergen.de

Münster Marketing
Klemensstr. 10, 48143 Münster
Tel. 0251 492-2721, Fax 0251 492-7747
http://www.muenster.de
mailto:tourismus@stadt-muenster.de

Tourist-Information Nottuln
Stiftsplatz 8, 48301 Nottuln
Tel. 02502 / 942-0, Fax 02502 942224
http://www.nottuln.de
mailto:touristik@nottuln.de

Verkehrsverein Ostbevern
Am Rathaus 1, 483456 Ostbevern
Tel. 02532 / 82-17, Fax 02532 / 82-46
http://www.ostbevern.de
mailto:touristinfo@ostbevern.de

Stadttouristik Telgte
Kapellenstr. 2, 48291 Telgte
Tel. 02504 / 690-100, Fax 02504 / 690-109
http://www.telgte.de
mailto:stadttouristik@telgte.de

Verkehrsverein Warendorf
Emsstr. 4, 48231 Warendorf
Tel. 0258 / 78 77-00, Fax 02581 78 77-11
http://www.warendorf.de

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