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Stadt, Land, Fluss – Hessens Radfernweg R8

Durch Westerwald und Taunus zur Bergstraße

Historische Städte, waldreiche Berglandschaften und zahlreiche Flüsse bilden das Panorama. Hessen von Nord bis Süd bequem zu durchqueren – auf dem Radfernweg R8 kein Problem.

Das Bundesland Hessen ist immer eine Radreise wert. Neun Radfernwege bieten rund 2200 Kilometer gut befahrbare Strecken, ergänzt durch regionale Routen. Wälder, Wiesen, mittelalterliche Burgen und Fachwerkhäuschen stehen auf dem Programm: Auf die sanfte Tour an Lahn, Eder oder Fulda, auf knackigen Steigungen oder beim gemütlichen Auf und Ab von Hügel zu Hügel.

Reizvoll gelegener Etappenort zwischen Westerwald und Rothaargebirge: Dillenburg (Foto: © philipus - Fotolia.com)
Dillenburg, Hessen

Gemäßigtes Auf und Ab

Frankenberg an der Eder ist hübsch, zehn Türmchen zieren das Rathaus, eines für jede Zunft. Ganz in der Nähe vom Bahnhof lotst das Hinweisschild (Hessenlöwe in Rot, grünes Rad) auf den Radfernweg R8. Die gesamte Strecke zählt 310 Kilometer, führt durch Hessen von Nord nach Süd, ab Frankenberg über Dillenburg, Limburg, Idstein, durch das Rhein-Main-Gebiet bis Heppenheim an der Bergstraße.

Einen Blick verdient zweifellos auch die 1609 erbaute Fachwerkkirche in Allendorf-Rennertehausen, ein paar Kilometer hinter Frankenberg. Dort sitzen alte Männer unter der Dorflinde und schauen interessiert den Radlern hinterher. Die fahren ansonsten ziemlich unbeobachtet durch Täler mit duftenden Wiesen, lassen sich von ein paar Steigungen im Ederbergland, Westerwald und Taunus herausfordern und mit schönen Ausblicken belohnen. Meist ist es jedoch ein gemäßigtes Auf und Ab, unterbrochen von längeren ebenen Strecken wie dem Goldenen Grund bei Limburg oder der Mainebene.

Längste Radlerholzbrücke Deutschlands

Der R8 verlässt bei Hatzfeld die Eder. Es gilt jetzt, das waldreiche Lahn-Dill-Bergland zu überwinden. Weiter führt der Radweg durch die Täler der Diete, der Diethölze und der Dill. Dillenburg ist ein reizvoll gelegener Etappenort zwischen Westerwald und Rothaargebirge, reich an Zeugen der Vergangenheit.
Über die östlichen Ausläufer des Westerwalds erreicht man das Lahntal bei Limburg. Hier führt eine Holzbrücke über den Fluss – übrigens die längste Radlerholzbrücke Deutschlands. Die Lahn zählt zu den romantischsten Flüssen in Deutschland, Schlösser, Burgen und Kirchen prägen die zauberhafte Atmosphäre. Nicht zu übersehen ist der siebentürmige St. Georgs-Dom zu Limburg.
In Limburg blieb das gesamte Ensemble mittelalterlicher Bebauung nahezu unversehrt erhalten. Der ehemals ummauerte Stadtkern zwischen St.-Georg-Dom, Grabenstraße und der alten Lahnbrücke (1315) steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert sind der spätromanische Dom und die historische Altstadt mit einigen der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands.
Auf dem Radfernweg muss jetzt der Taunus überquert werden. Die historisch bedeutsame ehemalige nassauische Residenz. Idstein lädt mit dem mittelalterlichen Stadtkern, schönen Fachwerkhäusern und zahlreichen Sehenswürdigkeiten zum Verweilen ein. Am Südhang des Taunus geht es durch die landschaftlich reizvolle Umgebung bei Kelkheim hinunter zum Main. Den Fluss überquert man bei Frankfurt auf angenehmen Radwegen.

Idyllisch: Hessische Bergstraße (Foto: © pure-life-pictures - Fotolia.com)
Hessische Bergstraße

Romantische Orte entlang der Bergstraße

Durch schöne waldreiche Gebiete führt der R8 schließlich zu den Weinhängen und den gastlichen Weinorten der Bergstraße. Darmstadt, die Stadt am Rande des Odenwaldes wird durchquert. Der Ort Alsbach-Hähnlein liegt im Herzen der Bergstraße. Im Hintergrund sieht man den 517 Meter hohen Melibokus. Zeugnisse einer über 1200-jährigen Geschichte laden zu einem Aufenthalt ein. Das Gleiche gilt auch für die zahlreichen gemütlichen Gaststätten, wo man es sich bei Wein und hessischen Spezialitäten gut gehen lassen kann.
Die älteste Stadt an der Bergstraße schließlich ist Zwingenberg. Am Fuße des Melibokus liegt der historische Altstadtkern, der mit seiner über 700-jährigen Stadtgeschichte jede Menge Sehenswertes bietet.
Der Radfernweg endet bald darauf in Heppenheim. Mitten im Wirtschaftszentrum Rhein-Main und Rhein-Neckar an den Hängen des Odenwaldes gelegen, blickt man von hier in die weite Rheinebene entlang der Bergstraße. Hier sollte man einen Bummel durch die mittelalterlich anmutenden Gassen der Altstadt nicht versäumen. Und zum Abschluss eines der zahlreichen Weinlokale aufsuchen, wo der bekannte Bergsträßler Wein kredenzt wird.

Cornelia Auschra

Die Route

Frankenberg (Eder) – Eschenburg/Simmersbach, ca. 65 km
Eschenburg/Simmersbach - Elbtal/Hangenmeilingen, ca. 60 km
Elbtal/Hangenmeilingen - Niedernhausen/Oberjosbach, ca. 64 km
Niedernhausen/Oberjosbach - Dreieich ca. 58 km
Dreieich - Heppenheim ca. 64 km

Gesamtstrecke: ca. 311 km

Wissenswertes

Infos für die Tourenplanung
Die wichtigsten Radwege, Veranstaltungen und Reiseanbieter enthält die kostenfreie Broschüre „Radwandern in Hessen”.

Eine (ebenso kostenfreie) Übersichtskarte über die Radfernwege in Hessen hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung herausgegeben. Beides ist erhältlich beim:

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Abraham-Lincoln-Straße 38-42
65189 Wiesbaden
Telefon: 0611/ 774-8091
Telefax: 0611/ 774-8040
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Karten
Radwanderführer zum R 8: „Hessischer Radfernweg Westerwald – Taunus – Bergstraße” und „Radwanderweg Lahntal”. Beide erschienen im: VUD Verlag, im Buchhandel für je EUR 9,90 erhältlich. Mit detaillierten Beschreibungen einzelner Tourenabschnitte, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und Adressen von Radwerkstätten.

Unterkunft
Bett und Bike-Betriebe in Hessen


Kommentare

Hugo, 21-08-16 19:28:
Hallo
Wie sieht es mit "echten" Ladestationen, wo man kein Ladegeräte mitschleppen muss, auf der Strecke aus?
Hugo
Klaus Tscherpel, 24-10-09 18:52:
Der R 8 Radweg zieht sich durch das Rhein-Main Gebiet und ist gut ausgeschildert.
Er läßt sich auch prima befahren.
Die Route ist gut ausgewählt.
Viele schöne Sehebswürdigkeiten gibt es entlang der Strecke zu sehen.
Wir fahren dort sehr gerne.
Klaus Tscherpel Hofheim

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