GPS in der Radfahrer-Praxis
Was nutzt dem Radfahrer ein GPS-Handgerät? Aufgrund der Tracking-Funktion ist zum Beispiel ein Mountainbiker in der Lage, die von ihm quer durchs Gelände gefahrene Tour anderen Mountainbikern zugänglich zu machen. Hat sich einer einmal die Mühe gemacht, seinen Weg zu suchen, kann er die mit Wegpunkten dokumentierte Route zum Beispiel per PC-Anschluss übertragen und anderen Bikern über eMail oder Internet weitergeben. Diese laden sich die Route auf ihr GPS-Handgerät und folgen einfach den Richtungspfeilen. Bei der Genauigkeit von +/- 3 m ist das problemfrei möglich. Die ermittelten Koordinaten und Wegpunkte lassen sich per Computer auch über digitale Karten legen – zum Beispiel um zu überprüfen, ob die Route für einen selbst in Frage kommt. Ebenfalls möglich ist der Weg anders herum: Man trägt über eine möglichst sehr genaue digitale Karte Koordinate für Koordinate eine Tour entsprechend ihrer Beschreibung auf, lädt die so gewonnenen Routendaten aufs GPS-Handgerät und fährt sie ab. Für Radreisende, die auf ihrem Fahrrad weitere Strecken zurücklegen wollen, gerät diese Funktion des Tracking schnell an seine räumlichen Grenzen. Zumal irgendein Vorgänger die gewünschte Tour genauso abgefahren haben müsste. Kaum ein Radreisender wird Wert darauf legen, eine einmal gefahrene Tour selbst ein zweites Mal exakt zu wiederholen. Ihm bietet sich schon eher ein GPS-Gerät mit Kartenfunktion an – allerdings müssten es schon die Feindaten sein, nach denen navigiert wird. Die Basis-Karte weist nur die größten Überlandstraßen aus und kann dem Radfahrer nur als eine sehr grobe Orientierung dienen. Das mit Feindaten abgedeckte Gebiet ist je nach Speicherkapazität des Geräts schon recht groß – ausreichend immerhin für eine Wochenend-Tour.
Fazit – braucht der Radwanderer GPS?
Auf fast allen Touren wird sich ein Radreisender mit einer Straßenkarte ausreichend orientieren und mit ein wenig Erfahrung die möglichst ideale Route planen können. Straßenkarten brauchen keine Batterien, keinen Laptop zur Versorgung mit Daten und setzen keine Fertigkeiten im Umgang mit technisch anspruchsvollen Geräten voraus. Die Positionsbestimmung mittels GPS ist ein Merkmal, das Radwanderern schon eher hilfreich sein kann. Wer die Orientierung auf der Karte verloren hat und in abgelegenen Gebieten auf sich alleine gestellt an einer Kreuzung steht, wird über die unproblematische Aufklärung über die eigene Position dankbar sein. In Notsituationen mag die Kombination mit einem Funkgerät helfen – vorausgesetzt, ein Partner ist in erreichbarer Nähe. Dennoch: vermutlich fast jeder Radfahrer, der Spaß an innovativer Technik und keine Scheu vor Bedienungs-Handbüchern hat und gerne mit gegebenen Funktionen und Möglichkeiten spielt, wird an einem GPS-Gerät – zumal der „Luxusklasse“ – seine helle Freude haben. Und es sinnvoll auf kürzeren Touren in den europäischen Ländern, zu denen Feindaten verfügbar sind, einsetzen können.
Cornelia Auschra
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Hallo,ich besitze ein Garmin Nüvi 660.Kann ich hier auch fahrradtouren speichern.Wo bekomme ich die daten Danke und freundliche grüße F Vertessen