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Die Alpen immer im Blick:

Unterwegs auf dem Bodensee-Königssee-Radweg

Ausgangspunkt des Bodensee-Königssee-Radweges ist die am Bodensee gelegene Stadt Lindau. Die Altstadt und Hafenanlage sind weltberühmt, und es lohnt sich, die Radtour mit einer Besichtigung angehen zu lassen.

Von Lindau fahren wir an dem kleinen Flüsschen Leiblach entlang, um und wenig später hinauf ins hügelige Allgäu zu radeln. Verstreut zwischen Wald und Weiden liegende Bauernhöfe und kleine Dörfer prägen das Bild. Über Hergensweiler, Opfenbach (OT Wigratzbad), Maria-Thann, Gestratz, Röthenbach und Stiefenhofen (Kräuterdorf) führt die Route um den Staufen (1032 m) herum nach Oberstaufen, das als Schrothkurort bekannt ist.

Unsere nächste Station ist Immenstadt, vorher passieren wir noch den Großen Alpsee. Der wunderschöne Marienplatz von Immenstadt mit seinen historischen Bauten lädt zum Verweilen ein. Die herrlichen Eindrücke im Gepäck, kommen wir zunächst an Rettenberg vorbei. Danach stehen der Rottachsee und die Stadt Nesselwang auf unserem Plan. Begleitet von einem bezaubernden Blick auf die Allgäuer Alpen, die Zugspitze und schließlich die Tannheimer Berge gelangen wir nach Hopfen am See.

418 Radel-Kilometer von See zu See, immer mit Blick auf die Alpen

Die Schlösser des schillernden Monarchen

Das nächste zu erradelnde Ziel ist die geschichtsträchtige Stadt Füssen. Historische Bürgerhäuser aus dem 15. und 16. Jh. säumen den Weg. Von Füssen fahren wir mit unseren Zweirädern zum Forggensee. Sieben große und zahlreiche kleinere Seen sind hier in der Umgebung zu finden. Nun erreichen wir Hohenschwangau. Hier sollten wir unbedingt das unter dem schillernden Monarchen König Ludwig II. erbaute Schloss Neuschwanstein besichtigen. Das nahegelegene Schloss Hohenschwangau, in dem der sagenumwobene Märchenkönig seine Jugend verbrachte, ist ebenfalls einen Besuch wert.

Nach diesen kulturellen Hochgenüssen schwingen wir uns wieder auf unser drahtiges Gefährt und radeln über Schwangau, am Bannwaldsee vorbei, nach Trauchgau. Anschließend geht es hinauf in die Ammergauer Berge und über die "Königsstraße" zwischen Schneidberg (1012 m) und Niederbleick (1589 m) hinüber ins Tal der Halbammer und hinunter nach Altenau. Etwas abseits der Strecke, im Pfaffenwinkel, befindet sich die weltberühmte Wieskirche. Sie ist eine der schönsten Rokokokirchen Süddeutschlands und wurde 1983 von der UNESCO als Welterbe der Menschheit gelistet.

Von Altenau lenkt uns der Radweg am Naturschutzgebiet "Altenauer Moor" vorbei über Saulgrub nach Bad Kohlgrub. Dort wartet ein belebendes Moorbad auf uns. Frisch erholt steuern wir geradewegs auf Kochel am See zu. Davor passieren wir die idyllisch gelegenen Bauerndörfer Großweil und Ohlstadt. Ein Abstecher nach Murnau lohnt ebenfalls.

In Kochel, das auch 2-Seenland am Herzogstand genannt wird, kommen Kunstinteressenten und Wanderfreunde gleichsam auf ihre Kosten. Kaum zählt der Tacho ein paar Kilometer mehr, befinden wir uns in Benediktbeuern. Von hier eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die Benediktenwand (1803 m). Eine unbedingt einzuplanende Sehenswürdigkeit ist das Benediktinerkloster, das auf eine über 1250jährige Geschichte zurück blicken kann. Ein Teil des Klosters steht tagsüber zur freien Besichtigung offen. Durch das ehemals kurfürstlich-bayerische Hofbad Bad Heilbrunn geht es zwischen Blomberg (1248 m) und Stallauer Weiher hindurch nach Bad Tölz an der Isar. Die Isarstadt bezaubert durch ihre historische Marktstraße. Die farbenprächtigen Lüftlmalereien mit biblischen Motiven sind typisch für die schmucken Bürgerhäuser.

Von Bad Tölz aus machen wir uns auf den Weg nach Gmund am Tegernsee, das wir über Feldwege und Nebenstraßen und in leichtem Auf und Ab, die Berge Sulzkopf, Rechelkopf, Lucken- und Kogelkopf (1279 m bis 1370 m) neben uns lassend, erreichen. Dieser kleine Ferienort liegt inmitten einer oberbayrischen Bilderbuchlandschaft am nördlichen Ende des von sanften Hügeln und bewaldeten Bergen umgebenen Tegernsees. Wir finden, dass ein Ausflug auf den Wallberg jetzt genau das Richtige ist. Von dort eröffnet sich ein unbeschreiblicher Panoramablick auf die Voralpen.

Wir sagen dem Tegernsee auf Wiedersehen und treten kräftig in die Pedale, um bald unser nächstes Ziel vor Augen zu haben – den Schliersee. Das stilvolle Rathaus des am gleichnamigen See gelegenen Ortes wurde ursprünglich als Richterhaus errichtet und zählt zu den sehenswertesten Bauten im ganzen Voralpenland. Nun führt uns der Radweg über Fischbachau, bekannt für seine Wallfahrtskirche Birkenstein, nach Bad Feilnbach, dem Moorbad- und Natur-Heildorf am Wendelstein und schließlich nach Neubeuern/Altenmarkt am Inn. Neubeuern hat es wohl seiner traumhaften Lage im bayerischen Inntal und seinem herrlichem historischen Ortsbild zu verdanken, dass es schon 1981 zum schönsten Ort Deutschlands gekürt wurde.

Durch die liebliche Landschaft rund um Bad Heilbrunn

Zum Königssee

Von Altenmarkt geht es über Rohrdorf nach Aschau im Chiemgau. Jetzt heißt unser zu erreichendes Ziel Bernau am Chiemsee. Ein unbedingtes Muss ist ein Besuch der "Fraueninsel", auf der im 9. Jahrhundert ein Kloster errichtet wurde und die in ca. einer halben Stunde zu Fuß umrundet werden kann. Die Herreninsel beherbergt ein weiteres Erbe des exzentrischen König Ludwigs II. Wir lassen uns gerne von dem Märchenschloss "Herrenchiemsee" und dem bezaubernden Park in eine andere Welt versetzen. Wieder zurück in der Gegenwart lenkt uns die Strecke an den Rand des Bergener Moores. Eine Seilbahnfahrt von Bergen auf den Hochfellen vermittelt ein herrliches Panorama, bevor es nach Siegsdorf weitergeht. Hier lockt das Südostbayerische Naturkunde- und Mammutmuseum, das die Entwicklungsgeschichte der Region anschaulich darstellt.

Das Flüsschen Traun geleitet uns nach Traunstein. Wir lassen Teisendorf, den Höglwörther See sowie die Orte Anger und Piding hinter uns, um von Bad Reichenhall begrüßt zu werden. Hier findet jeder das passende Freizeitprogramm. Entspannung garantiert das Gradierwerk, ein Freiluftinhalatorium im Kurgarten, dessen Luft mit feinster 2-3 %-iger Sole angereichert ist. Von Bad Reichenhall führt die Route über Bayerisch Gmain und Bischofswiesen nach Berchtesgaden. Das historische Salzbergwerk und seine 485-jährige Geschichte beeindrucken. Auch eine Führung durch das "Königliche Schloss" bleibt unvergessen.

Von Berchtesgaden ist es nur noch ein „Katzensprung“ bis ans Ziel des Fernradwegs: Dem inmitten des Nationalparks Berchtesgaden gelegenen Königssee. Deutschlands einziger Alpennationalpark ist von einmaliger Schönheit. Der Königssee ist weltberühmt, nicht nur aufgrund seines kristallklaren, smaragdgrünen Wassers, sondern vor allem durch die weltbekannte Wallfahrtskirche St. Bartholomä, dem Wahrzeichen des Königssees, die nur mit dem Schiff zu erreichen ist.

Die Rückreise treten wir mit dem Zug an und lehnen uns zufrieden und beladen mit unvergesslichen Eindrücken zurück. Diese bequeme Fahrt haben wir uns redlich verdient.

Radspaß pur vor imposanter Kulisse

Infos:
Streckenlänge:
418 km
Informationsstelle für Radler:
Arbeitsgemeinschaft Bodensee-Königssee-Radweg
c/o Tourismusverband München-Oberbayern e.V.
Postfach 60 03 20, 81203 München
Tel. 089/8292180, Fax 089/82921828
info@bodensee-koenigssee-radweg.com
www.bodensee-koenigssee-radweg.com

Kommentare

Alfred Ruppert, 12-10-13 17:30:
Ich, 69 Jahre alt, bin mit einem Trekkingrad im Juli d.J. viereinhalb Tage unterwegs gewesen. Das war zwar anstrengend, aber wirklich wunderschön. Da ich Füssen u. Umgebung sehr gut kannte, habe ich ab Immenstadt eine andere Strecke gewählt: Kempten, Marktoberdorf, Lechbruck, Steingaden. Außerdem habe ich mir einen Abstecher nach Rosenheim, zum Simsse und den Seeufer-Radweg um den Chiemsee gegönnt. Diese nördliche Umfahrung war wohl das schönste Stück der ganzen Strecke!
Hildegard Wagner, 27-08-13 22:33:
Wir sind den Radweg 2010 im August gefahren. Mit dem Wetter hatten wir leider auch wenig Glück, 6° in Oberstaufen und Schneegriesel. Aber wir haben es durchgezogen. Der Königssee begrüßte uns mit Wasser vom Himmel wie aus Eimern. Wir waren jedoch sehr stolz, es trotz widriger Wetterverhältnisse gemacht zu haben. Die Landschaft durchs Allgäu ein Traum. Der Radweg etwas anspruchsvoll aber machbar. Unvergessliche Unterkünfte. Alles in Allem einfach wunderbar.
Kießling, 17-11-11 13:20:
Der Radweg ist einer der schönsten den ich bis jetzt gefahrenen bin.Er zieht sich quer durch die traumhafte, hügeliche Landschaft des Voralpenlandes. Leider mussteich meine Reise in Bernau abbrechen ,weil der Wetterdienst Temperaturen um die Null Grad und Schnefallangesagt hat. Da macht das ganze auch keinen Spass mehr. Aber ich komme wieder.

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