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Platja de Palma für Radfahrer: Tour 4 - An den Rand der Serra de Traumuntana

S’Arenal – Palma – Bunyola – Orient – Alaró – Santa Maria del Camí – Portol – S’Arenal  (ca. 79 km) 

Im Norden von Palma erhebt sich die Serra de Traumuntana. Schöne Straßen führen an den Rand des Gebirges – und nach Orient, Mallorcas wohl schönstem Bergdorf

Die folgende Tour führt an den Fuß der Sierra de Traumuntana. Um ein wenig Abwechslung in die Tour zu bringen, kann ein Teil mit der berühmten Bahn von Palma nach Sóller zurückgelegt werden. Zum einen spart das Kräfte, zum anderen kann man sich so die nördlichen Außenbezirke Palmas ersparen. Denn um ins Landesinnere zu gelangen, ist es notwendig, den Großraum Palma zu durchqueren. Für die ersten recht unangenehmen Kilometer entschädigt der Rest der Tour dann um ein Vielfaches. Zunächst schlägt man den Weg von S’Arenal an der Uferpromenade Richtung Palma ein. Am besten gelangt man über die breite, leicht ansteigende Avungada Gabriel Alomar Longa und die Avungada Alejandro Rosello zur Plaça Españya.  Zug oder Fahrrad? Hier kann man nun entscheiden, ob man das Fahrrad in die Bahn verlädt oder aber der Straße folgt, die parallel zum Bahnhof nach Bunyola führt. Man hält sich die zweite Straße hinter dem Bahnhof rechts, fährt die zweite wieder rechts, an der darauffolgenden T-Kreuzung links, nachdem man die Schienen überquert hat und bleibt unbeirrt geradeaus. Die Hauptverkehrsstraße ist zunächst nicht schön, aber die anderen Straßen nach Westen sind es ebenfalls nicht.

Am Kreisverkehr kann man dem Hinweisschild nach Bunyola folgen. Links und rechts haben sich eine Reihe von Gärtnereien angesiedelt. Man gelangt nach 18 Kilometern stetig ansteigender, fast schnurgerader Straße nach Bunyola. Hierher verirrt sich kaum ein Auto, die meisten Urlauber zieht es entweder über den Pass oder durch den Tunnel nach Sóller. Zeit und Muße also, ein wenig das kleine Städtchen ohne Andrang zu genießen. Bei Fahrradfahrern ist diese Strecke sehr beliebt, und der Anblick von Radwanderern in dem kleinen Ort und in den Cafés rund um die kleine Plaça bereitet bei den Einheimischen kein großes Aufsehen mehr. Bekannt ist Bunyola unter anderem wegen seiner Schnapsbrennereien.

Kurzer Abstecher

Nördlich von Bunyola, am Eingang zum Tunnel nach Sóller, sollte man einen kleinen, rund 7,5 Kilometer langen Abstecher zu den Gärten von Alfabia unternehmen. Hier sind nahezu unverändert arabische Gärten erhalten geblieben. Wasser plätschert in kleinen Kanälen durch die Anlage, exotische Gewächse und Bäume spenden auch im Sommer Schatten.

Ins Tal von Orient

Es gibt nur eine Kreuzung in Bunyola, und an der hält man sich rechts. Die Straße führt durch das enge Dorf. Sie steigt dort steil an und führt dann über zahlreiche Serpentinen einige Kilometer über eine Passhöhe in das Tal von Orient hinein. Man begegnet unterwegs mehr Fahrrad- als Autofahrern. Kirsch- und Apfelbäume – Kenner sagen die besten der Insel – wachsen hier, und es gedeihen die saftigsten Pfirsiche. Orient ist bald erreicht,  das zu Recht als das schönste Bergdorf Mallorcas gilt. Es sind nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern die Ruhe und das Zusammenspiel von Kultur und Natur, die den Reiz des Ortes ausmachen.Der Ort besteht aus ca. 20 Häusern; es gibt zwei Restaurants und eine Kirche, die dem Schutzheiligen Saint Jordi geweiht wurde.

Natur pur

Auf der Weiterfahrt nach Alaró kann man auf der rechten Seite die Massive der beiden Berge erkennen. Steineichenwälder bedecken die Hänge. Oliven- und Mandelhaine, Feigen- und Johannisbrotbäume säumen die Straße. Im Frühjahr, wenn es noch recht feucht ist, verwandelt sich die Gegend in blühende Landschaften, und man kommt sich vor, als fahre man durch farbenprächtige Teppiche. Wildartischocken, Mariendisteln, gelb blühende Ringelblumen, Königskerzen findet man allerorten. Auf dem Weg nach Alaró passiert man das Hotel L’Hermitage, ein kleines, sehr exklusives Hotel mit lediglich zwanzig Zimmern und einer grandiosen, einsamen Lage im Tal von Orient. Nach einigen spitzen Kehren auf dieser sehr schön geführten Straße gelangt man – an der Gemäldegalerie der Finca Sollerich vorbei – nach etwa 10 Kilometern nach Alaró.

Sehenswert ist hier die kleine Plaça, die rechts im Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen liegt. Von Alaró geht es nun 5 Kilometer leicht bergab auf der PM 210 nach Consell. Dort hält man sich rechts und erreicht die Straße Palma – Inca. Sie ist breit ausgebaut, doch der Verkehr hat seit Fertigstellung der Autobahn spürbar nachgelassen.

Zurück in die Ebene

Nach 4,5 Kilometern erreicht man den kleinen Ort Santa Maria del Camí. Schon von weitem erkennt man den markanten barocken Kirchturm des Ortes, der sich an der Plaça de la Vila erhebt. Ebenso sehenswert ist das kleine Rathaus aus dem 17. Jahrhundert. In Santa Maria biegt man in der Ortsmitte nach links ab und folgt dem Hinweisschild Richtung Portol.

4 Kilometer legt man bis zu diesem kleinen Ort zurück. In Sa Cabaneta hält man sich an der Kirche links und fährt nun schnurgerade Richtung Süden. Der Flughafen ist nicht weit, und man kann die Flugzeuge starten und landen sehen. Ein Hinweisschild Richtung Palma weist den Weg. Die Straße ist sehr schmal, führt leicht bergab und stößt nach 3,5 Kilometern auf die Straße Palma – Sineu. Hier hält man sich links und gleich wieder rechts. Nach 1000 Metern gelangt man nördlich des Flughafens auf die stark befahrene Straße Palma – Manacor.

Bei Casa Blanca, nach knapp 3,5 Kilometern, biegt man rechts ab und fährt gleich wieder links durch den kleinen Ort Sant Jordi. Hält man sich nun geradeaus, stößt man auf die C 717, fährt hier wenige 100 Meter links, um bei S’Aranjassa nach rechts einzubiegen. Nach 5 Kilometern ist S’Arenal erreicht.

Ausgangsort: Platz vor dem Aquacity in S’Arenal 

Streckenverlauf: Aquacity – Palma immer an der Promenade entlang (12 Kilometer) – rechts über die Avgd. Gabriel Alomar Longa und die Avgd. Alejandro Rosello an die die Plaça Espanya (3 Kilometer) – rechts neben dem linken Bahnhof über S’Indioteria auf der PM 203 I nach Bunyola (16 Kilometer)

Variationen: Abstecher zu den Gärten von Alfabia: In Bunyola links halten und auf  der C 711 nach rechts (3,5 Kilometer). Die Gärten liegen auf der rechten Seite kurz vor dem Tunnel nach Sóller

Streckenverlauf: In Bunyola an der Kreuzung rechts nach Orient (12 Kilometer auf der PM 210).  Von Orient weiter auf der PM 210 nach Alaró (9,5 Kilometer), weiter nach Süden Richtung Consell (5 Kilometer). In Consell rechts auf die C 713 nach Santa Maria (4,5 Kilometer). In Santa Maria links halten nach Portol (3 Kilometer) und weiter nach Sa Cabaneta (2 Kilometer). An der Kirche links 3,5 Kilometer bis man auf die Straße Palma – Sineu stößt, links und dann gleich wieder rechts (nach etwa 100 bis 150 Metern). Man gelangt jetzt an die Straße Palma – Algaida ( C 715) und fährt nördlich am Flughafen vorbei (stark befahrene Straße!). Nach Casa Blanca (3,5 Kilometer) – hier rechts und gleich wieder links nach Sant Jordi. Wenn man auf die C 717 stößt, rechts halten und bei S’Aranjassa 5 Kilometer bis S’Arenal

Streckenlänge: 79 Kilometer; mit Abstecher zu den Gärten von Alfabia 86 Kilometer. Zeitaufwand: Ca. 7-9 Stunden

Streckenprofil: Bis Palma sehr eben, dann leicht ansteigend bis Bunyola – danach ansteigend zum Coll de Hono von 233 Meter auf 550 Meter auf etwa 6 Kilometern. Von Orient nach Alaró abfallend. Von Alaró abfallend nach Consell, danach relativ eben. Anspruch: Normaler Schwierigkeitsgrad, die Straßen sind gut ausgebaut, zwischen Bunyola und Alaró einige Steigungen, für die Kondition erforderlich ist

Pausen:
Restaurant Ca’n Penasso, Ctra. Palma – Soller km 14,8, Tel. 971 61 32 12. Spezialität: Kaninchen mit Langusten, Hauptgericht 5 bis 18 Euro

Restaurant Sa Costa, Sa Costa de S’Estació 21, Tel. 971 61 32 70, in einem alten Herrenhaus, Menü ca. 20 Euro

Restaurant Ses Porxenes, direkt an der Einfahrt zu den Gärten von Alfabia Ctr. Sóller-Palma km 17, Tel. 971 61 37 62. Katalanische Küche vom Feinsten. Spezialität: Schnecken und Bacalao, Hauptgerichte von 13 bis 28 Euro

Sehenswürdigkeiten:
Jardíns d’Alfabia; Mo-Fr 9.30-18.30 Uhr von Oktober bis März nur bis 17 Uhr, Sa 9.30-13 Uhr, Eintritt 4,50 Euro

Castell de Alaró; etwa eine Stunde Fußmarsch von Alaró oder von der Straße Orient – Alaró aus. Phantastische Sicht über  die Insel.

Besonderheiten: Beste Zeit für die Tour: Februar bis Juni und September bis November.

Übernachtung:
Hostal de Muntanya, Tel. 971 61 53 73. Mittleres Preisniveau
L’Hermitage, an der Straße Richtung Alaró, Tel. 971 61 33 00. Luxus-Finca mit 24 Zimmern, Swimming-Pools. In der alten Ölmühle befindet sich ein teures Restaurant. DZ mit Frühstück 189 Euro

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