werbepartner info
Anzeige
Titelbanner
Suche  
Sie sind hier: Radtouren.de  / Radreise-Berichte / Mallorca / Platja de Palma / Platja de Palma Tour 2
 
Anzeige

Platja de Palma für Radfahrer: Tour 2 - Die Hauptstadt-Tour – von S’Arenal nach Palma de Mallorca

S’Arenal – Platja de Palma – Coll d’en Rebassa – Molinar – Palma de Mallorca und zurück (ca. 36 Kilometer) 

Die Inselhauptstadt Palma ist auch mit dem Fahrrad einen Besuch wert. Attraktiv und hektisch nimmt sie den Besucher rasch in ihren Bann

Diese Tour führt immer am Wasser entlang von S’Arenal über Platja de Palma, Coll d’en Rebassa und Molinar in die Hauptstadt der Insel, nach Palma. Sie ist nicht anstrengend, hat kaum Steigungen zu verzeichnen und ist deshalb auch für Familien mit Kindern geeignet. Außerdem ist ein spezieller Radweg ausgewiesen, der durch eine Leitplanke von der Straße getrennt ist. Bei dieser Tour bietet sich eine Kombination mit einem Stadtrundgang in Palma an. Wer hier allerdings Landschaft „satt“ erwartet, der wird enttäuscht sein. Linker Hand feinsandiger Strand, auf der rechten Seite tobender Verkehr, denn Palma ist nun einmal der am stärksten besiedelte Ort Mallorcas. Nach etwa 16 Kilometern, also gut einer Dreiviertelstunde Fahrt, taucht auf der rechten Seite oberhalb des Parc de la Mar die Kathedrale La Seu auf.

La Seu – das Licht

Die Kathedrale setzt die architektonischen Akzente rund um den Hafen und ist wohl eine der meist fotografierten Bauwerke der Insel. Sie ist der beste Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang, bei dem man die Fahrräder entweder schiebenderweise mitnehmen oder aber auch, abgeschlossen versteht sich, abstellen kann. Obwohl die Kathedrale im Stil der Gotik erbaut wurde, wirkt sie sehr breit. Sie strebt nicht – wie es der Gotik eigentümlich ist – in die Höhe. Ursprünglich stand zu maurischen Zeiten an dieser Stelle die Hauptmoschee. Nach der christlichen Rückeroberung legte König Jaume I. an gleicher Stelle den Grundstein für die 110 Meter lange und 45 Meter hohe Kathedrale. Sehenswert ist das Innere vor allem am frühen Morgen, wenn ein unbeschreiblich schönes Licht durch die Fenster und durch die Rosette von der östlichen Stirnseite in das Innere des Kirchenraumes fällt. Diese Lichtspiele gaben der Kathedrale ihren Beinamen: La Seu – das Licht.

Arabisches Palma

Direkt neben der Kirche erhebt sich zwischen Avinguda D’Antoni Maura und der Kathedrale der Palau de Almudaina. Der Almudaina-Palast ist seit jeher Sitz der Militärverwaltung Mallorcas. Er ist auf den Resten eines alten arabischen Palastes entstanden. Sehenswert sind die Gassen rund um die Kathedrale, die man allerdings nur schwerlich mit dem Fahrrad befahren kann. Spätestens wenn ein Auto entgegen kommt, bleibt häufig kaum Raum zum Ausweichen.

Über die Gassen San Pedro, Nolasco Pureza und die Carrer Portella gelangt man zum Museo de Mallorca, das im Palau Aymans untergebracht ist und zu den sehenswerten Museen Mallorcas zählt.  In der Carrer Can Serra, nur wenige Meter vom Museum entfernt, befinden sich die Reste arabischer Bäder, Banys Arabs, die einen interessanten Einblick in die arabische Zeit der Insel bieten. Eine üppige Blumenpracht und Palmen umgeben die Badehalle, die aus zwei kleinen Räumen besteht. Mit ein wenigFantasie kann man sich in die Zeit vor tausend Jahren zurückversetzen.

Rathaus: immer mit Fahnen geschmückt

Geht man die Carrer Can Serra zurück und hält man sich an den Verlauf der Pont I Vich, gelangt man auf die Plaça San Francesc, an dessen Seite sich die gleichnamige Kirche des Klosters San Francesc erhebt. Beachtenswert sind das reich verzierte Portal, mit dessen Erbauung im Jahre 1281 begonnen wurde, und die fein ziselierte Fensterrose. Sehenswert sind vor allem auch die Kreuzgänge mit ihren maurischen Säulen. In der Kirche befindet sich das Grab von Ramon Llull, dem bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters.  Über die Straße Convent de San Francesc gelangt man zur Plaça Santa Eulalia, die sich durch viele kleine Cafés und Terrassenrestaurants auszeichnet. Von hier sind es über die Plaça Cort nur wenige Schritte bis zum Rathaus, dem Ajuntament. Die Fassade ist immer mit Fahnen geschmückt, so dass das Gebäude kaum zu verfehlen ist. Der knorrige Olivenbaum steht wohl schon einige Jahrhunderte auf dem Platz.

Plaça Mayor – Palmas Hauptplatz

Über die Straße Colom gelangt man zur Plaça Mayor, dem Hauptplatz Palmas. Kenner Palmas behaupten immer wieder, dass es schönere Plätze in der Inselhauptstadt gäbe, und auch die Restaurants und Bars, die sich um ihn herum angesiedelt haben, sind kaum zu empfehlen. Dennoch beeindruckt der Platz durch seine strenge architektonische Geschlossenheit.

Die Plaça Mayor liegt inmitten der weit verzweigten Fußgängerzone Palmas, die sich die Carrer Sindicat/Bolseria, Jaime II und die Carrer Sant Miquel entlang zieht. In der Carrer Sant Miquel II befindet sich der Palast der Banca March mit einem sehenswerten Patio, einem Innenhof, der so typisch für die großen mallorquinischen Häuser ist. Hier ist auch eine Galerie, die Collecío March, untergebracht, in der Originale der großen spanischen Meister Miró, Picasso, Dalí, Saura, Barceló und Tapies zu sehen sind. 

Willkommene Mittagspause

Wenn man zur Vormittags- oder Mittagszeit durch Palma bummelt, dann sollte man einen Besuch in der Markthalle der Stadt an der Plaça de l’Olivar einplanen. Eine schönere Einstimmung in den mallorquinischen Alltag kann es kaum geben. Alle Arten von Fisch und eine Fülle an Meerestieren, Fleisch und vielfältigem Gemüse bieten die Händler an ihren Ständen zum Verkauf an.

 Hält man sich nördlich, gelangt man nach einigen hundert Metern zur Plaça Espanya. Hier starten die meisten Busse ins Inselinnere, hier befindet sich an der nördlichen Kopfseite des Platzes der kleine Inselbahnhof, von dem die Züge nach Sóller und Inca abfahren. Über die Carrer dels Oms stößt man auf die Rambla von Palma. Wie ihr größeres Vorbild auf dem spanischen Festland in Barcelona ist sie in der Mitte von Platanen bestanden. Bänke laden zum Verweilen ein, an Verkaufsständen kann man Zeitungen und Zeitschriften aus aller Herren Länder kaufen. Am Ende der Rambla führt auf der linken Seite eine Treppe zur Plaça Mayor. Wendet man sich nach rechts, gelangt man an die Plaça Weyler, wo ein Besuch der Jugendstilbäckerei Forn des Teatre – benannt nach dem nur unweit entfernt liegenden Theater aus dem Jahre 1662, zu einem absoluten Muss zählt. Das mallorquinische Hefeteiggebäck, Ensaimadas, werden hier in Vollendung hergestellt. Man sollte diese Spezialität ganz frisch essen, da sie dann am besten schmecken. 

Nicht versäumen darf man auch einen Besuch in der Bar Bosch, die an der Ecke der Carrer L’Unió und der Plaça Rei Joan Carles I. liegt. Hier hat sich in der Inneneinrichtung seit den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts wenig getan. Für Mallorquiner und Touristen ist die Bar ein beliebter Treffpunkt.

Gang über die Flaniermeile Mallorcas

Über den platanenbestandenen Passeig des Born, die Flaniermeile Palmas, gelangt man zum Ausgangspunkt zurück. Auch hier findet man zahllose Restaurants und Bars, vor allem rechts des Passeig des Born, der von den Mallorquinern nur kurz Borne genannt wird. An seinem Ende erhebt sich die ehemalige Schiffahrtsbörse Sa Lotja. Erbaut 1426 bis 1447 stellt sie ein Meisterwerk katalanischer Gotik dar. Unglücklicherweise kann man die Börse nur während der Ausstellungen, die das Museo Provincial de Belles Artes veranstaltet, besichtigen. Von hier ist die Kathedrale La Seu nur noch einen Katzensprung entfernt, so dass man in wenigen Minuten zum Ausgangspunkt der Tour durch Palma zurückkehren kann.  Über den Uferfahrradweg geht es nun in Ruhe nach Platja de Palma oder S’Arenal zurück. 

Praktische Infos zur Strecke

Ausgangsort: Platz vor dem Aquacity in S’Arenal oder Uferpromenade

Streckenverlauf: Aquacity – Palma immer an der Promenade entlang

Streckenlänge: Ca. 36 Kilometer

Zeitaufwand: Reine Fahrtzeit jeweils eine Dreiviertelstunde, Ausflug in Palma zwischen 5 Stunden und ganztags.
Streckenprofil: Völlig eben

Anspruch: Familien mit Kindern können diese Strecke fahren. Keine größeren Schwierigkeiten; trotz des Fahrradweges sollte man ein wenig auf den Verkehr achten

Pausen:
Restaurante Forn de Sant Joan, Carrer Sant Joan 4, Tel. 971 72 84 22; In-Lokal, spanisch-katalanische Küche, Hauptgerichte ab 12 Euro

Restaurante Can Nofre, Carrer Manacor 27, Tel. 971 46 23 59, Menü ab 10,50 Euro, sonntags geschlossen

Restaurante Koldo Royo, Passeig Maritim, Tel. 971 73 24 35. Spitzenrestaurant Mallorcas, Koldo hat sogar einen Michelinstern erkocht, Baskische Küche, Hauptgerichte ab 17 Euro

Celler Sa Premsa, Plaça Bispe Berenguer de Palou 8. Tel. 971 72 35 29, uriges Restaurant mit riesigem Speisesaal, mallorquinische Küche, Hauptgerichte von 5 bis 19 Euro

Sehenswürdigkeiten: 
Kathedrale: Mo-Fr 10-18 Uhr, November-März nur bis 15 Uhr, Sa 10-14 Uhr. Eintritt 3,50 Euro, zu Gottesdiensten selbstverständlich frei

Palau de Almudaina: Mo-Fr 10-18.30 Uhr (Oktober-März 10-14 und 16-18 Uhr), Sa 10-14, Eintritt 3,30 Euro

Museu de Mallorca: Di-Sa 10-14 Uhr und 16-19 Uhr, Eintritt ca. 2,40 Euro

Banys Arabs: April-November, täglich 9.30-19 Uhr, Eintritt 1,50 Euro

Übernachtung:
Hotel Palacio Ca Sa Galesa, Carrer Miramar 8, Tel. 971 71 54 00. Super-Luxus-Hotel unweit der Kathedrale, nur elf Zimmer, DZ ab 278 Euro (ohne Frühstück)

Hotel Almudaina, Av. Jaume III, Tel. 971  72 73 40. 80 Zimmer, Mittelklassehotel, 80 Zimmer, DZ 95 Euro

Hostal Corona, Jose Villalonga 22, Tel. 971  73 19 35. Preiswert und zentral gelegen. Einfache, aber sehr charmante Zimmer, DZ mit Frühstück 43 Euro

Hostal Res. Terminus, Carrer Eusebi Estada 2 an der Plaça Espanya, Tel. 971 25 00 14. Zwischen den beiden Bahnhöfen gelegen; recht laut aber preiswert, DZ mit Frühstück 44 Euro

Fahrradverleih: Ciclos Bimont, Pl. Progrés 19, Tel. 971 73 18 66

Einen Kommentar schreiben


Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

(c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

- - - - - -