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Radtour Mecklenburgische Seenplatte: Müritz-Nationalpark

Blick auf den Yachthafen von Waren, Ausgangspunkt der Radtour durch den Müritz-Nationalpark (Foto: Louise Fiedel)
Der Yachthafen von Waren

Die Mecklenburgische Seenplatte – auch das Land der 1000 Seen genannt – ist landschaftlich sehr beeindruckend. Die folgende Tour führt mit einer Länge von ca. 25 km durch den nordwestlichen Teil des Müritz-Nationalparks, der mit einer Gesamtfläche von 322 km² zum Wandern und natürlich auch Radfahren einlädt. Der Müritz-Nationalpark liegt, wie der Name schon sagt, an der Müritz, Norddeutschlands größtem See, dessen Ostufer sich ebenfalls teilweise im Nationalpark befindet. Insgesamt befinden sich über 100 der fast 1000 Seen innerhalb des Nationalparks, sodass man eine abwechslungsreiche Flora und Fauna beobachten kann, die nicht zuletzt auch durch den außergewöhnlichen Mischwald gefördert wird.

 

Bootliebhaber können im Yachthafen von Waren anlegen (Foto: Louise Fiedel)

Das Radwegenetz im Nationalpark ist gut und übersichtlich ausgeschildert

Auch im Wald sind die Wege gut befahrbar, an einigen Ecken muss man allerdings mit sandigen Stellen, Wurzeln und Waldboden rechnen (Foto: Jonas Langhoff)

Die Radwege im Müritz-Nationalpark sing gut befahrbar. Es handelt sich zum größten Teil um Feldwege (Foto: Jonas Langhoff)

Gute begehbare Stege führen zu den Beobachtungsposten (Foto: Louise Fiedel)

Obacht: Auf den Stegen können Sie auf Ringelnattern treffen, die sich dort sonnen (Foto: Louise Fiedel)

Am Beobachtungsposten Schnakenburg kann man Fisch- und Seeadler beobachten (Foto: Louise Fiedel)

Rund um die Müritz findet man schöne Plätze, die zum Entspannen oder einladen (Foto: Louise Fiedel)

Fotokulisse im Nationalpark - der Moorsee

Viele unterschiedliche Touren und Ziele werden ausgeschildert (Foto: Louise Fiedel)

Wer Eichhörnchen entdecken möchte, folgt dem Eichhörnchenpfad (Foto: Louise Fiedel)

Im Nationalpark erlebt man Natur pur. Hier füttert eine Specht-Mutter ihre Jungen (Foto: Jonas Langhoff)

Abseits der Radwege lädt die Müritz aufs Wasser (Foto: Jonas Langhoff)

Wer keinen Segel- oder Motorbootführerschein besitzt, kann auch auf der Müritz paddeln (Foto: Louise Fiedel)

Der Müritz-Nationalpark beeindruckt durch seine Weite und abwechselnde Naturkulisse (Foto: Jonas Langhoff)

Auf dem Müritzhof werden viele heute noch seltene Haustierarten gehalten (Foto: Jonas Langhoff)

Am Müritzhof kann man einkehren und hausgemachte Speisen kosten. Die Produkte stammen aus eigener Herstellung (Foto: Jonas Langhoff)

Vor der Radtour durch den Müritz-Nationalpark: Tipps und einfache Verhaltensregeln

Radler sind im Müritz-Nationalpark herzlich willkommen. Dennoch sollten ein paar wesentliche Dinge beachtet werden:

 

  • Es gibt ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetzwerk durch den Nationalpark, aber die Wege führen zu 90% durch den Wald, das heißt, man muss mit einigen Wurzeln, Steinen, Tannenzapfen und Ästen rechnen. Außerdem kann es je nach Witterung sehr sandige oder aber auch nasse Teilstrecken geben. Bei diesem sandigen Boden handelt es sich um Rückstände aus der Eiszeit.

  • Im Nationalpark gibt es keine Mülleimer. Die Entsorgung wäre logistisch viel zu aufwändig und außerdem würde der Müll Waschbären anlocken und von diesen verteilt werden. Sollten Sie Müll produzieren, denken Sie daran, diesen nach Ihrer Tour außerhalb des Parks zu entsorgen. Auch vermeintlicher Biomüll sollte nicht in der Natur zurückgelassen werden, werfen Sie also auch bitte keinen Apfel in den Moor und lassen Sie auch keine Bananenschalen zurück – Giftstoffe durch eventuell gespritztes Obst und/oder Gemüse sind nicht erwünscht. Das Füttern von Tieren ist nicht gestattet

  • Tipp der Redaktion: Sprühen Sie sich vor der Radtour durch den Wald ordentlich mit einem guten Insektenschutzmittel ein. Vergessen Sie für den Notfall nicht, ein Mittel gegen Insektenstiche mitzunehmen bzw. ein Set zum Entfernen von Zecken.

Das Rad- und Wanderwegenetz durch den Müritz-Nationalpark mit vielen verschiedenen Strecken ist gut ausgeschildert (Foto: Louise Fiedel)
Orientierungspunkte um Müritz-Nationalpark

Radtour Mecklenburgische Seenplatte Teil I: Waren – Ecktannen – Schnakenburg

Unsere Radtour beginnt am Yachthafen in Waren. Von hier geht es mit der Müritz rechter Hand „Am Seeufer“ entlang in Richtung Ecktannen. Die Route geht über in die „Specker Straße“, von der man rechts in den „Teufelsbruch“ abbiegen kann und in den Nationalpark hineinfährt. Folgen Sie dem Teufelsbruch so lange, bis Sie hinter der Pension „Zur Fledermaus“ dem Weg links ab folgen (Route M). Biegen Sie bei nächster Gelegenheit rechts ab und fahren Sie bis zur ersten Beobachtungsplattform, an der Sie Halt machen können. Dazu müssen Sie Ihr Fahrrad abstellen und über einen gewundenen Steg laufen, der Sie zur Aussichtshütte bringt. Achten Sie hier bitte darauf, wo Sie hintreten, denn es ist durchaus möglich, dass sich eine Ringelnatter auf dem Steg sonnt. Von der Schnakenburg aus können Sie auf die geschützte Fläche der Müritz am Ostufer blicken und mit etwas Glück auch Fisch- und Seeadler beobachten.

Vorsicht: Auf den Stegen zu den Beobachtungsposten sonnen sich Ringelnattern gerne (Foto: Louise Fiedel)
Stege zu den Beobachtungsposten
Vom Beobachtungsposten „Schnakenburg" blickt man auf das geschützte Ostufer der Müritz (Foto: Louise Fiedel)
Beobachtungsposten "Schnakenburg"

Teil II: Warnker See – Müritzhof – Moorsee

Von der Schnakenburg aus geht es wieder zurück aufs Rad und Sie folgen der Route M ein paar Meter bis Sie zurück an der T-Kreuzung rechts abbiegen und wieder der Route M folgen. Fahren Sie einen guten Kilometer weiter und Sie erreichen die nächste Beobachtungsplattform am Warnker See. Hier lassen sich in den Sommermonaten hunderte von Enten beobachten. Folgen Sie anschließend weiter der Route M bis zur „Kreuzung“, an der Sie rechts abbiegen und folgen Sie dem Weg ca. 2 Kilometer bis zum Müritzhof.

Der Landschaftspflegehof Müritzhof betreibt auf einer Fläche von über 200 ha Weidewirtschaft, für die auch alte und seltene Haustierrassen wie das skandinavische Fjällrind oder das Gotlandschaf gehalten werden. Die hofeigene Gaststätte serviert regionale Kost, die zum größten Teil aus der eigenen Wirtschaft hergestellt wird. Die Wirtschaft des Müritzhofes wird außerdem von 12 behinderten Menschen unterstützt, die auf dem Hof in einer Wohngemeinschaft leben.

Vom Müritzhof geht es wieder zurück auf die Route M, wo Sie an der Ihnen bekannten Kreuzung weiter geradeaus fahren und den Warnker See umfahren. Folgen Sie dem Weg bis zur nächsten Kreuzung und biegen Sie links ab, um zum Moorsee zu fahren und dort die Idylle auf sich wirken zu lassen.

Teil III: Rückfahrt nach Waren

Vom Moorsee aus können Sie nun zurück in Richtung „Fledermaus“ fahren und über den Teufelsbruch und „Am Seeufer“ entlang nach Waren. Alternativ können Sie auch nördlich des Feisneck entlang radeln, um aus dem Nationalpark heraus wieder auf befestigte Wege („An der Feisneck“) zu kommen und von hier auf die Straße „Am Seeufer“ zu stoßen. Dies verlängert die Route um etwa 3 Kilometer.

Wieder in Waren angekommen, können Sie Ihre Tour in einem der vielen Cafés am Yachthafen ausklingen lassen oder Sie flanieren noch über den Markt („Neuer Markt“), um anschließend im Ratskeller einzukehren.

Leckere Tapas und mehr gibt es in der Tapas Bar „Moments" in Waren (Foto: Louise Fiedel)
Tapas Restaurant Moments in Waren

Insider-Tipps für Ihren Aufenthalt in Waren

Von unserer Redaktion getestet und für gut befunden: Flanieren Sie über den Markt in Waren (dienstags und donnerstags) oder bummeln Sie durch die schöne Fußgängerzone in der Altstadt und genießen Sie ein Eis oder einen Kaffee am Yachthafen.

Wer ein kulinarisches Highlights erleben möchte, sollte dem „Räucherkahn" einen Besuch abstatten. Hier wird täglich im eigenen Räucherofen Räucherfisch zubereitet. Hier gibt es auch das „klassische“ Fischbrötchen aus Spezialitäten wie Saibling, Müritzaal oder Rotbarsch. Dazu schmeckt in einem vor dem Ratskeller aufgestellten Strandkörbe ein „Duckstein".

Wer nicht jeden Tag Fischbrötchen oder Hausmannskost haben möchte, der kann im Restaurant „Moments“ Tapas essen.  In mediterranem Ambiente und mit freundlicher, zuvorkommender Bedienung fühlen sich hier sowohl Urlauber als auch Einheimische wohl. Klassische, aber auch ausgefallenere Tapas stehen zur Auswahl – Sie können sich Ihr Menu aber auch aus Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts zusammenstellen. Eine große Getränkekarte bietet für jeden Geschmack etwas.

Wer ohne sein eigenes Fahrrad angereist ist, für den gibt es in Waren mehrere Fahrradverleihe und auch der Nationalpark stellt Leihräder zur Verfügung. Eine große Auswahl an unterschiedlichsten Fahrrädern finden Sie beim Fahrrad- & Designhotel „radlon“, direkt gegenüber dem Naturerlebniszentrum „Müritzeum“, wo man auf fachkundiges und äußerst hilfsbereites Personal trifft. Im Wassersportcenter „funmüritz“ kann man auch eine Runde über die Müritz paddeln.

Text und Fotos: Louise Fiedel

Streckenfakten

Länge: ca. 25 km
Strecke: 90% Waldboden
Schwierigkeitsgrad: einfach; ggf. ist eine Karte notwendig

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