9. Etappe: Mondoñedo - Miraz, ca. 78 km
Hauptstationen: Mondoñedo - Vilalba - Baarmonde - Miraz
A warm welcome in the middle of nowhere
Mondoñedo befindet sich auf einer Höhe von 130 Metern und ist damit der tiefste Punkt auf den nächsten 120 Kilometern. Die Tagesetappe bis Miraz ist durch ein relativ konstantes Höhenprofil gekennzeichnet, das sich zwischen 400 und 500 Höhenmetern bewegt. Die größte Herausforderung auf der Strecke beginnt direkt hinter Mondoñedo. Hier führt eine steile Passstraße hinauf auf 545 Meter bis nach Abadin (Tageskilometer 15).
In der sehr kargen Landschaft rechts und links des Weges sticht die volkstümliche Architektur der Region immer wieder hervor. Achten Sie einfach mal auf die kleinen Maisspeicher aus Granit an jedem Gehöft. Im Gegensatz zu den ausladenden runden Hórreos aus Holz, die den Reisenden durch Asturien begleiteten, sind die galicischen Hórreos rechteckige, in die Höhe gestreckte Steinspeicher. Jedes ein kleines Kunstwerk für sich, obwohl die glatten Steinplatten doch eigentlich nur vor Mäusen schützen sollen. Auch die galicischen Friedhöfe sind sehr interessant. Umgeben von hohen Mauern sind die Gräber ebenfalls aus Granit und jedes Grab ziert ein großes gotisches Kreuz. Die Grabstätten gehen auf den Geisterglauben der Kelten zurück, der bis heute in den ländlichen Gebieten verbreitet ist: Die Kreuze sollen böse Geister fernhalten.
In Vilalba (Tageskilometer 37) sollte man sich noch einmal mit genügend Lebensmitteln für die restliche Strecke bis Miraz eindecken, denn auf den kommenden 40 Kilometern finden sich nur wenige kleine Lädchen oder Einkehrmöglichkeiten. Der Fußpilgerweg führt hinter Vilalba auf unbefestigte Waldstraßen. Für Radler ist es an dieser Stelle zu empfehlen, an der N-634 weiterzufahren. Die Nationalstraße ist auf diesen Kilometern wieder sehr leer und es lässt sich gut vorankommen. In Baamonde, 15 km vor dem Etappenziel, geht es dann ein Stück auf der N-VI weiter und man darf kurz hinter dem Ortsausgang nicht die Einmündung in die Landstraße nach Parga verpassen. Ab hier ist man endgültig wieder abseits jeglicher Zivilisation und fährt durch steinalte Wäldchen mit kleinen Bachläufen.
Die Beschilderung nach Miraz ist extrem schlecht. Der Ort ist so klein, dass er nicht mal auf Landkarten oder gar Google Maps zu finden ist.




