Orzola – Arrieta – (Guatiza) – (Los Valles) - Haría – Miradordel Rio – Orzola (47 km bzw. 83 km)
Nirgends fallen die Felsklippen so steil ins Meer herab wie im Nordteil der Insel. Die aufregenden Aus- und Tiefblicke dieser Tour werden jedem nachhaltig in Erinnerung bleiben
Wenn nicht gerade das kleine Fährschiff im beschaulichen Hafen an- oder ablegt, legt sich eine wohltuende Ruhe über den nur 100 Einwohner zählenden Ort Orzola. Dann zeigt sich Orzola von seiner wahren Seite: abseits von jeglichem Rummel, dämmert der Ort vor sich hin und lebt gemütlich in den Tag hinein. Kaum zu glauben, dass es sich hier um einen der bedeutendsten Fischereihäfen der Insel handelt. Selbst in den Morgenstunden, wenn die Fischer ihren frischen Fang von der Nachbarinsel La Graciosa abladen, wird es nie übertrieben hektisch. Wer mit Erholung auch Abgeschiedenheit verbindet, der ist hier unmittelbar an der Nordküste bestens aufgehoben.
Orzola ist für die Nordroute der ideale Ausgangsort, auch wenn es hier keinen Radverleih gibt. Denn das Tageserlebnis Radtour verstärkt sich speziell auf dieser Route ungemein, wenn am Ende eines an Natureindrücken reichen Tages nicht die Rückkehr in ein Urlaubszentrum ansteht. Zunächst hält man sich von den Bergen fern und fährt auf der Küstenstraße durch das Lava-Trümmerfeld des Malpaís de la Coruna. Riesige Gesteinsblöcke liegen am Straßenrand, ab und an bietet sich in einer kleinen abgelegenen Sandbucht eine Bademöglichkeit. Nach neun Kilometern erreicht man eine Kreuzung, an der Jameos del Agua und der Cueva de los Verdes angeschrieben sind.
Bizarres Höhlen-System
Beide Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch. Die Cueva de los Verdes ist Teil eines sieben Kilometer langen Höhlensystems, das auf einer Länge von zwei Kilometer zugänglich und absolut naturbelassen ist. Faszinierend ist, wie die bizarren Grotten entstanden sind: Als vor 3000 Jahren der damals aktive Vulkan Monte Corona riesige Lavaströme Richtung Meer schickte, erkaltete die Oberfläche rasch zu Stein. Gleichzeitig floss die Lavaglut noch weiter und bildete weit unter der Oberfläche ein faszinierendes Tunnelsystem. Von den Einheimischen wurde die Grotte früher als Fluchtburg genutzt.












