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Reise-Infos zum schwedischen Abschnitt des Nordseeküstenradwegs von A-Z

Per Fähre nach/von Göteborg

Am einfachsten (und günstigsten) ist die Anreise per Fähre ab Kiel, auch wenn man dabei den schönen südlichen Teil des Nordseeküstenradwegs (NR) in Schweden zwischen Varberg und Göteborg verpasst. Die Fähren der StenaLine starten in Göteborg und Kiel um 19 Uhr und erreichen ihr Ziel morgens um 9 Uhr. Vom Kai sind es dann noch 7 angenehme Kilometer überwiegend auf Radweg und entlang der Küste bis zum Zentrum von Göteborg. Die Tarife für die Überfahrt sind flexibel und richten sich nach Saison sowie Buchungszeitraum (je früher man bucht, desto günstiger).

Die Preise beginnen bei etwa 64 Euro pro Person inkl. Rad, dazu kommen die Kosten für Kabine (obligatorisch). Die Kabinenpreise beginnen bei 24 Euro für ein Bett in einer Standard-4-Bettkabine und 74 Euro für eine Standard-Doppelkabine.

Tipp: Bei online-Buchung spart man die Buchungsgebühr in Höhe von 8 Euro! StenaLine, Tel. (in Deutschland) 0431/9090, www.stenaline.de (Deutsch)


Flug nach/von Göteborg

Nicht umweltfreundlich, aber schnell, und bei frühzeitiger Buchung sind bei den genannten Billigfliegern durchaus Schnäppchen möglich. Das Rad muss auf jeden Fall in einer Hülle/Karton verpackt sein und als gebührenpflichtiges Sondergepäck aufgegeben werden (mit Voranmeldung).

Ryanair Frankfurt-Hahn – Götebörg-Stadt mit täglichen Verbindungen (hin 15:40, zurück 17:50), ab 20 Euro inkl. Gebühren. Tarif für Fahrrad 30 Euro. Zuschlag bei mehr als 15 kg Gepäck, http://www.ryanair.com

Airberlin-Flüge nach/von Göteborg von/zu vielen deutschen Flughäfen mit Umsteigen in Berlin-Tegel, ab 30 Euro inkl. Gebühren (etwas teurer als Ryanair, dafür mehr Service und Gepäcklimit bei 20 kg), Gebühr für Fahrrad 20 Euro, http://www.airberlin.com

Per Fähre nach/von Varberg

Für die Anreise nach Varberg empfiehlt sich folgende Variante: Per Bahn von Deutschland nach Grenå in Dänemark: Mühsam, denn von Hamburg gibt es zwar alle 2 Stunden Verbindungen, aber man muss dabei 3 x umsteigen: in Padborg, Fredericia und Aarhus (Dauer: 7-8 Stunden). Für grenzüberschreitende Bahnfahrten kann man bei der DB (oder der dänischen Eisenbahn) eine internationale Radfahrkarte für 10 Euro erwerben (gilt für Hin- und Rückfahrt). Weitere Infos: http://www.bahn.de/bahnundbike

Von Grenå gelangen Sie mit der „Stena Nautica" in 4-4,5 Stunden nach Varberg. Die „Stena Nautica" ist mit Bar, Selbstbedienungsrestaurant, Kino sowie Geldwechselgelegenheit ausgestattet.

Abfahrten von Grenå nach Varberg: 14:25 und 1:00, in den Sommerferien 13:15 und 23:45. Bis Ende März und ab Ende September eingeschränkter Fahrplan am Wochenende.

Abfahrten von Varberg nach Grenå: 9:00 und 19:45, in den Sommerferien 8:00 und 18:30. Bis Ende März und ab Ende September eingeschränkter Fahrplan am Wochenende. Tarif: pro Person inkl. Rad ab 28 Euro. Aktuelle Infos, Zeiten und Tarife sowie Buchung: www.StenaLine.de

Am einfachsten ist die Anreise nach Schweden mit den Fähren von StenaLine

Per Bus nach Schweden

Eine Alternative für die Anreise aus Deutschland nach Schweden ist der Radbus: „Bike und Bus" heißt das Angebot vom ADFC in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern. Dabei werden im Sommer regelmäßig beliebte Radurlaubsziele per Bus mit Radanhänger angefahren. Von Mitte Juni bis Mitte September wird Schweden von Münster, Bremen und Hamburg aus bedient. Allerdings ohne Halt an der Nordseeküste. Der erste reguläre Halt ist in Bengtsfors. http://www.bike-und-bus.de

Konsularische Vertretungen

Botschaften deutschsprachiger Länder in Schweden

Deutschland: Botschaft in Stockholm: Artillerigatan 64, 11445 Stockholm, 08-6701500, www.stockholm.diplo.de.

Konsulat in Göteborg: Advokatfirman Vinge KB, Nils Ericssonsgatan 17 41103 Göteborg, Tel. 031-7223600, fredrik.vinge@vinge.se

Schweiz: Botschaft in Stockholm: Valhallavägen 64, 10041 Stockholm, Tel. 08-6767900, www.eda.admin.ch/stockholm.

Konsulat in Göteborg: Wijkandersplatsen 1, 41258 Göteborg, Tel. 031-7136136, silvio.ronga@comhem.se

Österreich: Botschaft in Stockholm: Kommendörsgatan 35/V, 11458 Stockholm, Tel. 08-6651770, www.aussenministerium.at/stockholm.

Konsulat in Göteborg: Södra Vägen 28, 41254 Göteborg, Tel. 031-161078, franziska-vikgren@tcg.nu

Radinfrastruktur

Der Nordseeküstenradweg (NR) verläuft in Schweden überwiegend auf Nebenstraßen und in größeren Städten nach Möglichkeit auf Straßen mit Radwegen an der Seite. Die Qualität der Beschilderung ist unterschiedlich. Schilder mit dem Logo des NR sind eher die Ausnahme, stattdessen findet man Schilder anderer Fernradwege. Der NR verläuft in Schweden großteils entlang folgender anderer Fernradwege, die allerdings auch nicht durchgehend beschildert sind:

* Ginstleden Cykelspåret: von Varberg nach Göteborg

* Cykelspåret (Bohuslän): von Göteborg nach Strömstad

Die Radwegeschilder in Schweden sind teilweise schon alt oder von extrem schlechter Qualität. Weiße Radler auf dunkelblauem Grund fallen ja normalerweise auf, aber nicht, wenn der dunkelblaue Grund infolge der Sonneneinstrahlung schon so stark verblichen ist, dass ein weißer Radler auf weißem Grund erscheint – so sehen daher leider viele Radwegeschilder in Schweden aus.

In Schweden verläuft die NR meistens auf Nebenstraßen sowie teilweise Schotterwegen und alten Bahntrassen. Leider sind auch küstennahe Nebenstraßen im Sommer oft stark befahren. In Schweden wurden auf reinen Radwegen wie etwa im Süden von Göteborg sehr viele Metalltore bei querenden Straßen aufgestellt, um die Radfahrer zum Bremsen zu zwingen. Ein leichter Freizeitradler kommt dort locker hindurch, aber für einen schwer bepackten Tourenradler kann das Passieren dieser zum Teil sehr gehäuft auftretenden Hindernisse schon sehr schwierig und lästig sein, für Radler mit Tandem oder Anhänger ist es unmöglich. Schade! Wie radfreundlich ist ein Land, das Radler mit Tandems oder Anhängern trotz bestehender Radwege auf die Straße zwingt?

Viele Radschilder in Schweden sind alt und von schlechter Qualität

Fähren

Einige Gewässer müssen mithilfe von (kleinen) Fähren gequert werden. Das Vergnügen erwartet Sie drei Mal in Schweden. Zum Teil verkehren kleine Fähren als „Brückenersatz". Weil sie damit zur staatlichen Infrastruktur gehören, ist bei diesen (an der gelben Farbe erkennbaren) Fähren kein Tarif zu entrichten. Die Radmitnahme ist auf Fähren problemlos, bei (Taxi-)Booten mitunter etwas schwierig, aber möglich.

Reisezeit

Vom Wetter her ist der Zeitraum Mai bis September für eine Radtour zu empfehlen, allerdings kann es im Mai und September auch recht kühl sein. Die absolute Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte August hat aus Radlersicht sowohl Vor- wie Nachteile. Nachteile: viel Betrieb auf Straßen, Stränden, Campingplätzen und höhere Preise auf Campingplätzen, in Urlaubshotels und auf Fähren. Vorteile: es sind alle Campinplätze und Jugendherbergen geöffnet. Viele Hotels bieten sehr günstige Preise, Wasser und Luft haben die angenehmste Temperatur.

Touristinformation

Die nordischen Länder haben ein dichtes Netz von Touristeninformationen. Sie vermitteln Zimmer in Hotels sowie gelegentlich auch bei privat (oft gegen Provision).

Schwedisches Fremdenverkehrsamt in Deutschland:
VisitSweden, Michälisstrasse 22, 20459 Hamburg, Tel. 040-32551355, Fax 040-32551333, www.visitsweden.com

Übernachtung

Die nordischen Länder sind vor allem auf Camping, Hotels und Herbergen spezialisiert. Die Übernachtungspreise schwanken je nach Jahreszeit: In Urlaubsorten – vor allem an der Küste – ist in den Sommerferien, also den Monaten Juli und August, mit einem Aufschlag zu rechnen. Dagegen sind Hotels in größeren Städten (v.a. Tagungshotels), die sonst vor allem Geschäftsreisende zu ihrem Kundenkreis zählen, in den Sommerferien preiswerter als sonst. Das führt zu der paradoxen Situation, dass in Skandinavien in den Sommermonaten mondäne Hotels in Städten oft günstiger sind als vergleichsweise einfache (Massen-)Herbergen in Urlaubsregionen. Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten ist sehr unterschiedlich: Von Varberg bis nördlich von Göteborg hat man eine große Auswahl, während im nördlichen Teil von Schweden große Lücken bestehen.

Hotel

Hotels entsprechen im Standard den deutschen – genauso wie die Klassifizierung mit Sternen. An den Urlaubsorten ist im Sommer mit einem Aufschlag, in größeren Städten dagegen mit einem teilweise erheblichen Sommerrabatt zu rechnen. Das Preisniveau der Hotels beginnt für ein DZ bei SEK 800 und für ein EZ bei SEK 600. Die Preisangaben sind i. d. R. Mindestsätze. An Wochenenden und in den Sommerferien gibt es oft erhebliche Nachlässe. Frühstück ist fast immer in den Zimmerpreisen enthalten – meist mit üppigem Frühstücksbuffet. In Schweden sind die meisten Hotels großen Ketten angeschlossen, z.B. First, Rica, Thon, Scandic oder Rainbow. Verzeichnis von Hotels in Schweden: www.stayinsweden.com

Jugendherberge (JH)

In Schweden gibt es zahlreiche Jugendherbergen (Vandrarhem), die bei weitem nicht nur von Jugendlichen besucht werden, sondern sich generell als günstige Alternative zu Hotels einer breiten Beliebtheit erfreuen und daher auch eher als "Wanderheim" bekannt sind. Die Herbergen sind in der Regel von ordentlichem Standard (2 Sterne-Hotels entsprechend) und sauber und steril eingerichtet. Man übernachtet in 2- bis 6-Bettzimmern. In Schweden sind die Herbergen zwei Verbänden angeschlossen: STF und SVIF.

Svenska Turistföreningen (STF), Box 25, 101 20 Stockholm, Tel. 08-4632100, Fax http://www.stfturist.se (u. a. Deutsch) 

Sveriges Vandrarhem I Förening (SVIF), Box 9, 450 43 Smögen, Tel. 0413-553450, http://www.svif.se (u. a. Deutsch)

Camping

Campingplätze gibt es in Schweden viele, allerdings sind manche nur in den Sommerferien (Juni bis August) geöffnet. Die Zeltplätze liegen oft an der Küste und haben einen hohen Standard, meistens 3 bis 4 Sterne. Paradox: die gut ausgestatteten Plätze sind für Radler manchmal günstiger als einfache kleine Plätze, weil die großen Plätze gestaffelte Tarife haben, bei denen ein Radler mit Zelt deutlich weniger als etwa ein Wohnmobil bezahlt, während kleinere Plätze hier häufig pauschale Tarife hantieren, die keinen Unterschied zwischen dem kleinen Iglu-Zelt eines Radlers und einem Wohnmobil machen. In Schweden gibt es rund 700 Campingplätze, von denen ca. 600 Plätze dem schwedischen Campingverband angeschlossen sind; bei diesen ist die Camping Card Scandinavia – zumindest offiziell! – obligatorisch. Dieser Campingpass kann auf dem Campingplatz der ersten Übernachtung, in den örtlichen Fremdenverkehrsbüros oder bei Campingrådet (s.u.) erworben werden. Der Pass selbst ist kostenlos, aber die für das jeweilige Jahr gültige Gebührenmarke kostet SEK 125 oder NOK 110 (für Einzelreisende oder Familien). Alternativ kann man den Campingpass vor der Reise im Internet mit Kreditkarte erwerben: http://www.camping.se.

„Wild Zelten" oder Jedermannsrecht

„Wildes Zelten" ist in Schweden mit Einschränkungen erlaubt. Das Allemannsrätt („allgemeines Nutzungsrecht" bzw. „Jedermannsrecht", ) besagt, dass man sich im Prinzip überall zu Fuß oder per Rad bewegen darf, solange man die Natur nicht zerstört. Jeder darf sich überall in der Natur aufhalten – mit Einschränkungen auch auf Privatgelände. Das schließt die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Pilzen und Beeren ebenso ein wie wildes Zelten in der Natur für eine Nacht – aber nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und außerhalb der Sichtweite von Wohnhäusern (mindestens 100-150 m entfernt). Der Bereich um ein Wohnhaus, die sogenannte Hausfriedenszone, darf nicht durchquert werden. Das schriftlich nur tw. fixierte Jedermannsrecht, ein Gewohnheitsrecht, setzt den verantwortungsvollen Umgang der Menschen mit der Natur voraus. Das Mitnehmen von Pflanzen, Fällen von Bäumen oder Hinterlassen von Müll sind verboten. Feuer dürfen nur mit besonderen Auflagen entzündet werden.

Währung

Die Schweder zahlen mit Kronen. Die Umrechnungskurse sind seit Jahren relativ stabil: Schwedische Kronen (SEK): 1 Euro = 9,31 SEK. Die Schwedische Krone ist in Münzen zu 50 Öre sowie 1, 5 und 10 Kronen unterteilt. Banknoten gibt es zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Kronen. Die aktuellen Kurse gibt es im Internet: http://www.banktip.de/Waehrungsrechner

Radreisebericht Nordseeküstenradweg in Schweden

Zur Tourenbeschreibung: 380 Kilometer entlang der schwedischen Küste auf dem Nordseeküstenradweg von Varberg nach Svinesund

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text und Fotos: Idhuna und Wolfgang Barelds (c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

Internet-Cafés

Reine Internet-Cafés gibt es nur in größeren Städten wie Varberg, Göteborg, Kristiansand, Bergen oder in Touristenorten an der Küste. Viele Hotels, Jugendherbergen und Campingplätze verfügen allerdings über Internet-Terminals, wo für eine Stunde online-Surfen mit SEK 40 bis 60 zu rechnen ist. Viele Bibliotheken in Schweden bieten für kurze Zeit (etwa 10 Min.) gratis Internetsurfen an, bei Vorlage von Personalausweis und/oder vorheriger Anmeldung oft auch länger. Genug, um mal eben die Mailbox zu sichten oder die aktuelle Wettervorhersage zu erkunden. Die größeren Hotels in Schweden verfügen oft über einen gratis-Internetzugang in der Nähe der Rezeption. Außerdem ist W-LAN in den Hotels verbreitet (oft kostenlos).

Reisebericht Nordseeküstenradweg Schweden

Hier geht's zum Reisebericht über den schwedischen Abschnitt des Nordseeküstenradwegs

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