Fähren
Einige Gewässer müssen mithilfe von (kleinen) Fähren gequert werden. Das Vergnügen erwartet Sie drei Mal in Schweden. Zum Teil verkehren kleine Fähren als „Brückenersatz". Weil sie damit zur staatlichen Infrastruktur gehören, ist bei diesen (an der gelben Farbe erkennbaren) Fähren kein Tarif zu entrichten. Die Radmitnahme ist auf Fähren problemlos, bei (Taxi-)Booten mitunter etwas schwierig, aber möglich.
Reisezeit
Vom Wetter her ist der Zeitraum Mai bis September für eine Radtour zu empfehlen, allerdings kann es im Mai und September auch recht kühl sein. Die absolute Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte August hat aus Radlersicht sowohl Vor- wie Nachteile. Nachteile: viel Betrieb auf Straßen, Stränden, Campingplätzen und höhere Preise auf Campingplätzen, in Urlaubshotels und auf Fähren. Vorteile: es sind alle Campinplätze und Jugendherbergen geöffnet. Viele Hotels bieten sehr günstige Preise, Wasser und Luft haben die angenehmste Temperatur.
Touristinformation
Die nordischen Länder haben ein dichtes Netz von Touristeninformationen. Sie vermitteln Zimmer in Hotels sowie gelegentlich auch bei privat (oft gegen Provision).
Schwedisches Fremdenverkehrsamt in Deutschland:
VisitSweden, Michälisstrasse 22, 20459 Hamburg, Tel. 040-32551355, Fax 040-32551333, www.visitsweden.com
Übernachtung
Die nordischen Länder sind vor allem auf Camping, Hotels und Herbergen spezialisiert. Die Übernachtungspreise schwanken je nach Jahreszeit: In Urlaubsorten – vor allem an der Küste – ist in den Sommerferien, also den Monaten Juli und August, mit einem Aufschlag zu rechnen. Dagegen sind Hotels in größeren Städten (v.a. Tagungshotels), die sonst vor allem Geschäftsreisende zu ihrem Kundenkreis zählen, in den Sommerferien preiswerter als sonst. Das führt zu der paradoxen Situation, dass in Skandinavien in den Sommermonaten mondäne Hotels in Städten oft günstiger sind als vergleichsweise einfache (Massen-)Herbergen in Urlaubsregionen. Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten ist sehr unterschiedlich: Von Varberg bis nördlich von Göteborg hat man eine große Auswahl, während im nördlichen Teil von Schweden große Lücken bestehen.
Hotel
Hotels entsprechen im Standard den deutschen – genauso wie die Klassifizierung mit Sternen. An den Urlaubsorten ist im Sommer mit einem Aufschlag, in größeren Städten dagegen mit einem teilweise erheblichen Sommerrabatt zu rechnen. Das Preisniveau der Hotels beginnt für ein DZ bei SEK 800 und für ein EZ bei SEK 600. Die Preisangaben sind i. d. R. Mindestsätze. An Wochenenden und in den Sommerferien gibt es oft erhebliche Nachlässe. Frühstück ist fast immer in den Zimmerpreisen enthalten – meist mit üppigem Frühstücksbuffet. In Schweden sind die meisten Hotels großen Ketten angeschlossen, z.B. First, Rica, Thon, Scandic oder Rainbow. Verzeichnis von Hotels in Schweden: www.stayinsweden.com
Jugendherberge (JH)
In Schweden gibt es zahlreiche Jugendherbergen (Vandrarhem), die bei weitem nicht nur von Jugendlichen besucht werden, sondern sich generell als günstige Alternative zu Hotels einer breiten Beliebtheit erfreuen und daher auch eher als "Wanderheim" bekannt sind. Die Herbergen sind in der Regel von ordentlichem Standard (2 Sterne-Hotels entsprechend) und sauber und steril eingerichtet. Man übernachtet in 2- bis 6-Bettzimmern. In Schweden sind die Herbergen zwei Verbänden angeschlossen: STF und SVIF.
Svenska Turistföreningen (STF), Box 25, 101 20 Stockholm, Tel. 08-4632100, Fax http://www.stfturist.se (u. a. Deutsch)
Sveriges Vandrarhem I Förening (SVIF), Box 9, 450 43 Smögen, Tel. 0413-553450, http://www.svif.se (u. a. Deutsch)
Camping
Campingplätze gibt es in Schweden viele, allerdings sind manche nur in den Sommerferien (Juni bis August) geöffnet. Die Zeltplätze liegen oft an der Küste und haben einen hohen Standard, meistens 3 bis 4 Sterne. Paradox: die gut ausgestatteten Plätze sind für Radler manchmal günstiger als einfache kleine Plätze, weil die großen Plätze gestaffelte Tarife haben, bei denen ein Radler mit Zelt deutlich weniger als etwa ein Wohnmobil bezahlt, während kleinere Plätze hier häufig pauschale Tarife hantieren, die keinen Unterschied zwischen dem kleinen Iglu-Zelt eines Radlers und einem Wohnmobil machen. In Schweden gibt es rund 700 Campingplätze, von denen ca. 600 Plätze dem schwedischen Campingverband angeschlossen sind; bei diesen ist die Camping Card Scandinavia – zumindest offiziell! – obligatorisch. Dieser Campingpass kann auf dem Campingplatz der ersten Übernachtung, in den örtlichen Fremdenverkehrsbüros oder bei Campingrådet (s.u.) erworben werden. Der Pass selbst ist kostenlos, aber die für das jeweilige Jahr gültige Gebührenmarke kostet SEK 125 oder NOK 110 (für Einzelreisende oder Familien). Alternativ kann man den Campingpass vor der Reise im Internet mit Kreditkarte erwerben: http://www.camping.se.
„Wild Zelten" oder Jedermannsrecht
„Wildes Zelten" ist in Schweden mit Einschränkungen erlaubt. Das Allemannsrätt („allgemeines Nutzungsrecht" bzw. „Jedermannsrecht", ) besagt, dass man sich im Prinzip überall zu Fuß oder per Rad bewegen darf, solange man die Natur nicht zerstört. Jeder darf sich überall in der Natur aufhalten – mit Einschränkungen auch auf Privatgelände. Das schließt die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Pilzen und Beeren ebenso ein wie wildes Zelten in der Natur für eine Nacht – aber nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und außerhalb der Sichtweite von Wohnhäusern (mindestens 100-150 m entfernt). Der Bereich um ein Wohnhaus, die sogenannte Hausfriedenszone, darf nicht durchquert werden. Das schriftlich nur tw. fixierte Jedermannsrecht, ein Gewohnheitsrecht, setzt den verantwortungsvollen Umgang der Menschen mit der Natur voraus. Das Mitnehmen von Pflanzen, Fällen von Bäumen oder Hinterlassen von Müll sind verboten. Feuer dürfen nur mit besonderen Auflagen entzündet werden.
Währung
Die Schweder zahlen mit Kronen. Die Umrechnungskurse sind seit Jahren relativ stabil: Schwedische Kronen (SEK): 1 Euro = 9,31 SEK. Die Schwedische Krone ist in Münzen zu 50 Öre sowie 1, 5 und 10 Kronen unterteilt. Banknoten gibt es zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Kronen. Die aktuellen Kurse gibt es im Internet: http://www.banktip.de/Waehrungsrechner