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Zahlen und Fakten

Auch wenn die Industrie dies gerne so darstellt – einem Siegeszug kommt die Einführung der Elektrofahrräder in Deutschland auf den ersten Blick nicht gleich. Im Jahr 2007 betrug der Anteil von E-Bikes an allen verkauften Rädern in Deutschland 1,5 % von insgesamt 4,6 Mio verkauften Fahrrädern (Zweiradreport der Zweirad GmbH).

In Stückzahlen wuchs der Verkauf von ca. 25.000 Rädern im Jahr 2006 auf mehr als 65.000 Räder im Jahr 2007. Dies wiederum ist eine beachtliche Zahl, die durchaus darauf schließen lässt, dass ein großes Interesse an E-Bikes besteht.

Der Durchschnittspreis der in Deutschland verkauften Elektrofahrräder lag 2007 laut einer Umfrage der SAZ Bike bei 1.685 Euro. Zum Vergleich: Für Trekkingräder ermittelte die Zeitschrift einen Durchschnittspreis von 702 Euro. Daher rührt also auch das enorme Interesse der Industrie.

Im Frühjahr 2009 wurde die Europäischen Norm für Pedelecs (EN 15194) eingeführt. Sie legt sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren zur Bewertung der Konstruktion und des Zusammenbaus von Elektrofahrrädern und deren Baugruppen fest. Dies soll gewährleisten, dass zukünftig nicht nur langlebige, sondern vor allem auch sichere Pedelecs auf den Markt kommen.

Wie schnell ist ein E-Bike – und wie schnell darf es sein?

Der Gesetzgeber unterscheidet – salopp gesagt – zwischen langsamen und schnellen Pedelecs.

Fahrräder mit  einem elektronischen Hilfsantrieb mit einer Leistung bis max. 250 Watt sowie einer Höchstgeschwindigkeit mit Motor-Unterstützung bis 25 km/h brauchen keine Betriebserlaubnis. Sie werden behandelt wie normale Fahrräder, man braucht also weder Helm, noch Führerschein noch Versicherungsnachweis. Der Antrieb muss allerdings automatisch abgeschaltet werden, wenn die Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird.

riese & müller liefert ein Pedelec mit einer Motorunterstützung über 250 Watt. Das Modell Delite hybrid 500 HS bietet 500 Watt und beschleunigt bis 45 km/h. Dafür werden die Räder beim Hersteller vom TÜV abgenommen. Für ihren Betrieb wird ein Mofa-Kennzeichen benötigt (Vorteil: Versicherung inkl. bei Kosten von ca. 100 Euro jährlich) sowie ein gültiger Führerschein bzw. eine Mofaprüfbescheinigung (Führerschein Klasse M).

Das schnellste E-Bike am Markt: riese und müllers Delite hybrid 500 HS mit einer Unterstützung bis 45 km/h und 500-Watt-Motor
(© pd-f.de/koelnmesse)
Wie lange fährt ein E-Bike?

Die Reichweite eines E-Bikes ist ein viel und gerne diskutiertes Thema. Für wie viele Kilometer der Akku für Rückenwind sorgt, hat der Fahrer zum Teil selbst in der Hand. Denn je geringer er den Unterstützungsgrad des Motors einstellt, desto länger kann dieser arbeiten – aber desto mehr muss der Fahrer noch selbst treten. Selbstverständlich hat die Beschaffenheit des Geländes Einfluss auf die Reichweite. Dabei ist natürlich auch entscheidend, für welche Anforderung der Motor ausgelegt ist.

Realistisch sind – in Anbhängigkeit von den oben genannten Faktoren – Reichweiten von 40-80 Kilometern mit einer Akkuladung.

Was kostet ein E-Bike?

Dass ein E-Bike in der Anschaffung teurer als ein vergleichbares Rad ohne Elektromotor ist, ist aufgrund der zusätzlichen und aufwändigen Ausstattung verständlich. Für den Kauf eines E-Bikes müssen im Schnitt fast 1.700 Euro eingesetzt werden.

Auch im Unterhalt kommen auf den Halter einige Kosten zu. Zum einen ist der Stromverbrauch durchs Laden des Akkus einzukalkulieren. Zum anderen haben die Akkus nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen nach einer gewissen Zeit ausgewechselt werden.

Die Preise für Akkus liegen zwischen etwa 200 und 900 Euro. Versucht man, den Preis für den Unterhalt des Rades in Abhängigkeit von dem verwendeten Akku zu ermitteln, bekommt man sehr unterschiedliche Ergebnisse. Entscheidender Faktor neben dem Preis ist die Lebensdauer. Die Lebensdauer eines Akkus wird von Herstellern offziell mit 4-5 Jahren angegeben.

 

Weiterführende Links zum Thema E-Bike

E-Bike-Ratgeber | E-Bike-Technik | E-Bikes im Einsatz | E-Bike-Checkliste | E-Bike-Video

1 Kommentar

Seite 1 von 1 1

#1 Gloge schrieb am 15.08.2009 21:00

Habe einAkku-Fahrrad Spacerider E-Bike Sport und möchte das es 4-5kmh schneller Fährt!

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Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text: Cornelia Auschra, Fotos: pd-f.de (c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

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