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Facts & Figures

E-Bikes werden immer beliebter. Der Verkauf soll bis 2020 noch einmal enorm ansteigen (Foto: Kampagnenbüro Handwerk)

Die Deutschen fahren Fahrrad - und das immer mehr. Der Trend steigt dabei vor allem in den Bereichen „E-Bike” und Pedelec immer mehr an. Wo im Jahr 2005 laut einer Studie von Prognos „lediglich” 25.000 E-Bikes verkauft worden sind, waren es im Jahr 2011 bereits 310.000 – ein Anstieg um das 12-Fache. 80 % aller Deutschen über 18 besitzen demnach ein Fahrrad. Laut Prognose der Statistik soll sich der Verkauf bis 2020 noch mal auf ca. 600.000 Verkäufe verdoppeln. Das Zweirad wird als Fortbewegungsmittel also immer beliebter.

Nicht nur im Verkauf, sondern in der gesamten Fahrradindustrie gibt es einen positiven Anstieg: bei 70 Millionen Fahrrädern im Jahr 2011 gab es zum Beispiel 557 abgeschlossene Prüfungen zum Zweitradmechaniker und 137 Meisterabschlüsse. Das steigerte die Anzahl der Fahrradspezialisten auf insgesamt ca. 130.000.

Gesellschaftlich bekommt das Fahrrad also mehr und mehr einen Lifestyle Charakter – sportliche Fortbewegung wird attraktiv und der gesundheitliche Aspekt erhält Einzug in unterschiedlichste Lebensbereiche der Bevölkerung.

Das Handwerk macht das Rennen. Auf jeden Zweirad-Spezialisten kommen rund 5400 Räder (Foto: Kampagnenbüro Handwerk)

Der Durchschnittspreis der in Deutschland verkauften Elektrofahrräder lag 2007 laut einer Umfrage der SAZ Bike bei 1.685 Euro. Zum Vergleich: Für Trekkingräder ermittelte die Zeitschrift einen Durchschnittspreis von 702 Euro. Daher rührt also auch das enorme Interesse der Industrie.

Im Frühjahr 2009 wurde die Europäischen Norm für Pedelecs (EN 15194) eingeführt. Sie legt sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren zur Bewertung der Konstruktion und des Zusammenbaus von Elektrofahrrädern und deren Baugruppen fest. Dies soll gewährleisten, dass zukünftig nicht nur langlebige, sondern vor allem auch sichere Pedelecs auf den Markt kommen.

Das „Strampeln mit Hilfe” bei Elektrobikes wird also auch in Zukunft ein interessantes Thema bleiben. Ein paar Dinge sollte man dazu aber wissen und beachten.

Obwohl der Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike immer mehr verschwimmt, gibt es ein paar grundlegende Unterschiede:

Wie schnell ist ein E-Bike – und wie schnell darf es sein?

Der Gesetzgeber unterscheidet – salopp gesagt – zwischen langsamen und schnellen Pedelecs.

Fahrräder mit  einem elektronischen Hilfsantrieb mit einer Leistung bis max. 250 Watt sowie einer Höchstgeschwindigkeit mit Motor-Unterstützung bis 25 km/h brauchen keine Betriebserlaubnis. Sie werden behandelt wie normale Fahrräder, man braucht also weder Helm, noch Führerschein noch Versicherungsnachweis. Der Antrieb muss allerdings automatisch abgeschaltet werden, wenn die Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird.

riese & müller liefert ein Pedelec mit einer Motorunterstützung über 250 Watt. Das Modell Delite hybrid 500 HS bietet 500 Watt und beschleunigt bis 45 km/h. Dafür werden die Räder beim Hersteller vom TÜV abgenommen. Für ihren Betrieb wird ein Mofa-Kennzeichen benötigt (Vorteil: Versicherung inkl. bei Kosten von ca. 100 Euro jährlich) sowie ein gültiger Führerschein bzw. eine Mofaprüfbescheinigung (Führerschein Klasse M).

Das schnellste E-Bike am Markt: riese und müllers Delite hybrid 500 HS mit einer Unterstützung bis 45 km/h und 500-Watt-Motor<br>(© pd-f.de/koelnmesse)

Wie lange fährt ein E-Bike?

Die Reichweite eines E-Bikes ist ein viel und gerne diskutiertes Thema. Für wie viele Kilometer der Akku für Rückenwind sorgt, hat der Fahrer zum Teil selbst in der Hand. Denn je geringer er den Unterstützungsgrad des Motors einstellt, desto länger kann dieser arbeiten – aber desto mehr muss der Fahrer noch selbst treten. Selbstverständlich hat die Beschaffenheit des Geländes Einfluss auf die Reichweite. Dabei ist natürlich auch entscheidend, für welche Anforderung der Motor ausgelegt ist.

Realistisch sind – in Anbhängigkeit von den oben genannten Faktoren – Reichweiten von 40-80 Kilometern mit einer Akkuladung.

Was kostet ein E-Bike?

Dass ein E-Bike in der Anschaffung teurer als ein vergleichbares Rad ohne Elektromotor ist, ist aufgrund der zusätzlichen und aufwändigen Ausstattung verständlich. Für den Kauf eines E-Bikes müssen im Schnitt fast 1.700 Euro eingesetzt werden.

Auch im Unterhalt kommen auf den Halter einige Kosten zu. Zum einen ist der Stromverbrauch durchs Laden des Akkus einzukalkulieren. Zum anderen haben die Akkus nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen nach einer gewissen Zeit ausgewechselt werden.

Die Preise für Akkus liegen zwischen etwa 200 und 900 Euro. Versucht man, den Preis für den Unterhalt des Rades in Abhängigkeit von dem verwendeten Akku zu ermitteln, bekommt man sehr unterschiedliche Ergebnisse. Entscheidender Faktor neben dem Preis ist die Lebensdauer. Die Lebensdauer eines Akkus wird von Herstellern offziell mit 4-5 Jahren angegeben.

 

Weiterführende Links zum Thema E-Bike

E-Bike-Ratgeber | E-Bike-Technik | E-Bikes im Einsatz | E-Bike-Checkliste | E-Bike-Video

Kommentare

Bärbel Gützkow, 03-05-12 22:08:
Hallo alle zusammen! Also ich habe mir vor drei Wochen auch ein E-Bike gekauft,ja ich bin total heppi .Das ist wirglich eine tolle geshichte.
Uwe Keil, 18-04-12 06:45:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich suche einen Hersteller von elektrisch betriebenen Fahrzeugen für 2 Personen (z.B. Tandem, "Mofa", Roller), die auf Radwegen benutzt werden dürfen und an die ein Kinderfahrradanhänger ("Cruizer") montiert werden darf. Können Sie mit Rat helfen?
Vielen Dank.
MfG
Uwe Keil
Olaf Bremer, 28-03-12 23:35:
Mich würde der Artikel aus dem Sonderheft 1/11 "Fliegen mit dem E-Bike" auch sehr interessieren - kann er nicht hier verlinkt werden?

Danke und Gruß
Elisabeth Bitter, 13-03-12 12:35:
Ich bin 74J. und fahre seit 06/11 ein Flyer i:sy. Bin ab Mitte Juli - Mitte September von meinem zu Hause c. 3000 km mit Gepäck bis zum Schwarzen Meer geradelt. Ich war und bin hoch zufrieden mit diesem Spezialrad. Für den Rückweg ab Constanta benutzt ich den Flieger (Air Berlin nach vorheriger Anmeldung auch des 2. Akkus) ohne Probleme. Hierzu fand ich vorab in ihrem Sonderheft 1/11 den Bericht: "Fliegen mit dem E-Bike". Leider ist mir dieser zwischenzeitlich abhanden gekommen (hatte das Heft weiter gegeben). Und meine nächste Tour steht bereits fest: Mitte 5/12 fliege ich mit Lufthansa (einzige Airline, die E-Bikes mitnimmt) nach Vancouver und nach Durchquerung Canadas Ende 10/12 ab Halifax zurück. Ich würde mich freuen, wenn sie mir o.a. Artikel bitte nochmal zukommen lassen können. Gern werde ich zu gegebener Zeit über meine weitern Erfahrungen berichten. Mit frdl. Grüssen Elisabeth Bitter
Gloge, 15-08-09 21:00:
Habe einAkku-Fahrrad Spacerider E-Bike Sport und möchte das es 4-5kmh schneller Fährt!

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Text: Cornelia Auschra, Fotos: pd-f.de (c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

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