werbepartner info
Anzeige
Titelbanner
Suche  
Sie sind hier: Radtouren.de  / Ratgeber / Beleuchtung
 
Anzeige
Licht im Dunkel - Beleuchtung fürs Rad

Licht im Dunkel - Beleuchtung fürs Rad

Sehen und gesehen werden: Ohne ausreichende Beleuchtung sollte das Rad lieber stehen bleiben. Radtouren.de zeigt Ihnen, worauf es ankommt

Langsam kehrt Dunkelheit auf der Straße ein, die Autos fahren bereits mit Licht. Nur am Fahrrad vor mir bleibt es dunkel. Der Fahrer bleibt gelassen, nach dem Motto: “Ich sehe ja alle, denn die haben ja alle Licht an.” Bei vielen Radfahrerinnen und Radfahrern ist das immer noch Normalität. Leider. Denn die meisten neuen Räder sind mit guten Lichtanlagen ausgestattet.

Die VorschriftenNicht nur für die eigene Sicherheit unverzichtbar: Leuchten vorne...: Grundsätzlich ist, wenn Sie damit am Straßenverkehr teilnehmen möchten, am Fahrrad Beleuchtung vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Im einzelnen sind das:....und hinten, am besten mit integriertem Standlicht

• ein dynamobetriebener weißer Frontstrahler + Reflektor (kann in den Strahler integriert sein)
•  ein dynamobetriebenes rotes Rücklicht + zusätzlichen Reflektor
• Reflektoren an den Pedalen (vorne und hinten)
•  je 2 gelbe Reflektoren pro Laufrad oder ein weißer reflektierender Ring auf der Reifenflanke
•  Der Dynamo darf 3 Watt und 6 Volt an Leistung nicht überschreiten
• Rennräder (und nur solche!) unter 11 Kilo dürfen statt mit einer dynamobetriebenen Lichtmaschine mit Batteriebeleuchtung fahren. Diese Beleuchtung muss – strenggenommen – immer installiert sein.
Nur Produkte, die vom Kraftfahrtbundesamt ein Prüfzeichen (Wellenlinie, Buchstabe “K” und Nummer) bekommen haben, sind für den Straßenbetrieb zugelassen.

Licht durch Muskelkraft

Ein Dynamo wird von einem Laufrad angetrieben und ist durch Lichtkabel mit den beiden Lampen verbunden. Man unterscheidet vier Arten von Dynamos: Seiten-, Walzen-, Speichen- und Nabendynamos.

Seitendynamos werden durch Federkraft an die Reifenflanke gedrückt und erzeugen die Energie durch die Drehung eines kleinen Rädchens an der Flanke des Laufrades. Sie neigen dazu, bei Regen, Schnee oder Schlamm ihren Dienst zu quittieren. Moderne Modelle sind jedoch deutlich leistungsfähiger und robuster geworden. Sie funktionieren sowohl mit dem Vorderrad als auch mit dem Hinterrad. Wichtig ist, dass der Dynamo fest verschraubt ist und nicht in die Speichen abrutscht. Die Folgen kann man sich leicht vorstellen: Neben den verbogenen oder kaputten Speichen kann es zu einem Sturz kommen. Walzendynamos werden hinter dem Tretlager montiert und durch Kippen auf die Lauffläche des Reifens gedrückt. Durch diese Position sind sie leider stark dem Spritzwasser ausgesetzt, wodurch auch sie gerne aufgeben. Sie harmonieren nur mit gering profillierten Reifen.

Speichendynamos werden an der Vorderradnabe montiert und mittels eines Zahnriemens angetrieben, der mit einem Geber in den Speichen verbunden ist.

Nabendynamos sind in die Vorderradnabe integriert. Sie sehen fast immer aus wie eine Nabe im Raviolidosenformat und werden direkt mit der Felge zu einem Laufrad eingespeicht. Ein Defekt kann daher teuer werden, da u. U. ein neuer Nabendynamo eingesetzt werden muss. Die Auswahl an verfügbaren Modellen auf dem Markt ist noch sehr übersichtlich, aber hier herrscht wohl der zur Zeit größte Entwicklungsdrang. Nabendynamos sind auch die teuersten der genannten Dynamos.

Aktive SicherheitBatteriebetriebene Frontleuchten dürfen nur Rennrädern als alleinige Beleuchtung dienen

Hochwertige Scheinwerfer haben Halogenlicht und geben damit deutlich helleres Licht ab als herkömmliche Scheinwerfer. Entscheidend für die Lichtausbeute ist keinesfalls die Größe oder Form des Scheinwerfers, sondern die Anordnung der Prismen im Glas.

Rückstrahler werden wahlweise am Gepäckträger oder am Schutzblech befestigt (oder wenn beides fehlt, an der Sattelstrebe). Am Gepäckträger montiert sind sie vor Defekten geschützt. Bei Montage am Schutzblech lohnt es sich auf jeden Fall, einen Schutzkäfig zu montieren, um einen Defekt bei einem Sturz zu vermeiden.

Egal, für welches Modell oder System die Entscheidung fällt: Leisten Sie sich Scheinwerfer und Rückstrahler mit Standlichtfunktion. Sie leuchten beim Ampelstop ziemlich hell über ein Zusatzlicht. Das funktioniert ganz einfach über ein Diode, die während des Dynamobetriebs aufgeladen wird und schon nach wenigen Minuten genügend geladen ist, um beim ersten Stop hell zu leuchten: Das Fahrtlicht geht aus und das Standlicht wird automatisch aktiviert. Wird die Fahrt wieder aufgenommen, geht das Standlicht wieder aus und die normale Beleuchtung wieder an. Diese Sicherheit hat seinen Preis. Strahler und Rückleuchten mit Standlichtfunktion kosten zwischen 20 Euro mehr, als ein normales Modell. Diese Mehrkosten lohnen sich auf jeden Fall.

Batterieleuchten

Batterieleuchte: Das Rücklicht darf keine Blinklichtfunktion habenViele Räder, speziell MTB’s, aber auch Trekkingrädern und natürlichBatterienleuchte: hat ein Vorteil, dass sie immer leuchten, auch im Stand Rennräder werden ohne Beleuchtung verkauft. Wer Licht nachrüsten will, wird dabei auf das große Angebot batteriebetriebener Beleuchtung stoßen. Ganz legal ist das nicht (s.o.). Aber kaum ein Verkehrspolizist wird ein solches Rad aus dem Verkehr ziehen.

Beide Leuchten, vorne und hinten, werden dabei mit Batterien bzw. mit wiederaufladbaren Akkus betrieben. Das hat den Vorteil, dass sie immer leuchten, auch im Stand. Der Nachteil ist der, dass die Batterien wahrscheinlich dann leer sind, wenn man auf dem nächtlichen Nachhauseweg ist .... Hat man keine Ersatzbatterien oder Akkus dabei hat, steht man im Dunkeln. Alle zugelassenen Batterieleuchten müssen zu diesem Zweck eine gut sichtbare Ladestandanzeige (meist eine Diode, deren Leuchtkraft mit abnehmender Batterieleistung schwächer wird) haben. Die Brenndauer einer Frontleuchte bewegt sich (je nach Anzahl und Art der Batterien) zwischen 1,5 und 2,5 Stunden, die der Rückleuchten um die 60 Stunden.

Das Rücklicht darf keine Blinklichtfunktion haben. Die Befestigungsmethoden sind sehr unterschiedlich. Meist wird am Lenker bzw. an der Sattelstütze ein Adapter montiert, an den die Lampe angeklickt wird. Stellt man das Rad irgendwo ab, sollte man die Lampen mitnehmen . Andernfalls wird dies jemand anders übernehmen.

Auf jeden Fall müssen die oben genannten Reflektoren montiert sein.

Die beiden Systeme im Vergleich, bezogen auf eine komplette Anlage bestehend aus Front- und Rückleuchten, Dynamo bzw. Batterien / Akkus und Ladegerät.

Dynamobetrieb

Montegeaufwand: hoch
Reibung: vorhanden
Energieverbrauch: nur durch die Reibung
Verschleiß: Dynamorolle, Glühbirnen, Kabel
Defektanfälligkeit: bei Stürzen, speziell hinten relativ hoch
Wetterfestigkeit: Walzen- und Seitendynamo sind anfällig gegen Spritzwasser und Schmutz
Betriebskosten sehr gering

Batteriebetrieb

Montegeaufwand: sehr gering
Reibung: keine
Energieverbrauch: Batterien oder Akkus werden benötigt, Umweltbalastung
Verschleiß: Halterunge
Defektanfälligkeit:Halterungen sind oft defektanfällig und schwer als Ersatz zu bekommen

2 Kommentare

Seite 1 von 1 1

#2 Rainer schrieb am 29.11.2011 09:39

Heute sind meines Erachtens die LED-Frontscheinwerfer die beste Lösung mit 40 Lux bzw. 60 Lux und mehr scheinen sie die Fahrbahn optimal aus ähnlich wie beim PKW mit einem Xenonscheinwerfer, zusätzlich erhält man ein Standlicht für erhöhe Sicherheit.

#1 Berde schrieb am 30.12.2008 20:17

Liebes Radreisemagazin.

Euer Radgeber, Beleuchtung fürs Rad, sollte schleunigst überarbeitet werden.

Nach neuestem Endwicklungsstand,kosten Fahrräder mit Nabendynamo und Led-beleuchtung,heute nicht wesentlich mehr,als vor 5 Jahren Fahrräder mit Seiten- oder Walzendynamo und Halogenlicht.

 

Gruß,Berde

Kommentar schreiben


Alle Angaben wurden von Hayit Medien und radtouren.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text: Cornelia Auschra (c) copyright, Alle Rechte vorbehalten

- - - - - -
Sie möchten noch mehr nützliche Tipps und Infos?
Abonnieren Sie kostenlos den Radtouren.de-Newsletter mit Tipps & Infos für Ihre Radreise-Planung. Sie können ihn jederzeit bequem wieder abbestellen.
Anrede:
Vorname:
Name:
E-Mail: